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Fahrberichte & Tests
 
Smart fortwo, Front-Ansicht, Innenraum
Smart fortwo, Heck-Ansicht

 

1. Geschniegeltes Armaturenbrett im typischen Smart-Style..

2. Der kurze Stadtflitzer kommt auch bei Ausflügen in die Natur gut an...

3. Hightech an Bord: Das Bildschirm-Navi gibts gegen Mehrpreis...

4. Schicker Vertreter im ultrakompakten Stil – das knallige Grün passt zum sympathischen Hecktriebler...

 

smart fortwo im Test
Smart-Up
Clevere Mobilität muss nicht auf ein Themenfeld – beispielsweise nur City oder ausschließlich Langstrecke – begrenzt sein, der smart fortwo macht es schließlich vor. In urbanen Gefilden bleibt die Knutschkugel nahezu ungeschlagen, wenngleich der Hecktriebler in der aktuellen Generation ein paar Zentimeterchen zulegte gegenüber dem Vorgänger. Weite Touren erledigt er dennoch wacker, und als Diesel ist er so richtig sparsam, aber mitnichten spaßarm. Autotipp.
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er erste smart – anfangs noch City Coupé, später fortwo – war seinerzeit eine Revolution. Klar gab es in der Zeit kurz nach dem zweiten Weltkrieg auch schon winzige Automobilität, die selbst viele heute noch aktive Verkehrsteilnehmer kennen – man denke an Kabinenroller, Isetta und Co. –, aber viele oder vermutlich die meisten Zeitgenossen eben nicht mehr. Im Jahr 1998 war es also wieder so weit: Das 2,50-Meter-Auto rollte zu den Händlern. Demnach hätte es eigentlich sogar quer parken dürfen, denn die Zweieinhalbmeter-Marke überschreiten einige Fahrzeuge gar in der Breite. Doch in der Realität mutierte diese Möglichkeit zum juristischen Grenzfall – während Politessen in einigen Städten gnädig waren, hagelte es in anderen Gebieten kräftig Knöllchen. Beim Nachfolger ist es eindeutig: Mit einer Länge von 2,695 Metern gibt es zwar kaum Privilegien beim Besetzen öffentlichen Parkraumes, aber wahrlich immer eine Lücke. Herrlich – wenn schon Zweisitzer, dann aber bitte auch mit Vorzügen. Damit avanciert der fortwo zum echten Stadtflitzer und sticht fast alle Kleinstwagen des Wettbewerbs gnadenlos aus. Das will ausprobiert werden – also rein in den bürgerlichsten Zweisitzer der Nation. Einsteigen geht schon mal locker von der Hand, da das ungewöhnliche Format mehr Höhe mit sich bringt, als das durchschnittliche Mini-Car aufbieten kann. Angesichts fast 1,6 Metern würden gar Hutträger ins Grinsen verfallen.

 

Dann gleitet der Blick auf die reduziert gehaltenen Instrumente; geglättet und geschniegelt streckt sich das Armaturenbrett dem Betrachter entgegen – und die smart-Philosophie ist geblieben. Kenner der ersten Generation finden sich auf Anhieb zurecht und freuen sich über kleine, aber feine Modifikationen wie beispielsweise das inzwischen verfügbare Handschuhfach. Hübsch in die Architektur integrierte Druckschalter für Sitzheizung & Co. freuen Auge und fördern die Bedien-Qualität. Der perfekt ablesbare Tacho präsentiert sich in der Designsprache moderat weiterentwickelt und wirkt keineswegs fremd. Sein Infodisplay ist gehörig gewachsen (jetzt gibt es gegen 150 Euro Aufpreis auch einen Bordcomputer), die verspielt-sympathischen Aufsteck-Anzeigen für Drehzahl wie Uhr lächeln von oben, während der Hebel des automatisierten Schaltgetriebes ein alter Bekannter ist. Und sonst? Klar, die üblichen Zweisitzer-Gefühle kommen auf: Nach hinten – Kopf schnell herumgedreht – kommt außer der Scheibe nicht mehr viel, liebe Passagiere, das Auto endet hier. Das tut dem Raumeindruck keinen Abbruch, man wird freundlich aufgenommen, wenngleich der Platz zu den Seiten hin natürlich begrenzt ist. Dennoch sind weite Reisen über viele hundert Kilometer mit der kleinen Kugel problemlos möglich, ohne über Gebühr zu erschöpfen.

