spacer

spacer
DRIVERSNET.DE - Das Auto-Mag für gay urban trendsetter. Themen: Auto, Tests, Fahrberichte.
Home Fahrberichte & Tests QD-Spot Technik Young n Old Galerie Vorschau Auto-Test-Archiv
spacer
spacer spacer
 
Fahrberichte & Tests
 
VW New Beetle Cabriolet, Frontansicht, Haube, Scheinwerfer, Innnenraum, Überrollbügel
VW New Beetle Cabriolet, Heck, Rückleuchte

1. Schicker Innenraum für bis zu vier Personen..

2. Beetle Cabrio für die schönste Jahreszeit...

3. Schutzbügel für den Fall der Fälle – auf dass er niemals eintreten möge

4. An den Rückleuchten erkennt man, dass dieser Beetle nicht zu den frühen gehört

 

Das New Beetle Cabrio im Test
Feinkost Käfer
Der Volkswagen New Beetle ist der Klassiker schlechthin im Volkswagen-Programm und wird in puncto Bauzeit nur vom Sharan übertroffen. Vor allem in der offenen Variante ist der Zweitürer immer noch eine interessante Alternative zum gemeinen Mainstream.
D

ie VW Käfer dieser Welt wollen einfach nicht verschwinden. Das Urgestein wurde sogar noch bis in unser Jahrtausend hinein produziert – erst 2003 endete die Produktion. In Deutschland jedoch gibt es seit 1998 den modernen Käfer-Vertreter – auch als "New Beetle" bekannt. Größer, kommoder und schneller lautete die Devise – lediglich ein Hauch Nostalgie sollte mit von der Partie sein, wenn das mit Frontmotor, Wasserkühlung und modernen Fahrdynamiksystemen ausgerüstete Schwergewicht (jedenfalls im Vergleich zum Original) anrollt. Von einem echten "Volkswagen" also kann keine Rede sein, schließlich kosten Komfort und Luxus viel Geld. Noch luxuriöser wird der Beetle übrigens mit versenkbarem Dach. Fünf Jahre ab Debüt des Coupés mussten sich Fans gedulden, bis sie erstmals im offenen Käfer der Neuzeit probesitzen durften. Volkswagen hat sie letztlich nicht enttäuscht, schließlich versprüht auch die Cabrio-Variante mächtig historischen Charme. Das aufliegende Verdeck, die Persenning – alles fein im Retrostil gehalten, mal abgesehen von den blau schimmernden Flüssigkristall-Displays im Innenraum. Zack, und schon ist man beim richtigen Thema. Denn genau diese Anzeigen verkörpern jene Generation, der das hier behandelte Cabrio angehört.

 

Es ist Golf IV-Flair, das der Beetle verströmt und damit ebenfalls schon Vergangenheit lebendig macht. Somit ist er doppelter Nostalgiker und für jeden ein bisschen anders interessant – wie die persönlichen Erinnerungen eben vorzeichnen. Auch die Techniker kommen zum Zuge, denn hier lebt die Motorengeneration der New Beetle-Entstehungszeit. Der Testwagen tritt in der – mal abgesehen vom verflossenen RSi – stärksten Version an. Es handelt sich um den 1,8-Liter mit Turboaufladung, ganz so, wie er früher beispielsweise Audi TT-Fahrern das schiere Grinsen in die Gesichter zauberte. Natürlich war er auch im Golf und zig anderen Konzern-Modellen zu haben, aber die Erinnerungen treffen eben den Ur-TT – vielleicht wegen der optischen Ähnlichkeit? Jedenfalls mobilisiert der Vierzylinder in diesem Falle 150 PS und verleiht dem historisch lehrreichen Blech-Krabbeltier Fahrleistungen, die man gar nicht unbedingt erwartet. Okay, für den Standard-Sprint werden laut Werk 9,3 Sekunden fällig – kein berauschender Wert, aber schon ordentlich. Dieser alte Fünfventiler ist nämlich gar kein so schlechtes Aggregat. Mit sanftem Nachdruck schiebt es das Cabrio an, schon ab 2.000 Touren stehen 220 Nm Drehmoment zur Verfügung, die bei Bedarf kräftig an den vorderen Pneus zerren.

 

Leises Turbopfeifen mischt sich unter den mahlenden Vierzylinder-Sound, das klingt irgendwie cool, wirkt als Fahrspaß-Verstärker. Im geöffneten Zustand hat der Wind das Sagen; im kuscheligen Fond noch mehr als vorn, wo die ausladende Windschutzscheibe ihren Schutz über die Insassen legt. Man muss sich übrigens mit fünf Vorwärtsgängen begnügen, die allerdings präzise einrasten. Das hohe Drehzahlniveau fällt auf, aber nicht ins Gewicht. Man verdenkt einem Beetle solche kleinen Schönheitsfehler einfach nicht – hier gelten andere Maßstäbe. Er muss weder besonders leise noch schnell sein. Letzteres kann er zwar – es ist kein großes Problem, die Tachonadel auf 200 km/h zu bringen, aber das macht man höchstens, um es mal ausprobiert zu haben – aus formalen Gründen quasi. Und sonst? Das Verdeck funktioniert gegen 815 Euro Aufpreis halbautomatisch, heißt: Arretierung per Handgriff lösen und Schalter betätigen. Das ist zwar nicht sonderlich nostalgisch, aber praktisch. Die Persenning ist dafür nostalgisch, aber unpraktisch. Mit etwas Übung lässt sie sich jedoch schnell aufziehen. Aber man findet schon noch den einen oder anderen Aufhänger, der dem Beetle die Berechtigung gibt, sich retro schimpfen zu dürfen.

