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Seitenschweller und TS-Logo
im Kühlergrill
bedeuten: Hier sind 105 PS am Werk |
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Zeit-Zeichen
Toyota
schickt seinen Kleinsten zur Kosmetik, denn nach vierjähriger
Bauzeit ist es angebracht, den Mini wieder ins rechte Licht
des eilenden Autofortschritts zu rücken. Schließlich
möchte der japanische Hersteller ein gutes Stück
vom Kuchen des drittstärksten Segments - der Kleinwagen
- mithaben, und dieses Ziel könnte mit der Yaris-Neuauflage
durchaus erreicht werden.
Noch vor zwanzig Jahren
traf es zu: Fahrzeuge jener Klasse, die man Kleinwagen nennt,
waren wirklich klein. Und sie waren es nicht nur den Abmessungen
nach, sondern auch das, was sie boten, war alles andere als
üppig. Die Ausstattung zeigte sich karg, die Sicherheit
ließ zu wünschen übrig und Komfort war schlichtweg
gar nicht vorhanden.
Von Features wie Klimaanlage oder Airbags wagte in dieser
Kategorie niemand zu träumen.
Heute dagegen ist das anders. Äußerlich sind sie
zwar - obwohl im Laufe der Zeit gewachsen - immer noch klein:
Gerade mal 3,64 Längenmeter liegen zwischen Bug und Kofferraum
des Yaris. Doch von Kargheit kann keine Rede mehr sein. Klimaanlage,
Airbags und ABS - ja sogar ein Stabilitätsprogramm sowie
Navigationssystem kann der Kunde nicht nur auf seinem Wunschzettel
angeben, sondern er bekommt diese Zugaben tatsächlich.
Ähnlich verhält sich das mit dem Platzangebot. Gut,
den Raum einer Mercedes S-Klasse bietet der Yaris freilich
nicht, aber dennoch genug, um weiter als zum nächsten
Supermarkt gelangen zu können - und das hinreichend bequem.
Die Kopf- und Schulterfreiheit vorn ist bemerkenswert - jedenfalls
für ein Fahrzeug dieser Klasse. Dass es im Fond nicht
ganz so luftig zugeht, versteht sich natürlich von selbst.
Klare Sache aber: Der Yaris ist ein Auto für alle Fälle
- lange Strecken bewältigt er ebenso wie kurzatmigen
Stadtverkehr.
Nun ist das ja nicht neu. Für jene Eigenschaften steht
er schon seit seiner Markteinführung.
Doch auch ein gutes Auto kann verbessert werden. Zwar hat
das moderate Facelift den grundsätzlichen Charakter des
kleinen Toyota nicht verändert, aber man fährt künftig
eben noch ein wenig zeitgemäßer mit ihm. So erhielt
nicht nur die Optik leichte Retuschen; vor allem schonen die
jetzt auf Euro 4 abgestimmten Triebwerke Umwelt und Geldbeutel.
Allein der Diesel erfüllt die hohen Emissions-Anforderungen
noch nicht.
Für die 48 KW starke 1,0-Liter-Basisversion gibt es ferner
ab sofort ein automatisiertes Fünfganggetriebe, das sich
bei ersten Testfahrten als durchaus brauchbar erwies. Die
für diese Art der Kraftübertragung fast schon zum
Alltag gehörenden Schaltpausensind hier von erfreulich
kurzer Partie. Etwas gewöhnungsbedürftig ist die
Tatsache, den Schalthebel beim Heraufschalten nach hinten
statt nach vorn führen zu müssen - wie es sinnvoller
erschiene. Nach kurzer Eingewöhnung jedoch lässt
sich die Box ausgezeichnet bedienen.
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Auch
innen zeigt sich der
TS sportlich |
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Die Fahrleistungen des Einsteiger-Modells
taugen nicht für konkurrenzfähige Ampel-Sprints,
tun aber ihren Dienst - das gilt insbesondere für die
Stadt, welche das vorwiegende Einsatzgebiet des kleinsten
Vierzylinders darstellen dürfte. In Verbindung mit dem
sogenannten Multi-Mode-Getriebe benötigt der Basis-Yaris
15,8 Sekunden für den Spurt auf 100 km/h und rennt 155
Stundenkilometer in der Spitze.
Etwas munterer setzt sich der 1,3-Liter in Szene. Die völlig
neu entwickelte Maschine entwickelt 64 KW Leistung und ein
maximales Drehmoment von 122 Nm bei 4.400 Touren. Nicht zuletzt
das Drehmoment-Plus von 32 Nm gegenüber dem schwächeren
Bruder zeichnet für die subjektiv als flinker empfundene
Gangart verantwortlich. Offensichtlich nehmen die per Stellmotor
eingeleiteten Übersetzungswechsel des Multi-Mode-Getriebe
mehr Zeit in Anspruch als der manuelle Schaltvorgang. Die
Zahlen bestätigen den Eindruck: So vergehen laut Werk
nur 12,1 Sekunden, bis der 1,3er mit konventionellem Schaltgetriebe
100 km/h erreicht. Zudem beträgt die Höchstgeschwindigkeit
zwanzig km/h mehr.
