spacer

spacer
DRIVERSNET.DE - Das Auto-Mag für gay urban trendsetter. Themen: Auto, Tests, Fahrberichte.
Home Fahrberichte & Tests QD-Spot Technik Young n Old Galerie Vorschau Auto-Test-Archiv
spacer
spacer spacer
 
Fahrberichte & Tests
 
Skoda Superb Combi V6 Innenraum, Front-Ansicht
Skoda Superb Combi V6 Heck

1. Der Superb verwöhnt seine Insassen mit einem wertig verarbeiteten Innenraum...
2. Vor harter Arbeit schreckt der V6-Kombi keineswegs zurück...
3. Shopping auf der Flaniermeile – kein Thema, große wie kleine Ladegüter finden problemlos ihren Platz und werden bei Bedarf angemessen gesichert...
4. Ein optionales Panorama-Glasdach spendet eine Menge Licht...

 

Skoda Superb Combi im Test
Die Kombi machts
Wer hat Angst vorm Sechszylinder? Skoda Superb V6-Fahrer jedenfalls nicht, und um all jenen, die genau das vielleicht werden wollen, aber angesichts sämtlicher Downsizing-Diskussionen noch skeptisch sind, diese Angst zu nehmen, will der folgende Autotipp potenzielle Vorurteile aus dem Weg räumen: Ein bisschen mehr Hubraum bedeutet nämlich lange keinen überbordenden Verbrauch, dafür aber Fahrkultur in Reinform. Wenn auf dem Fahrgestell auch noch ein Kombi aufbaut, gibt es obendrein viel praktischen Nutzen.

Die "automobile Stimmung" und damit letztlich auch die Lust auf fette Antriebe verläuft zyklisch: Der wirtschaftliche Aufschwung nach dem zweiten Weltkrieg hat uns Kaliber wie den Mercedes 600 (W100) beschert. Dann die Ölkrise der Siebzigerjahre – das PS-Wettlaufen vor allem der amerikanischen Autos fand ein Ende; die Katalysatortechnik wurde in den USA populär, und elektronisch gesteuerte Gemischaufbereitungssysteme kamen immer häufiger zum Einsatz. Ein Jahrzehnt später – die Ölkrise schien vorbei – ist Abgasreinigung auch in Europa ein großes Thema, die Motorleistung steigt derweil wieder an. Nach einer kleinen Leistungsdelle Ende der Neunziger steigen die PS-Werte drastisch an – bis heute. Trotz CO2-Reduktions-Wettbewerbs werden die Pferde keineswegs in den Stall geschickt – ganz im Gegenteil. Aber der Hubraum schwindet, und die Zylinderzahl schrumpft. Dabei geht es nicht allein um Prestige, sondern genauso um Laufkultur und Klangbild. Okay, auch Vierzylinder sind in der Lage, einen schönen Sound zu produzieren – aber so richtig sahnig laufen nur die Aggregate mit ein paar Pötten mehr. Freilich gilt das in vollendeter Form ausschließlich für Benzinmotoren. Glücklicherweise halten einige Hersteller solche Offerten auch gegen den Trend in der Hinterhand, damit die Fans nicht nach Hause geschickt werden müssen. Skoda ist einer davon; der Superb V6 verteilt seinen Hubraum auf ein halbes Dutzend Töpfe, die sich besonders kompakt im 15-Grad-Winkel formieren.

 