 

Damit ist natürlich nicht nur die viel zitierte Blumenvase gemeint. Das Einzel-Instrument gehört freilich dazu, obgleich die Verantwortlichen nicht ganz konsequent waren: Auf einen Drehzahlmesser zu verzichten, wollte man den Kunden dann wohl doch nicht zumuten. Dieser findet sich nämlich als kleine Anzeige im Hauptinstrument wieder. Und der Beetle ist nicht nur als automobile Minimal-Lösung zu gebrauchen, dafür wäre sein Gestühl wahrlich überdimensioniert, denn hier kann man nämlich durchaus passabel sitzen. Auch ein paar hundert Kilometer? Na klar, nicht ohne Grund gibt es auf Wunsch eine Geschwindigkeitsregelanlage (200 Euro). Oder schlägt jetzt doch der Amerikanismus durch? Schließlich kennen in den USA nicht nur Barbie und Ken den guten alten Käfer. Jedenfalls sind die Cupholder schonmal an Bord (sogar im Fond findet man einen), kann also kaum mehr etwas schiefgehen während der Fahrt. Platz ist auch in vernünftigen Dosen vorhanden, allerdings sollten die wirklich langen Reisen besser in der ersten Reihe durchgeführt werden. Und das geht dann sogar offen, denn das Verdeck wird bekanntermaßen nicht im Kofferraum zwischengelagert.

 

Für 25.875 Euro ist das stärkste Volkswagen New Beetle Cabriolet zu haben. Serienmäßig sind Antiblockiersystem, Doppelairbag, kombinierte Kopf-Seitenairbags, elektrisch verstell- und beheizbare Außenspiegel, Außentemperaturanzeige, elektronische Differenzialsperre, elektrische Fensterheber rundherum, elektronisches Stabilitätsprogramm, aktives Überroll-Schutzsystem mit blitzschnell herausspringenden Stahlbügeln sowie Zentralverriegelung inklusive Funkfernbedienung. Extra zu bezahlen sind dagegen: Klimaanlage (1.235 Euro), beheizte Ledersitze (ab 1.490 Euro), Leichtmetallräder (ab 1.240 Euro), Multimedia-Anschluss für iPods (170 Euro), Radioanlage (ab 770 Euro), Sonderlacke (ab 130 Euro), ein Technikpaket mit Diebstahl-Warnanlage, automatisch abblendendem Innenspiegel sowie Regensensor (410 Euro) und Windschott (295 Euro). Leider enthält die Liste kein integriertes Navigationssystem – Orientierungslose müssen sich per mobilem Gerät lotsen lassen. Dafür gibt es in Anbetracht des Fahrzeugs fast schon skurrile Zusatzfeatures, wozu wohl auch die 710 Euro teure Anhänger-Kupplung gehören dürfte. Immerhin ist sie abnehmbar.

 

Fazit: Das Beetle Cabrio als Sommertraum? Warum nicht, der Nostalgiker in doppelter Hinsicht hat schon etwas – in der offenen Version sowieso. Als zweitältester Vertreter im Volkswagen-Dienst schlägt sich der noch immer ausgefallene Wolfsburger wacker. Mit dem aufgeladenen 1,8-Liter kommt auch der Fahrspaß keineswegs zu kurz.



 
Neu im Mag
spacer spacer spacer spacer spacer spacer spacer

Diesel +

Mittelklasse oder eher kompakt? Der Mitsubishi Lancer Sportback jedenfalls besitzt Allround... >>MEHR
Mitsubishi Lancer Sportback Front-Ansicht
spacer

Die Kombi
machts

Wer hat Angst vorm Sechszylinder? Skoda Superb V6-Fahrer jedenfalls... >>MEHR
Skoda Superb Combi Front-Ansicht
spacer

Anti-
Mainstream

Kompaktklasse muss nicht immer Mainstream und schon gar nicht langweilig... >>MEHR

 

Renault Mégane Coupé Front-Ansicht
spacer
Power-Öko
Der Jaguar XF mimt Businessklasse im feinen Blechkleid. Keine Spur zwar... >>MEHR
Jaguar XF 2012, Front-Ansicht
spacer spacer spacer spacer spacer spacer spacer
spacer
spacer
spacer spacer
spacer

Aktuelle Nachrichten, neues vom Genfer Automobilsalon, der Detroit Autoshow, und Berichte aus Auto, Motor, Technik, Umwelt, Mode, Trend, Lifestyle, Queer und Gay. Im Online-Artikelarchiv auch kostenlos recherchierbar. Dazu News, Fahrberichte, Tests, Videos, Bilder, Termine und exklusive Interviews aus allen Bereichen des Autos von der DRIVERSNET-Redaktion.


FAHRBERICHTE & TESTS
| TECHNIK | ALTERNATIVE ANTRIEBE | GAY TREND & LIFESTYLE | VIDEOS | ALLE AUTO-TESTS

 
SENFKOMM Medien