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Fahrberichte & Tests
 
Volvo XC60 Innenraum, Frontansicht
Volvo XC60 Heck-Ansicht

1. Typisch Volvo: Die Mittelkonsole schwebener Bauart – natürlich auch im XC60 – und herrliche Sessel

2. Schickes Kompakt-SUV: Der XC60 gefällt auf ganzer Linie...

3. Nettes Schuhwerk – eine Vielzahl attraktiver Alus beschert dem Kunden eine reichhaltige Wahl

4. Silberne Applikationen in Bereich der Außenhaut kennzeichnen die R-Design-Modelle...

 

Der Volvo XC60 im Test
Auf einer Achse
SUV sind keine Garanten für hohen Spritverbrauch, sofern Downsizing und kompakte Abmessungen auf dem Plan stehen. Für den Volvo XC60 gelten beide Disziplinen, und an Fahrspaß mangelt es dem wahlweise als Fronttriebler lieferbaren Multifunktions-Vehikel wahrlich nicht. Autotipp.
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ass Hubraum durch nichts zu ersetzen ist, stimmt im Grunde – jedenfalls gilt das zur Zeit noch. Schließlich gibt es aktuell keine ernstzunehmende Alternative zum Verbrennungsmotor, um sämtliche Einsatzbereiche eines Automobils abzudecken. Selbst unter massiver Hybridisierung bleibt die Otto- oder Dieselmaschine in der Regel erhalten – von der wenig populären Brennstoffzelle einmal abgesehen. Aber eine Reduktion an Volumen und Zylindern findet in diesen Zeiten statt, und zwar auf allen Ebenen. In der Oberklasse werden aus zehn künftig acht Töpfe oder aus deren acht sechs – und darunter gibt es statt Sechszylinder eben Vierzylindermotoren, auch nicht unbedingt verkehrt. Leistungseinbußen müssen die Eigner der Spar-Maschinen jedenfalls keine befürchten, denn dank Aufladung und anderen technischen Maßnahmen wie zum Beispiel eine kluge Motorsteuerung kann sich der Output weiterhin sehen lassen und wächst sowohl gemessen am Hubraum als auch absolut. Volvo exerziert es gerade vor – das noch in Kooperation mit Ford auf den Weg gebrachte 2,0-Liter-Aggregat mit Turboaufladung entfaltet bis zu 240 Pferdestärken und ist damit lediglich drei PS schwächer als der nach wie vor angebotene 3,2-Reihensechszylinder für jene Kunden, die trotz Diskussion über Verbrauchssenkung ein paar Töpfe mehr unter der Haube schätzen.

 

An der Laufkultur des taufrischen Direkteinspritzers kann es jedenfalls kaum liegen, denn das Triebwerk benimmt sich vorzüglich und bleibt in puncto Geräuschkomfort äußerst manierlich. Selbst hohe Drehzahlen vermögen dem Motor keine störenden Äußerungen zu entlocken – man könnte Unwissenden auch erzählen, es handele sich um einen Sechser, vermutlich würden sie es glauben. Aber wirklich rasante Touren sind hier ohnehin obsolet, denn das Topdrehmoment liegt bereits deutlich unter der 2.000er-Marke des Drehzahlmessers an. Seit dem Modelljahr 2012 wird ausschließlich die stärkere T5-Variante geliefert; allerdings unterscheidet sich die 2,0 T-Version mit 300 Nm ab 1.750 Umdrehungen nur marginal von der kräftigeren Ausführung (320 Nm ab 1.800 Kurbelwellenrotationen). Giftig genug, um die vorderen Pneus in die Bredouille zu bringen – jawohl, den Basis-Benziner gibt es nur mit einer angetriebenen Achse –, sind beide Typen allemal. Die Kraftübertragung erfolgt obligatorischerweise über ein Doppelkupplungsgetriebe mit sechs Fahrstufen – manuelles Schalten beim Premium-SUV mit Ottomotor könnte als Schönheitsfehler empfunden werden. Wandler-Fans dürfen beruhigt sein: Nicht nur die Gangwechsel erfolgen ruckfrei, auch der Anfahrkomfort wird hohen Maßstäben gerecht.

