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Manchmal
enden Geschichten schneller als sie beginnen oder
gar davor. Der Smart ForFour ist so ein Fall.
Er fiel einem harten Sanierungsprogramm des DaimlerChrysler-Konzerns
zum Opfer. Nun ist die Marke wieder dort gelandet,
wo einst alles begann: Smart meint gleichermaßen
zwei Türen und ebenso viele Sitzplätze.
Die Bedeutung des einstigen Slogans reduce
to the max ist zwar längst vergessen
und Geschichte, doch wieder hochaktuell.
Eigentlich schade, denn der viertürige ForFour
hatte gegenüber dem Wettbewerb einen glatten
Mehrwert. Er verkörpert das Jugendliche und
den Lifestyle, beides Dinge, die den meisten Kleinwagen
abgehen. Er ist ganz klar ein Verwandter des ForTwo:
Das Interieur-Design spricht die gleiche Sprache,
wobei einige kleine Details die Liebe zur Perfektion
vermissen lassen. Warum mutet der Innenspiegel
so trist an wie in einem zehn Jahre alten japanischen
Kleinwagen? Und ob die Smart-Klientel beim Blick
auf die Mittelkonsole an die Mercedes E-Klasse
erinnert werden möchte, sei ebenfalls dahingestellt.
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| Der
stärkste Smart ist sichtbar sportlich... |
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Wie auch immer unterm
Strich bleibt der ForFour ein peppiges Fahrzeug,
das sich ganz eindeutig in die Smart-Familie einordnen
lässt. Obendrein gibt es ein recht großzügig
geschnittenes Interieur, in dem vier Personen
selbst längere Strecken bequem zurücklegen
können. Der Fond bietet hinreichende Beinfreiheit,
sogar Personen jenseits der 180 cm Länge
sitzen kommod Menschen mit langem Oberkörper
machen eher Kontakt mit dem Dach, statt über
Schulterfreiheit zu klagen.
Was erwartet den Fahrgast außerdem? Da wäre
ein gegenüber den schwächeren Modellen
aufgewerteter Innraum mit Brabus-gerechten Details:
Der lederne Schaltknauf liegt satt in der Hand,
das ebenfalls mit feiner Rindshaut bezogene Lenkrad
in speziellem Design wirkt sportlich. Hinzu kommen
zahlreiche Brabus-Schriftzüge,
damit der unbedarfte Mitfahrer auch ja weiß,
in welchem Vehikel er unterwegs ist. Von außen
gelingt die Identifikation etwas leichter
dafür sorgt eine ganze Menge schmückendes
Beiwerk.
Breite Schweller, knackige 17-Zöller und
angepasste Schürzen lassen die Herzen sportlich
orientierter Fahrer höherschlagen. Der Heckspoiler
trägt dagegen nicht dick auf, zeichnet indessen
für stärkeren Abtrieb verantwortlich.
Denn der Brabus-Smart hat es in sich: Ganze 177
Pferdestärken zerren an den Vorderrädern
da ist es mit härteren Federn allein
kaum getan.
Über solche verfügt der stärkste
Seriensmart aller Zeiten freilich auch; zusammen
mit einer tiefer kauernden Karosserie wird er
zum Kurvenfresser. Seitenneigung? Fehlanzeige.
Dieser ForFour geht durch Kurven wie das heiße
Messer durch die Butter, wer etwas Schlupf riskiert
die kleine Limousine bleibt gutmütig.
Im schlimmsten Falle deutet der Bug gen Kurvenrand
und bremst die Fuhre ein, das serienmäßige
und wirkungsvolle Stabilitätsprogramm steht
zusätzlich bereit. Perfekt wäre die
Gesamtabstimmung, wenn die Lenkung bei schneller
Fahrt eine Nuance weniger Servounterstützung
erhielte eine etwas straffere Auslegung
hätte ihr durchaus gut getan.
Doch damit kann und muss man leben, denn der Hersteller
wird leider nicht mehr korrigierend eingreifen.
Übrigens kann sich nicht nur die Querbeschleunigung
sehen lassen. Wer angesichts 1,5-Liter Hubraum
denkt, im Verkehr tauge dieser Smart lediglich
für einen Zwergenaufstand, irrt gewaltig.
Schon bei niedrigen Drehzahlen macht der Turbo
dem kleinen Vierzylinder Beine, dass es nur so
kracht. Die angeblichen 6,9 Sekunden, welche laut
Werk bis 100 km/h vergehen, scheinen absolut realistisch.
Selbst jenseits der 180 Stundenkilometer schiebt
der Benziner noch merklich an, verliert aber naturgemäß
an Kraft, bis sich die Tachonadel irgendwo weit
hinter der 210er-Marke einpendelt. Das kräftige
Spurtvermögen ist neben dem günstigen
Leistungsgewicht auch der kurzen Getriebeübersetzung
zu verdanken. Dennoch erweist sich der kleine
Flitzer nicht als Säufer: Unter neun Liter
pro 100 km sind selbst bei forcierter Fahrweise
drin, wer sich zurückhält, erreicht
gar eine Sechs vor dem Komma.
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| Nur
der Brabus trägt Doppelrohr... |
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Die letzte Smart-Preisliste
weist 21.950 Euro für den schnellsten ForFour
aus dafür gibt es neben jeder Menge
Power Antiblockiersystem, Front- und Seitenairbags,
Bordcomputer, elektrische Fensterheber vorn, Klimaanlage,
Leichtmetallräder, Panoramadach sowie Zentralverriegelung
inklusive Funkfernbedienung.
Ab Werk bestellbar ist der ForFour nun nicht mehr,
wer in seinen Genuss kommen will, muss auf Lagerfahrzeuge
zurückgreifen. Da dürften sich einige
luxuriös ausgestattete Exemplare tummeln
denn auf Wunsch gab es den Kleinwagen beispielsweise
mit dem Command-System von Mercedes, das nicht
zuletzt eine DVD-Navigation enthält.
Das Aus für den praktischen Smart kam überraschend
schade, denn er stand der kleinen Marke
gut zu Gesicht. Das mögen die meisten Kunden
anders gesehen haben. Dafür winkt der Viertürer
jetzt mit günstigen Kursen, und wer sich
den größten Smart als Brabus zulegt,
darf mit der Gewissheit leben, ein ganz schön
exklusives Stückchen Automobil zu fahren.
Fazit: Der
Smart ForFour Brabus gehört wohl zu den schnellsten
und sportlichsten Kleinwagen auf der Straße.
Wer ihn als Neuwagen kaufen möchte, muss
sich beeilen, denn die Produktion des Viertürers
wurde im Sommer dieses Jahres eingestellt. Konfigurierbar
ist der Kleinwagen nicht mehr, doch der Markt
dürfte noch einige gut ausstaffierte Exemplare
feilbieten.
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