 

Straffes, aber kommodes Gestühl erstickt den Verdacht der Minimal-Lösung im Keim und kredenzt durchaus einen gewissen Sitzkomfort für verschiedene Einsatzzwecke. Orientierungslose dürfen längst auf ein sauber eingepasstes Bildschirm-Navigationssystem zurückgreifen, das in der Routenführung einwandfrei arbeitet; eine kleine Schwäche ist der Bildschirm – während eines Telefonats mit der Freisprecheinrichtung gibt er die Karte partout nicht frei, lediglich Fahrempfehlungen werden kurz vor dem entsprechenden Streckenpunkt eingeblendet. Aber wie steht es um das kleine Herz des fortwo? Im Falle des Dreizylinder-Diesels – wie in dieser Abhandlung Thema – gibt es ein paar Pferdchen mehr als ursprünglich: Mit 54 PS muss man auskommen, was bei unter 800 kg Leergewicht keine allzu großen Opfer verlangt. In urbanen Gefilden huscht der Zweitürer quirlig von Ampel zu Ampel – schön, dass das Kupplungspedal entfällt. Es gibt übrigens einen Gang weniger als früher, was in der Praxis indes kaum auffällt. Nach wie vor gilt trotz etwas schnellerer Übersetzungswechsel: Fein, dass der Automatikmodus existiert (je nach Version 310 Euro Mehrpreis), aber manuelles Schalten sorgt für einen harmonischeren Fahrbetrieb. Ach ja, das Verwandtschaftsverhältnis zwischen Vorgänger und Nachfolger verrät der Selbstzünder anhand seines Sounds.

 

Etwas kernig, aber höchst sympathisch startet der mit 0,8 Litern Hubraum unveränderte und noch immer kleinste Diesel-PKW in den Tag; nach Erreichen der Betriebstemperatur – was schnell geht – wird das Triebwerk milder im Tonfall, aber produziert noch immer die charakteristischen Geräusche, mit deren Hilfe der kürzeste Hecktriebler auf dem Markt eindeutig zu identifizieren gelingt. Apropos Abmessungen – natürlich geht auch der Radstand mit 1,867 m als rekordverdächtig durch, wie federt der fortwo demnach? Klare Sache, Dämpferkomfort war und bleibt beim smart eine sensible Angelegenheit – macht aber nichts, das Kapitel "Fahrwerk" ist schlicht nicht seine Disziplin. Besonders schlechte Straßen erleben die Insassen sicherlich intensiver als in großen Limousinen, damit kann man aber gut umgehen; langwellige Patzer entschärfen die Federn naturgemäß gründlicher. Dafür witscht die Kugel mit der leichtgängigen Servolenkung (460 Euro) auf Wunsch behände durch Kurven, obwohl empfindliche Beifahrer rasch protestieren dürften, denn Fahrdynamik spürt man hier ebenfalls recht intensiv. Auch der Wind findet Gefallen an dem kleinen Gefährt – mit Vorliebe reißt und zerrt er daran herum. In solchen Situationen gilt: Einfach den Volant gut festhalten und durch – passieren kann eh nicht viel. Für einen Rekord gut ist neben dem Radstand außerdem der Wendekreis von 8,75 Metern – besser kann man in der Stadtmitte kaum aufgehoben sein.

 

Ab 12.010 Euro gibt es den smart fortwo CDI – dann aber wirklich ganz pur mit der Ausstattungslinie "pure". Serienmäßig an Bord sind Antiblockiersystem, Außentemperaturanzeige, Frontairbags, elektronisches Stabilitätsprogramm sowie Zentralverriegelung inklusive Funkfernbedienung. Die 1.610 Euro teurere Pulse-Version bietet darüber hinaus elektrische Fensterheber, ein großes Panoramadach und Leichtmetallräder. Etwas luxuriöser wird es mit dem "Passion" – dieser beinhaltet für 590 Euro Mehrpreis auch noch eine Klimaanlage und spezifische optische Merkmale (beispielsweise Akzentteile wie Polster). Für Kunden mit dem Wunsch nach weiteren Annehmlichkeiten hat smart freilich etwas in der Hinterhand: Ab 325 Euro liefert der Hersteller einen Tempomat, für 310 Euro wandern Regensensor inklusive elektrisch einstell- und beheizbarer Außenspiegel in den fortwo. Freies Sprechen per Bluetooth funktioniert gegen 378 Euro Zusatzkosten. Das Navigationssystem gibt es für 995 Euro – ein Radio ist inbegriffen, während der alleinige Beschallungsapparat lediglich 420 Euro verschlingt. Die Soundqualität lässt sich ab 370 Euro verbessern; 290 Euro kosten Seitenairbags, und für eine Servolenkung werden 460 Euro fällig.

 

Fazit: Der smart fortwo ist nahezu ungeschlagen in der Stadt; schön, dass die zweite Generation des ursprünglichen Konzepts mit gehöriger Authentizität glänzt. Und bei Bedarf lässt sich der Zweitürer ohne Probleme auch mal auf weiten Strecken einsetzen – der 54 PS starke Commonrail-Diesel ist überdies sparsam und kräftig genug, um den smart nicht zum Hindernis auf der Straße avancieren zu lassen.



 
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