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Die
Tage des MR2 sind gezählt wer ihn neu
möchte, sollte bald zugreifen |
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In die letzte Runde
Der Toyota
MR2 startet in die letzte Saison, denn Ende des Jahres wird
die Produktion eingestellt. Schade eigentlich, bietet der
quirlige Zweisitzer doch ein attraktives Stückchen Automobil.
Mehr im folgenden Autotipp.
Toyota ist bekannt für
haltbare Vernunftautos. Sicher, das eine oder andere Modell
mag aus der Reihe fallen Celica und MR2 gehören
wohl dazu. Letzterer zaubert besonders im Frühling ein
Lächeln auf die Gesichter seiner Fahrer, doch nur noch
dieses Jahr ist er für Neuwagenkäufer interessant,
danach schickt der Hersteller seine einzige Oben-Ohne-Offerte
auf das Altenteil. Seit fünf Jahren gibt es den Roadster
inzwischen, und große Qualen bei der Wahl der richtigen
Version hat Toyota die Interessenten hier nie leiden lassen.
Denn angetrieben wurde und wird der aktuelle MR2 ausschließlich
von einem vor der Hinterachse eingebauten 1,8-Liter mit vier
Zylindern und 103 Kilowatt. Die Mittelmotor-Bauweise sorgt
für ein ausgeglichenes Gewichtsverhältnis, was MR-Fahrern
viel Vergnügen in Kurven beschert. Nahezu neutral und
in Windeseile lässt sich der Hecktriebler denn durch
Biegungen jeglicher Art dirigieren; Fahrspaß also ist
eine Eigenschaft, die hier ganz ohne Aufpreis geboten wird.
Und auch nach dem Anbremsen geht es wieder
zügig auf Tempo, denn 140 PS stehen hier lediglich runden
1.100 Kilogramm gegenüber. Genug, um den Sprint von null
auf einhundert Stundenkilometer binnen acht Sekunden zu absolvieren.
Ebenso auf Performance ausgerichtet präsentiert sich
das Fahrwerk es ist mehr straff als komfortabel gehalten,
was aber dem Fahrzeugcharakter durchaus entspricht. Man nimmt
es dem kleinen Toyota nicht übel, wenn die eine oder
andere Querfuge etwas vernehmlicher in den Fahrgastraum tritt.
Dieser Roadster ist Sportwagen durch und durch. Selbst die
Sitzposition stimmt: Tief kauert der Fahrer hinter dem Lenkrad
das ist ein paar Kilometer lang etwas ungewohnt, danach
hat man sich drauf eingestellt. Der Einstieg indessen gelingt
recht komfortabel, genauso geht es auch wieder heraus. Alltagsfähigkeit
ist dem Roadster durchaus beschieden. Zumindest auf fahrerische
Disziplinen bezogen. Wer etwas transportieren möchte,
wird Probleme bekommen, sofern sein Gepäck mehr als 90
Liter Volumen einnimmt.
Längere Urlaubsreisen mit dem MR2 sollten also sorgfältig
durchgeplant werden, auch im Hinblick auf den Koffer-Transport.
Dafür machen offene Fahrten besonders viel Spaß.
Die manuell betätigte Stoffkapuze ist schnell heruntergeklappt
schon weht die frische Brise durch die Wohnstube. Und
das weder zu heftig noch zu schwach, die Insassen erreicht
eine feine Dosis Frischluft.
Fern bleiben ihnen dafür potenzielle Zitterpartien der
Karosserie, was darauf schließen lässt, dass sie
hinreichend verwindungssteif geraten ist.
Neben dem Fahrtwind ist das Triebwerk als weitere, aber angenehme
Geräuschquelle auszumachen. Bis in den mittleren Drehzahlbereich
hält sich der Motor dezent zurück. Wer diesen überschreitet,
erntet einen immer noch kultivierten, aber kräftig schnarrenden
Vierzylinder-Ton.
Aber das muss man schon auskosten, vor allem, wenn man aus
dem dichteren Stadtverkehr auf die freie Wildbahn rollt
in diesem Fall wählt man statt Autobahn freilich besser
die Überlandstrecke. Dann helfen das leicht schaltbare
Sechsganggetriebe und die exakte Lenkung als Mittel zur Bestimmung
der richtigen Querbeschleunigung und geübte Fahrer
können auch schonmal das Gaspedal für die Richtungswahl
missbrauchen.
Kontrastprogramm dann im Innenraum, der so sachlich und trocken
daherkommt, als sei der Roadster eine Familienkutsche. Gut,
weiße Zifferblätter in den Rundskalen lassen auf
eine gewisse Sportlichkeit schließen, doch Oberhand
behält die Funktionalität. Tacho und Drehzahlmesser
lassen sich hervorragend ablesen. Weder Schnörkel noch
Tastensalat trüben die Bedienung; klassische Drehschalter
steuern Heizung und Lüftung an, das Radio liegt knapp
darunter und lässt sich mithin gut erreichen.
Wie ein maßgeschneiderter Anzug sitzt das offene Gefährt
klar, dass es kein Raumwunder darstellt. Gut sitzen
lässt es sich dennoch, allein bei geschlossenem Dach
ist die Kopffreiheit etwas eingeschränkt, wie sollte
es auch anders sein? Aber dieses Problem löst sich im
Sommer im wahren Sinne des Wortes in Luft auf, nämlich
dann, wenn sich das Oberteil ohnehin störend auswirkte.
Ablagen auf dem Armaturenbrett und in den Türen schützen
Kleinkram, der mit auf die Reise geht, vor der Gier des Windes
bei zügiger Fahrt.
In Grenzen hält sich auch die Gier des Herstellers, der
24.700 Euro für seinen offenen Flitzer verlangt. Darin
enthalten sind Airbags, Antiblockiersystem, elektrisch verstellbare
Außenspiegel, elektrische Fensterheber, Leichtmetallräder,
Sportsitze sowie eine fernbedienbare Zentralverriegelung.
Zu empfehlen ist die 1.280 Euro teure Klimaanlage, denn bei
geschlossenem Verdeck heizt sich der Innenraum recht schnell
auf. Ein Navigationssystem ist für 1.445 Euro zu haben;
es bietet dank DVD-Laufwerk die Strassendaten ganz Europas.
Noch mehr Geld ausgeben geht natürlich auch: Sonderlack
(460 Euro), Lederpolster (950 Euro) und Radioanlagen für
490 respektive 565 Euro sind selbstverständlich auch
als Sonderoption in der Liste verzeichnet. Letztere beinhalten
außerdem einen Bordcomputer.
Auf der günstigen Seite steht der Kraftstoffverbrauch
er bewegt sich zwischen sechs und zehn Litern Superbenzin.
Bei gemischter Fahrweise kommt man allerdings kaum über
acht Liter hinaus.
Desweiteren glänzt der Japaner mit langen Wartungsintervallen;
demnach reicht ein Inspektionstermin alle 30.000 Kilometer
oder alle zwei Jahre. Einen Ölwechsel empfiehlt das Werk
jedoch schon alle 15.000 Kilometer oder nach einem Jahr.
Fazit: Der Toyota MR2
ist eine Fahr- und Spaßmaschine für warme Frühlings-
und Sommertage. In Sachen Funktionalität aber ist er
ein echter Toyota, was ihm eine gewisse Alltagstauglichkeit
verleiht. Sein Grundpreis gehört mit unter 25.000 Euro
zu den zahlreichen attraktiven Eigenschaften.
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