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| Verspielt
und jugendlich: Der Smart Forfour |
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Pop is beautiful
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kaum einen flippigeren Kleinwagen als den Smart ForFour. Dieser
frech gestylte Viertürer zieht selbst ein gutes Jahr
nach seiner Markteinführung noch Blicke auf sich. Im
Visier die besonders sparsame Version mit 1,5-Liter Dieselmotor.
Es hätte so schön werden können. Aus
dem Einzelgänger, dem einstigen City Coupé für
trendige Städter, sollte gleich eine ganze Familie werden
samt Roadster für Frischluft-Verliebte Singles, einem
Geländegänger und dem Viersitzer, der zusammen mit
dem kleinen Sportflitzer letztlich eingeführt wurde.
Doch leider ging die Rechnung nicht auf, denn es fehlte das
Kundeninteresse. Die Konsequenz besteht in der Einstellung
des Roadsters und der Streichung sämtlicher Pläne
zur Erweiterung des Modell-Programms.
Immerhin bleiben ForTwo sowie Forfour der Welt erhalten; alles
andere wäre auch ein Verlust. Schließlich kommt
man an der viersitzigen Smart-Version kaum vorbei, wenn man
dem spießigen Kleinwagen-Öd entfliehen will, andererseits
aber bekunden möchte, dass man genau nicht auf Gucci
oder Versace steht. Smart-Fahrern steht Diesel oder Swatch
einfach besser zu Gesicht. Und auch der ForFour kommt entsprechend
durchgestylt bis in den letzen Winkel, modern und etwas verspielt,
daher.
Die Außenhaut zitiert den kleinen
zweisitzigen Bruder, wo sie nur kann: Das beginnt bei den
Lufteinlässen in der Frontschürze, geht über
ein stilsicheres Layout der Scheinwerfer sowie Schlussleuchten
und endet noch lange nicht bei den typisch geformten Schwellern
und Radhäusern. Ferner sorgen unzählige Details
wie beispielsweise charakteristisch gezeichnete Türgriffe
oder Außenspiegel für einen waschechten Smart-Look.
Dass der Mitsubishi Colt auf der gleichen Plattform basiert,
ist kaum erkennbar.
Allein innen wird die Markenidentität ein wenig verwässert.
Radio-Bedienelemente aus der E-Klasse, Lüftungsregler
wie im Colt immerhin, mit der ergonomisch sinnvollen
Anordnung kommt man sofort gut zurecht.
Ein Blick auf die Rundanzeigen für Tacho und Drehzahlmesser
sollte die Fans des Labels dann wieder beruhigen denn
sie tragen eindeutig die Smart-Handschrift. Der Rest des Interieur
übrigens auch. Flippige Farben an Polster und Armaturen
tun was für die Popkultur in der Wohnstube. Und nicht
nur die, schließlich fügen sich die Oberflächen
im Plastik-Look ebenso gelungen in den Stil jugendlicher Architektur
ein.
Doch die Passagiere erwarten neben frohen Farben auch jede
Menge Eigenschaften, welche den Fahrgastraum zum attraktiven
Aufenthaltsort selbst auf längeren Strecken machen. Zu
ihnen gehören nicht zuletzt großzügige Platzverhältnisse
vorn und hinten. Und damit die fünfte Person gar nicht
erst auf die Idee kommt zu nörgeln, ist die Rücksitzbank
ab Werk lediglich für zwei Insassen zugelassen, so rückt
sich hinten niemand zu nah auf die Pelle. Wer vorher weiß,
dass er häufig zu fünft unterwegs ist, bestelle
eine Bank mit drittem Platz inklusive Dreipunkt-Gurt und Kopfstütze
(165 Euro).
Straff ausgelegte Sitzpolster versprechen eine angenehme Verweildauer
im größten Smart der Welt. Und die Frage, ob lange
Menschen im Fond auch genügend Beinfreiheit vorfinden,
beantwortet eine serienmäßig (alle Modelle) vorhandene
Verschiebemöglichkeit für das Gestühl in der
zweiten Reihe. Schlimmstenfalls sind von den 268 Litern, die
der Kofferraum in der Grundkonfiguration fasst, ein paar Literchen
abzuknapsen. Dass Gepäck zurückgelassen werden muss,
dürfte indessen selten vorkommen. Für etwaige Großeinkäufe
lässt sich die hintere Lehne freilich umklappen; in diesem
Fall können gar knapp eintausend Liter mitgenommen werden.
