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| Kleine Größe: Smart
Roadster-Coupe |
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Grösser, flacher, smarter
Die Firma
Micro Compact Car heißt inzwischen Smart GmbH
aus gutem Grund. Nachdem das nur 2,50 m lange City Coupe,
welches für den Firmennamen maßgebend war, erfolgreich
auf dem Markt platziert ist, schaut sich der kleine Daimler-Chrysler
Ableger in anderen Gefilden um. So bildet der zusätzlich
aufgelegte Smart Roadster die Nummer zwei des im Begriffe
der Erweiterung befindlichen Modellprogramms.
Auf dem Autosektor lautet
die Zählreihenfolge anders: Nach zwei Sitzen und ebenso
vielen Türen folgt das gleiche nochmal, aber freilich
in verändertem Outfit. Dann öffnen sich die Vorhänge
für die große Vier, die ja eigentlich Dritte im
Bunde ist. Wir sprechen über den neuen Forfour, der bald
seiner Bestimmung übergeben werden wird und auch mehr
als einem jungen Liebespärchen platz spenden soll.
Der vorliegende Autotipp allerdings richtet sich an den zweiten,
auch noch taufrischen Smart, an welchen man sich fast schon
gewöhnt haben dürfte. Hie und da ist schonmal einer
zu sehen, und wenn, dann drehen sich Köpfe nicht
etwa, weil man ein unbekanntes fahrendes Objekt enttarnt zu
haben glaubt; vielmehr ist es diese Mischung aus Respekt und
Faszination, aber auch ein wenig Verwunderung über den
Versuch von Smart, ein - nach Klischee ernsthaftes
Automobil auf die Räder zu stellen, ohne einen Deut Ernst
zu versprühen.
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Alter Bekannter:
Innen wie im City-Coupe |
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Wie auch? Die hier behandelte noblere
Version "Roadster-Coupe" bringt es auf 82 PS
und das soll ein Sportwagen sein? Ja, soviel sei vorweggenommen,
es ist einer. Nur 699 ccm Hubraum und drei Zylinder bringen
Staunen in manch fragende Gesichter. Doch der Faktor Design
sorgt dafür, dass zumindest ein erstes Kennenlernen nicht
gleich scheitert. Auch wenn der Roadster eher von der kompakteren
Sorte ist, wirkt er doch sportlich-Muskulös und bietet
somit einen gewissen optischen Reiz wer mit ihm unterwegs
ist und vorbeigehende Passanten beobachtet, merkt das schnell.
Nach dem Einsteigen folgt sogleich der erste Aha-Effekt: Tiefe
Sitzposition wie knackige Rundinstrumente mit erwachsenem
Drehzahlmesser, der nicht wie beim City Coupe
als Zusatzinstrument geordert werden muss, prägen das
Bild; die schlechthin simple, keinesfalls überladene
Innenraum-Anmutung gibt dem Menü Roadster eine puristische
Note. Deren gesamte Komposition ist selbstverständlich
an der klassischen Smart-Designlinie ausgerichtet City-Coupe
Fahrer müssen sich demnach wenig umgewöhnen, sofern
sie umsteigen.
Präziser formuliert steigen sie ab, denn während
der Ur-Smart noch eine perfekte Rundumsicht bei hoher Sitzposition
ermöglicht, präsentiert sich Geselle Roadster als
zunächst autofahrerfeindliches, flaches Brett, das vom
einen oder anderen Gewöhnung einfordert. Man fällt
sozusagen in ihn hinein ein Ass in Sachen Übersicht
ist der kleine Sportler tatsächlich nicht, dafür
indessen eine Fahrmaschine mit hohem Spaß-Faktor: Keine
Spur von der angesichts lausiger 82 Pferdestärken
erwarteten Trägheit. In sämtlichen Lebenslagen
hängt der Dreizylinder gut am Gas, dreht freudig hoch
und treibt den Zweitürer munter vorwärts. Dabei
klingt er markentypisch hell, doch etwas kerniger als die
Coupes.
Ebenfalls so gar keinen Altherrenstil
zeigt der Roadster erwartungsgemäß bei den Fahrwerk-Disziplinen.
Er lenkt in Zick-Zack-Manier ein; ferner vermittelt sein Volant
guten Strassenkontakt, könnte jedoch um die Mittellage
eine winzige Spur exakter rückmelden. Bei kräftigem
Gaseinsatz in engen Kehren treibt das Heck mitunter gegen
den Fahrbahnrand dennoch bleibt der Roadster-Winzling
stets gut beherrschbar. Das serienmäßige ESP lässt
ambitionierten Fahrern recht viel Spielraum, setzt aber dann
doch als letzter Rettungsanker wirkungsvoll
ein. Generell bietet der Nachwuchs-Smart ein großes
Sicherheitspotenzial. Er bleibt dank sportlich-straffer Abstimmung
lange neutral, was ihn im Gegenzug als ungeschminkten, direkten
Kandidaten ausweist, der den Passagieren ein ausgezeichnetes
Bild über die Fahrbahnbeschaffenheit liefert. Zusammen
mit den gut konturierten, nicht minder straffen Sportsitzen
liegt der Hecktriebler in Sachen Performance deutlich über
den Erwartungen mancher Unbedarfter .