Diese Konstruktion geht auf die frühen 90er zurück – der Golf III trug das geschickt gepackte Herz erstmals unter der Haube und bescherte dem Segment seinerzeit wohl den komfortabelsten Antrieb. Inzwischen haben die Techniker das Triebwerk ordentlich modernisiert – Direkteinspritzung sowie Vierventiltechnik gehören dazu – und die Maße so verändert, dass stattliche 3,6 Liter Volumen dabei herauskommen. Aber Sauger ist er bisher geblieben, der mittlerweile zum Powerbrocken mutierte VR. Das merkt man ihm auch an: Erst luftholen, dann ausholen – die Drehzahl steigt und reißt den edlen Laster zunächst moderat, dann immer bissiger nach vorn. Alles schön linear – so ist das ohne Turbo. Dabei entweichen verschiedene Lautarten aus Richtung Haube, je nach Touren-Lage unspektakulär, manchmal sonor (man hört den Sechszylinder einfach heraus) oder auch leicht kehlig, wenn denn unbedingt mal ausgedreht werden soll. In diesem Falle erklimmt der Tscheche recht stürmisch hohe Tempo-Bereiche, um die bösen Hintermänner der rauen Straße hinter sich zu lassen. Es sind eben doch 260 PS, die sich bemerkbar machen. Und 350 Nm Drehmoment – abrufbar zwischen 2.500 und 5.000 Umdrehungen, keine schlechte Sache. Damit das Lenkrad von Antriebseinflüssen frei bleibt, helfen auch die hinteren Pneus beim Kraftübertragen.

 

Per schnell reagierender Haldex-Kupplung wird das Drehmoment bedarfsgerecht zwischen den beiden Achsen verteilt, was die Fortbewegung mit dem stärksten Superb auch bei Nässe oder anderen widrigen Fahrbahnbedingungen recht entspannt gestaltet. Für Entspannung garantierten natürlich ebenso die automatischen Übersetzungswechsel: Obligatorischerweise steht ein Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe bereit, um stets ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Drehzahl und Geschwindigkeit möglichst ruckfrei herzustellen. So entsteht ein luxuriöses Fahrgefühl – für lange Strecken scheint der große Skoda prädestiniert. In der Fahrgastzelle bleibt es bei nahezu jeder Geschwindigkeit angenehm leise; wer viel auf der schnellen Piste unterwegs ist, erlebt den topmotorisierten Tschechen außerdem von seiner wirtschaftlichen Seite: Um Richtgeschwindigkeit herum lässt sich in puncto Verbrauchsdisziplin locker eine Acht vor dem Komma realisieren – das können sogar deutlich schwächere Benziner mit weniger Zylindern nicht zwingend besser. Also nur keine Angst vor dieser Maschinenform. Dass sich das Bild bei forciertem Gaspedal-Umgang ändert, erfordert keine prophetischen Fähigkeiten – ein bisschen Fahrspaß kostet nunmal Geld. Allerdings animiert die Spitzenversion eher zur gelassenen Gangart – diese Richtung unterstützt auch das mild abgestimmte Fahrwerk.

 

Klar bereitet der Skoda auf Landstraßen Freude, er verleitet jedoch nicht zum limitnahen Umgang. Mit den Limits ist das beim Superb ohnehin so eine Sache – zum Beispiel hinsichtlich des Platzangebots. Da die erste Generation ja im Grunde ein verlängerter China-Passat mit Skoda-Emblem und entsprechend angepassten Anzeigeskalen war, gab es massig Beinfreiheit im Fond. Keine Frage, dass dieser Anspruch auch bei der zweiten Auflage erfüllt werden musste, was übrigens für Combi wie Limousine gleichermaßen gilt. Also her mit den groß gewachsenen Personen und immer schön hinten einquartieren, die werden sich über das kommode Plätzchen freuen. Und noch mehr, wenn sie beim Aussteigen im Regen unverhofft einen Schirm vorfinden, der jederzeit griffbereit im Fach liegt – ein sympathischer Gag, welchen schon Superb-Erstkäufer kennen und schätzen lernen durften. Für noch dringlichere Fälle existiert gar eine Taschenlampe an Bord. Aber mal ehrlich: Den Chauffeur-Wagen gibt der Osteuropäer nicht her – zu bodenständig, zu volksnah, selbst mit sechs Töpfen. Außerdem sitzt man vorn wirklich fein auf den konturierten Sesseln und genießt den Ausblick auf das hervorragend verarbeitete Interieur in bester Konzern-Qualität. Mal ganz nebenbei bemerkt bietet der Kombi satten Nutzwert und zählt mit einem Gepäckraumvolumen von 1.835 Litern bei umgeklappten Sitzen zu den beiden Anführern dieser Disziplin.