 

Apropos Komfort: Wie absolviert der kleine XC weite Strecken? Im Falle der R-Design-Variante (wie der Testwagen) ist selbstredend mit einer etwas strafferen Ausrichtung zu rechnen, doch die Praxis zeigt – es ist halb so wild. Kurze wie langwellige Verwerfungen nimmt der Volvo trotz eher kerniger Dämpfung gelassen und lässt die Passagiere ebenso gelassen. Außerdem macht der Fronttriebler eine gute Figur beim durchfahren ausgewachsener Kehren auf der Landstraße. Wenig Seitenneigung bei forcierter Gangart sollte vor allem die Dynamik-Fraktion erfreuen. Als Preis für die drahtige Linie gibt es (oder man bezahlt ihn mit – ganz nach Sichtweise) Außenspiegel in Chromoptik sowie silberfarbene Schwellerleisten. Das kleine, auf dem Kühlergrill prangende R-Design-Logo fällt dagegen dezent aus und sticht vermutlich nur Eingeweihten ins Auge. Grundsätzlich gefällt dieser XC mit seinem stylischen Auftritt, dem typischen Volvo-Gesicht neuester Generation mit dem charakteristischen, zweigeteilten Scheinwerfer-Layout und den freilich markanten Rückleuchten inklusive des grazilen LED-Rückgrates, welches den Volvo nachts schon auf hunderte Meter erkennbar macht. Aber nicht allein anspruchsvolles Licht- und Außendesign ist Markenzeichen des schwedischen Herstellers, sondern die Innenarchitektur spielt eine genauso große Rolle.

 

Demnach steht die inzwischen wohlbekannte schwebende Konsole als bestimmendes Merkmal im Mittelpunkt des Blickfeldes. Diese hat indes nicht nur künstlerische Relevanz, sondern sorgt für ein großes Ablagefach hinter der Front. Ablagen präsentieren sich übrigens in großer Zahl – zusätzlich fasst das Fach zwischen den Sitzen so einiges an Kleinkram, und es gibt Getränkehalter, die bei Nichtgebrauch einfach per Jalousie verschwinden. Je nach Käuferwunsch lassen sich die Oberflächen mit edlen Hölzern oder – beim R-Design zum Beispiel – Aluminium-Applikationen belegen. Jedenfalls glänzt der Schwede mit hervorragender Verarbeitungsqualität – so sieht Premium aus. Dieses Gefühl manifestiert sich auch in den seit eh und je traumhaften Volvo-Sesseln – nur sie verkörpern diese gekonnte Mischung aus himmlischer Sänfte und einer gewissen straffen Anmutung, um die Passagiere möglichst lange bei Laune zu halten. R-Design-Kunden bekommen natürlich spezifische Polster mit einem Plus an Seitenhalt und deutlicher konturierten Oberflächen. Wem es dann gelingt, die ganze Funktionsvielfalt der komplexen Bordsysteme zu durchdringen, wird viel Freude am XC60 haben. Insbesondere Technik-Fans dürften die noch recht junge Generation des Bediensystems (seit der 60er-Baureihe) mit jeder Menge Spaß erkunden.

 

Nun zur Preisfrage: Ab 38.850 Euro gibt es den XC60 mit dem 240 PS starken Zweiliter-Turbo-Direkteinspritzer (T5). An Bord des Fronttrieblers findet sich eine reichhaltige Ausstattung: Dazu gehören Antiblockiersystem, Front-, Kopf- wie Seitenairbags, elektrisch verstell- und beheizbare Außenspiegel, Bordcomputer, elektrische Fensterheber, Klimaautomatik, Radioanlage, elektronisches Stabilitätsprogramm und Zentralverriegelung mit Fernbedienung. Die sportliche R-Design-Ausgabe bietet mit 4.200 Euro Mehrpreis neben den optischen Differenzierungen potentere Aluräder im 18-Zoll-Format sowie schicke Lederpolster. Wahrlich luxuriös wird es mit der Summum-Line (44.200 Euro), welche zusätzlich mit einem automatisch abblendenden Innenspiegel, einer automatisch geregelten Heckklappe, Park- und Regensensor, einem elektrisch verstellbaren Fahrersitz sowie Xenonlicht aufwartet. Immer Aufpreis hingegen kosten die ganz dicken Brocken wie adaptive Fahrwerk-Regelung (1.540 Euro), Fußgänger-Erkennung inklusive Notbrems-Funktion (1.700 Euro), Bildschirm-Navigation (950 Euro), Niveau-Regulierung – die allerdings nicht in Verbindung mit der Four-C-Dämpfung geliefert wird – gegen 720 Euro, das große Panorama-Glasdach (1.350 Euro), Rückfahrkamera (450 Euro), Standheizung mit Timer für 1.280 Euro sowie der Totwinkel-Assistent (ab 620 Euro).

 

Fazit: Der Volvo XC60 ist ein feiner Hingucker mit der typisch skandinavischen Designsprache. In kompakter Größe macht ein SUV auch Städtern Spaß – die Praxistauglichkeit kann sich sehen lassen. Zudem bietet der Schwede viel Fahrkomfort und gute Fahrleistungen. Wer nicht unbedingt auf Allrad-Antrieb angewiesen ist, lasse ihn ruhig weg: Umwelt und Portemonnaie freuen sich über den Minderverbrauch.



 
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