Spürbare Verbesserungen bei der
automatisierten Sechsgangbox nämlich in Form verkürzter
Schaltpausen erhöhen das Fahrvergnügen zusätzlich.
Bei soviel Gaudi stellt sich natürlich die Frage, ob
das hier geprüfte Coupe auch praktische Eigenschaften
bietet. Tut es durchaus: Immerhin fassen beide Kofferräume
das Smart Roadster-Coupe kann sowohl vorne als hinten
Gepäck aufnehmen zusammen stattliche 248 Liter.
Damit sollten zwei Personen gut verreisen können. Dank
ansehnlicher Tiefe des Front-Laderaums sind auch Getränkekästen
ohne Schwierigkeiten handelbar. Unter der hinteren Glasscheibe
lassen sich 189 Liter verstauen, wobei das Mitnahmegut in
diesem Fall nicht allzu sperrig sein sollte, um in das recht
flache Abteil zu passen.
Und wie steht es um die Kosten? Keine Frage, der Smart Roadster
ist ein kleiner Premium-Flitzer daran ändern auch
seine überschaubaren Abmessungen nicht viel. So beträgt
der Grundpreis des Roadster-Coupe 19.950 Euro. Dafür
bietet es neben dem Effekt, Blicke auf sich zu ziehen aber
auch eine solide Grundausstattung. Hierzu zählen umfangreiche
Sicherheitsfeatures wie Frontairbags, Antiblockiersystem,
elektronisches Stabilitätsprogramm und Bremsassistent.
Auf der Komfortseite stehen Außentemperaturanzeige,
elektrische Fensterheber, Klimaanlage, Lederlenkrad und Lederschaltknauf,
Leichtmetallräder, Lichtsensor sowie eine fernbedienbare
Zentralverriegelung.
Eine kleine Besonderheit stellt der Anfahrassistent
dar: Weil der Smart an Steigungen sobald das Bremspedal
gelöst wird zurückrollen würde, hält
der Assistent den Druck des Bremskraftverstärkers noch
etwa 1-2 Sekunden aufrecht, so dass man auch an steilen Hängen
bequem von Bremse auf Gas wechseln kann, ohne sich nach hinten
zu bewegen.
Schön wäre, wenn diese Funktion bei Einlegen des
Rückwärtsgangs deaktiviert würde. Beim langsamen
Rangieren führt sie nämlich dazu, dass die Bremse
nach jeder Betätigung etwas länger wirkt als sie
eigentlich soll; somit kann sich das Zurücksetzen schonmal
als unharmonisch entpuppen.
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Rundrum durchgestylt:
Das junge Targa-Coupe
kommt gut an |
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Wer möchte, kann aus dem Smart einen
kleinen Luxusroadster zaubern. Zahlreiche Ausstattungspakete
sorgen gegen Aufpreis für weiteren Komfort: Für
810 Euro gibt es beispielsweise eine Servolenkung, einen Bordcomputer,
Regensensor und Tempomat. Das Sportpaket (1.000 Euro) enthält
Niederquerschnittreifen in den Dimensionen 205 / 45 R 16 inklusive
Sportlenkrad. Ganze 630 Euro sind für elektrisch einstell-
und beheizbare Außenspiegel, Seitenairbags und Nebelscheinwerfer
zu zahlen hier hätte man sich durchaus etwas spendabler
zeigen können. Dafür gibt es beheizte Ledersitze
für akzeptable 750 Euro Aufpreis, und Technik-Fans bekommen
für 1.750 Euro ein Navigationssystem mit Europakarte.
Und dann ist man rasch bei 25.000 Euro angelangt kein
Preis von Pappe, aber für ein attraktives Auto eben auch
zahlbar, so ist der Markt nunmal.
Genügsam zeigt sich der kleine Lifestyle-Schwabe bei
den Trinksitten: Mit sechs Litern Superplus kann man problemlos
über die Runden kommen.
Fazit:
Das Smart Roadster-Coupe ist ein Lifestyle-Gefährt durch
und durch; viele Ahnungslose unterschätzen es jedoch.
Dieser Schwabe ist eine Fahrmaschine mit Allem, was dazugehört.
Jetzt bleibt abzuwarten, ob er an den bis heute anhaltenden
Erfolg des City Coupe anknüpfen wird.
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