Nicht gerade schwachbrüstig kommt der unveränderte
1,4-Liter Common-Rail-Diesel daher. Er leistet mit 55 KW zwar
geringfügig weniger als sein etwas hubraumkleinerer Otto-Bruder,
bietet dafür aber deutlich mehr Drehmoment. Ganze 170
Nm stemmt der Selbstzünder zwischen 2.000 und 2.800 Umdrehungen
pro Minute, was eine ausgezeichnete Elastizität zur Folge
hat. Durchbeschleunigt ergibt sich folgendes Bild: 12,9 Sekunden
dauert der Standard-Sprint. Auch die Vmax kann sich mit 170
km/h sehen lassen. Dennoch ist der D-4D ein ruhiges Naturell.
Völlig unspektakulär und gleichmäßig
vollzieht sich die Kraftabgabe dieses Aggregats. Somit wirkt
das rund eine Tonne wiegende Fahrzeug keinesfalls bissig,
aber mitnichten untermotorisiert.
Anders das Herz des Spitzenmodells: Mit 1.497 ccm nicht nur
größtes, sondern auch stärkstes (77 KW) im
Bunde schiebt es den Yaris gehörig an. Nach nur 9 Sekunden
zeigt der Tacho 100 km/h und maximal 190 Stundenkilometer.
Sein höchstes Drehmoment beträgt 143 Nm - es liegt
bei 4.200 Touren an.
Dabei hängt der Vierventiler gut am Gas und produziert
zusammen mit der auch optisch durch ein verchromtes Endstück
auffallenden Auspuffanlage einen sportlich-kernigen Sound.
Innen setzt sich das Topmodell ebenfalls von den preiswerteren
Exemplaren ab. Statt eines verspielten Digitaltachos in Tiefen-Optik
mit gut erkennbaren Ziffern für die Geschwindigkeit,
aber schlecht angeordnetem Drehzahlmesser finden TS-Fahrer
analoge Halbrund-Instrumente mit weißem Hintergrund
vor, was nicht nur einen sportlicheren Eindruck hinterlässt,
sondern zudem Vorteile in praktischer Hinsicht bietet - das
analoge Instrumentarium ist nämlich besser ablesbar.
Der Spitzenversion gleichermaßen vorbehalten bleibt
das elektronische Stabilitätsprogramm. Die geringeren
Ausführungen bieten es nichtmal gegen Aufpreis - ein
Makel, den andere Hersteller auch im Kleinwagenbereich schon
ausgeräumt haben -Toyota sollte es daher noch tun.
Das Interieur trägt jedoch bei allen Motorisierungen
die gleichen Züge. Es ist schlicht, aber dafür aufgeräumt
und mutet qualitativ hochwertig an. Platz ist nicht nur für
die Insassen genügend vorhanden, auch an Gepäck
wurde gedacht. In der Grundkonfiguration dürfen 205 Liter
an Bord; unter Berücksichtigung diverser Umbau-Maßnahmen
lassen sich deren gar 950 mitnehmen.
Ein echter Allrounder ist der Yaris also
zweifellos. Doch zu welchem Preis?
Den finanziellen Einstieg bildet natürlich der 1,0 linea
eco (3-türig) für 10.250 Euro. Schlimmer als die
nackte Grundausstattung ist, dass es für diese Linie
keine Klimaanlage gegen Aufpreis gibt. Die darf erst ab der
mindestens 11.250 Euro teuren "C"-Ausführung
bestellt werden - dann für 1.020 Euro.
Sämtliche Modelle bieten jedoch Front- und Seitenairbags,
Antiblockiersystem, Bordcomputer und sogar eine Radioanlage.
Ganze 500 Euro Aufpreis erfordert das Multi-Mode-Getriebe,
was wiederum erst ab der Ausstattung "Yaris" lieferbar
ist, die der Geldbörse mindestens 11.750 Euro abverlangt.
Die "linea sol"-Modelle liegen zwischen 12.750 Euro
für den 1,0 (3-türig) und 15.000 Euro für den
1,4 D-4D (5-türig). Sie bieten zusätzlich elektrisch
einstell- und beheizbare Außenspiegel, CD-Spieler, elektrische
Fensterheber vorn und eine fernbedienbare Zentralverriegelung.
Wer möchte, kann seinen Yaris für 1.450 Euro mit
DVD-Navigation (ab "C") ausstatten; ferner gibt
es ein manuelles Glas-Schiebe-Hebe-Dach (570 Euro, nicht für
linea eco) und Metallic (340 Euro).
Ein neues Farbprogramm gehört übrigens auch zu den
zahlreichen Detail-Änderungen des aktuellen Jahrgangs.
Fazit:
Der Toyota Yaris geht leicht, aber doch unverkennbar gestärkt
aus der Erfrischungs-Runde. Dabei ist das Wesentliche beim
bereits Guten geblieben - nur wurde es aktualisiert. Das Äußere
ist ein wenig frischer, und die Motoren sind im Hinblick auf
die Abgaswerte hochaktuell (Euro 4). Hervorragende Alltagsqualitäten
sind dem Yaris ohnehin zu eigen - darüber muss nicht
diskutiert werden.
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