 

Obendrein ist das Preis-Leistungsverhältnis vorzüglich: Ab 35.450 Euro liefert Skoda seinen stärksten Superb Combi in der Ambition-Ausführung aus und gibt den Kunden Antiblockiersystem, die volle Airbag-Ausrüstung, elektrisch verstell- wie beheizbare Außenspiegel, Bordcomputer, elektrische Fensterheber rundherum, Klimaautomatik, Leichtmetallräder, Parkpiepser hinten, Radio mit CD-Spieler, Regensensor, elektrisches Stabilitätsprogramm sowie Zentralverriegelung samt Fernbedienung auf den Weg. Gegen 2.000 Euro Mehrpreis rollt der noble Transporter als "Elegance" vom Hof und glänzt über die Grundzutaten hinaus mit einem automatisch abblendenden Innenspiegel, Sitzheizung wie Tempomat. Keineswegs fehlen sollten Dinge wie Navigationssystem (ab 500 Euro), schlüsselloses Schließsystem (390 Euro) und Bi-Xenonscheinwerfer mit variabler Lichtverteilung für 975 Euro. Lederpolster (ab 1.840 Euro) und elektrisch verstellbare Sitze (350 Euro) machen den Superb noch einen Hauch feiner; Technikfreaks sollten zum automatischen Einparksystem (510 Euro) greifen und sich vielleicht die elektrische Heckklappe (340 Euro) gönnen. Für Sonnenanbeter empfiehlt sich das 1.095 Euro teure Panorama-Glasdach – es spendiert einfach einen herrlich lichtdurchfluteten Innenraum und könnte auch Morgenmuffeln helfen, schneller in die Gänge zu kommen: womöglich auf der morgendlichen Fahrt in die Firma?

 

Fazit: Es gibt sie noch, die schönen Sechszylinder-Benziner mit dem cremigen Antriebsstrang – durchaus auch diesseits der teuren Labels. Mit dem Skoda Superb Combi 3,6 V6 4x4 kredenzt der tschechische Hersteller ein wahres Multifunktionswerkzeug mit hervorragenden praktischen Eigenschaften, guten Fahrleistungen, einem luxuriösen Touch sowie überdurchschnittlicher Traktion.



 
Neu im Mag
spacer spacer spacer spacer spacer spacer spacer

Des Diesels
Macht

Mit dem Grand C-Max 1,6 EcoBoost bündelt Ford maximalen Nutzwert, Fahrspaß... >>MEHR
Ford Grand C-Max Seite
spacer
Land Cruiser V8 im Test

Des Diesels
Macht

Der Toyota Land Cruiser V8 gehört zu den wenigen Under-
statement... >>MEHR
Toyota Land Cruiser V8 Front
spacer

Kompakt ganz
anders

Untere Mittelklasse jenseits von Golf & Co. gefällig? Dann könnte der Honda... >>MEHR

 

Honda Civic Front
spacer
M&M
Mit den beiden Modellen M135i und M550d Touring hat BMW einen genialen Schachzug ausgeführt... >>MEHR
BMW 1er M135i Front
spacer spacer spacer spacer spacer spacer spacer
spacer
spacer
spacer spacer
spacer

Aktuelle Nachrichten, neues vom Genfer Automobilsalon, der Detroit Autoshow, und Berichte aus Auto, Motor, Technik, Umwelt, Mode, Trend, Lifestyle, Queer und Gay. Im Online-Artikelarchiv auch kostenlos recherchierbar. Dazu News, Fahrberichte, Tests, Videos, Bilder, Termine und exklusive Interviews aus allen Bereichen des Autos von der DRIVERSNET-Redaktion.


FAHRBERICHTE & TESTS
| TECHNIK | ALTERNATIVE ANTRIEBE | GAY TREND & LIFESTYLE | VIDEOS | ALLE AUTO-TESTS

 
SENFKOMM wort/bild GmbH