Weitere praktische Details wie eine umklappbare Beifahrersitz-Lehne
(195 Euro) und zahlreiche Ablagen erleichtern das tägliche
Zusammenleben mit dem ForFour. Bleibt zu klären, wie
er sich im Strassenverkehr schlägt, womit der Antrieb
schon auf der Tagesordnung steht: Das Testfahrzeug war mit
dem Basisdiesel ausgestattet, ein dreizylindriger Common-Rail
mit 1,5 Litern Hubraum und immerhin 68 PS. Damit wird aus
dem Smart zwar keine Kanonenkugel, aber doch ein ansehnlich
motorisiertes Gefährt, das durchaus vielseitig einsetzbar
ist. Serienmäßig gelangt die Kraft über ein
Fünfgang-Schaltgetriebe; wer das automatisierte Sechsganggetriebe
aus dem ForTwo hingegen vermisst, darf es selbstverständlich
bestellen, sofern er zusätzliche 550 Euro ausgibt. Jenes
System ist im Vergleich zu den frühen Ausgaben erheblich
verbessert worden, was sich in deutlich kürzeren Schaltpausen
sowie sinnvollen Zusatzfunktionen wie beispielsweise der simulierten
Kriechneigung manifestiert. Dank früh anliegendem Drehmoment
erlaubt der kleine Diesel ohnehin schaltfaules Fahren. Ganze
160 Nm stellt der Dreizylinder schon bei 1.600 Touren bereit.
Recht gelassen verhält sich der Viertürer denn auch,
wenn man ihn voll beschleunigt knapp 14 Sekunden vergehen
bis 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 160
Sachen.
Ab 14.450 Euro ist der Einsteigerdiesel
erhältlich als Basis-Modell "Pure".
Serienmäßig sind Sicherheitsfeature wie Front-
und Seitenairbags, Antiblockiersystem sowie das elektronische
Stabilitätsprogramm. Für Komfort sorgen elektrische
Fensterheber vorn und eine fernbedienbare Zentralverriegelung.
Radio und Klima schlagen mit insgesamt 1.500 Euro extra zu
Buche, damit dürfte der Hardcore-Smartfan zufrieden sein.
Wer es luxuriöser mag, kann bis zu 2.500 Euro für
ein Bildschirm-Navi, 300 Euro für eine Freisprechanlage,
270 Euro für Sitzheizung und 700 Euro für ein großes,
elektrisches Glas-Schiebedach ausgeben. Ferner bietet der
Hersteller ein Komfort-Paket an, das elektrische Fensterheber
auch hinten und elektrisch einstell- wie beheizbare Außenspiegel
enthält (580 Euro). Um die Sicherheit zu verbessern,
sollten auch Windowbags (270 Euro) und das Sichtpaket (230
Euro) mit einem Regensensor sowie einer Scheinwerfer-Reinigungsanlage
nicht fehlen.
Das elegante, mit 16.830 genau 2.380 Euro teurere Topmodell
"Passion" bietet neben einer Klimaanlage auch Leichtmetallräder
und Nebelscheinwerfer frei Haus.
Richtig günstig ist im Gegensatz zur Anschaffung der
Kraftstoffkonsum des Commonrails. Legt man es drauf an, sind
sogar unter vier Liter Diesel auf 100 km Strecke drin
eindrucksvoller kann das Schlusswort kaum ausfallen.
Fazit: Der ForFour ist
ein waschechter Smart und somit einer der wenigen Vertreter
im Kleinwagensegment, welcher der Lifestyle-orientierten,
jungen Käuferschicht zusagen dürfte. Ein Sonderangebot
stellt er nicht gerade dar so ist das eben bei Image-trächtigen
Produkten. Allerdings bekommt der Kunde ein ordentlich verarbeitetes
Stück Automobil, das zudem jede Menge Spaß bietet.
Und ein Hingucker ist dieser Viertürer sowieso.
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