Wer Toyotas Celica nachgetrauert hat, darf bald wieder lachen: Im Herbst 2012 wird der große japanische Hersteller, der zuletzt mehr auf sachliche Kost setzte, wieder einen kräftigen Sportler mit kompakten Abmessungen anbieten. Der auf den Namen GT-86 hörende 200 PS-Brocken verliert zur Freude aller Fans wendiger Sportautos gar rund zehn Längenzentimeter im Vergleich zur Celica. Auf der vom 2. bis zum 11. Dezember 2011 abgehaltenen Tokio Motorshow gibt der Hecktriebler sein Weltdebüt.
as wurde aber auch Zeit – endlich wieder ein emotionales Auto von Toyota: Ab Herbst 2012 dürfen Kunden mit Vorliebe für etwas mehr Punch wieder in die entsprechenden Autohäuser strömen. Dann nämlich startet ein mit 4,24 Längenmetern äußerst kompaktes Coupé samt Zweiliter-Boxermotor in den Markt. Ganze 200 Pferdchen bekommt der dynamisch gezeichnete Zweitürer auf die Hinterräder – damit sollten selbst verwöhnte Verkehrsteilnehmer auskommen. Außerdem dürfte der Athlet, welcher in Zusammenarbeit mit Subaru entstanden ist, nicht allzu viel Gewicht in die Waagschale werfen. Plötzlich erklärt sich, warum die vier Zylinder in Boxer-Form angeordnet sind. Toyotas Handschrift manifestiert sich im Kürzel "D-4S" – dahinter steckt jene innovative Technik, die es erlaubt, den Kraftstoff entweder direkt in die Brennräume oder das Saugrohr einzuspritzen in Abhängigkeit vom jeweiligen Betriebszustand des Motors. Mit einer Verdichtung von 12,5:1 ist der quadratisch (Bohrung 86 mm x Hub 86 mm) ausgelegte Otto besonders effizient unterwegs. Viel Drehfreunde (erst bei 7.000 U/Min ist Schluss) kündigen die Verantwortlichen an, was die Vorfreude drastisch ansteigen lässt.
Die Käufer dürfen wählen zwischen einem manuellen Sechsganggetriebe mit kurzen Schaltwegen sowie einer Automatik gleicher Übersetzungsanzahl. Auch das Design kann sich sehen lassen: Eine knackige Front mit schneidigen Scheinwerfern macht den markant herausgearbeiteten Kotflügeln Konkurrenz beim Einfangen interessierter Blicke. Okay, ob der Heckschürzen-Diffusor so ausladend dimensioniert hätte ausfallen müssen, sei dahingestellt. Dafür garantieren interessant gestaltete Rückleuchten für jede Menge Aufmerksamkeit; prägnante Alus im 17-Zoll-Format unterstreichen den sportiven Charakter des 86-GT darüber hinaus. Dieser Tenor wird innen fortgesetzt, wo den Fahrer gleich ein großer Drehzahlmesser anspringt – passend zum Aggregat eben. Ansonsten beherrscht erkennbare Toyota-Architektur das Bild, um alten Marken-Hasen den Umstieg zu erleichtern – beispielsweise jenen Celica-Fahrern, die sehnsüchtig auf das neue Modell gewartet haben. Ein bisschen Karbon, dominant-schwarze Farben sowie rote Sitznähte bekräftigen den drahtigen Touch zusammen mit obligatorischen Alu-Pedalen. Freilich verfügt der Japaner über Antiblockiersystem sowie elektronisches Stabilitätsprogramm, damit der Antriebsstrang auch die richtige Portion aktive Sicherheit bereitstellt.
Fazit: Der Toyota GT-86 ist nach langer Zeit mal wieder ein aktives Spaß-Fahrzeug von Toyota; bei der Zahl haben sich die Verantwortlichen vom Corolla Levin der Serie AE86 inspirieren lassen, deren Anhänger beliebte Rallye- und Rundstreckenautos waren in den Achtzigern. Über den Preis schweigt der Importeur bislang, aber man betont, dass es sich um eine bezahlbare Offerte handeln wird.