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elegant: Der Superb |
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Superbe Leistung
Mit dem
Skoda Superb erhält der Kunde die Option auf eine preiswerte
obere Mittelklasse, die durchaus viel Platz und Komfort bereithält.
Im folgenden Autotipp rückt die Version mit dem 2,5-Liter-V6-Diesel
in den Mittelpunkt der Betrachtung.
Keine Frage, die gehobene Mittelklasse gehört
schon zu den besseren Segmenten, wenngleich deren Vertreter
im Alltag recht häufig anzutreffen sind. Diesen Trend
untermauert auch die Zulassungsstatistik: Während die
Fahrzeuge der darunter rangierenden Mittelklasse gute 17 Prozent
des Gesamtmarktes ausmachen, beträgt der Anteil jener
luxuriöseren Vertreter am Tore der Oberklasse nichtmal
sechs Prozent.
Skoda hat seit 2002 einen entsprechend nobel gerüsteten
Top-Liner im Programm, der mit Hilfe eines simplen Kniffs
entstand.
Die tschechische Tochter bedient sich der Plattform des Vorgänger-Passats,
allerdings handelt es sich hier um die verlängerte China-Version
mit fürstlichem Raumangebot im Fond. Somit taugt der
Superb gar als Chauffeur-Limousine, denn die hinten gebotene
Beinfreiheit übertrifft jene sämtlicher Wettbewerber-Modelle.
Doch es geht auch vorn nicht gerade eng zu, im größten
Skoda dürfen sich alle Insassen rundherum wohlfühlen.
Und das nicht nur wegen des großzügigen Raumes,
sondern auch wegen der soliden Materialverarbeitung.
Die Muttergesellschaft Volkswagen sorgt
dafür, dass auch ja nichts klappert und rappelt. Ebenfalls
vom Passat stammt das Layout der Innenarchitektur. Hier bekommt
der Betrachter schlichte und zeitlose Kunst; das Instrumentarium
fällt aufgeräumt aus. Probleme mit der Bedienung
sind ebenso fern wie Protz und Prunk. Dafür gibt es die
eine oder andere praktische beziehungsweise komfortable Lösung
wie zum Beispiel ein klimatisiertes Fach in der Armlehne und
das sogenannte Footboard. Diese keinesfalls für alle
Varianten lieferbare Einrichtung ermöglicht, den Mittelteil
des Beifahrersitzes herauszuklappen, so dass der hinten rechts
verweilende Fahrgast seine Füße während der
Fahrt bequem hochlegen kann.
Nicht weniger skurril mutet der Regenschirm an, welchen zumindest
alle Kunden der Comfort-Ausstattungslinie in einem Fach der
hinteren Tür vorfinden perfekter Service also
für alle Fälle.
Derartige Nettigkeiten verschaffen der hierzulande nicht unbedingt
zum Strassenalltag gehörenden, gestreckten Limousine
zweifellos Sympathiepunkte.
Der in diesem Fall noble Dieselantrieb vermag dies größtenteils
auch. Im Gegensatz zu den Basis-Selbstzündern, die durchweg
nach Pumpe-Düse-Verfahren arbeiten, sorgt die gute alte
Verteiler-Einspritzpumpe beim V6 für die Bereitstellung
des Gemischs. Rein formal ist das kein Problem der
Sechszylinder erfüllt die Euro-4-Abgasnorm und schlägt
sich mit runden acht Litern Verbrauch wacker. Die Leistung
ist ebenfalls nicht von schlechten Eltern: Ganze 163 PS mobilisiert
der 2,5-Liter, welche den Fronttriebler angemessen nach vorn
treiben.
Im Sound gibt sich der alteingesessene Diesel eher hemdsärmelig;
nicht, dass er einen schlechten Umgangston pflegte, doch hier
gibt es deftige Kost statt Feinschmecker-Ware.
Der Geräuschkomfort wird dadurch indessen kaum beeinträchtigt:
In der Fahrgastzelle bleibt es durchaus leise, bereits mittlere
Tempi lassen den Maschinenton zurücktreten und dem Wind
die akustische Oberhand ein weiterer Punkt, der für
die Reisetauglichkeit des Superb spricht.
Ähnliches kann man über das Fahrwerk sagen. Eine
moderate Abstimmung sorgt auch im Falle von holprigen Strecken
für allzeit gute Mienen. Dank dem Trumpf des üppigen
Radstands meistert der große Tscheche vor allem lange
Autobahnwellen mit vorbildlicher Souveränität.
Das Kapitel Fahrdynamik hingegen dürften Eigner dieses
Osteuropäers mit gedämpfter Stimmung genießen.
Zügig gefahrene Kurven bringen die obere Mittelklasse
rasch zum Untersteuern. Allerdings muss gesagt werden, dass
schnelle Runden keineswegs die Welt der Hauptkundschaft dieses
Fahrzeugs sein dürften. Wer es dennoch wagt, erhält
jene Botschaft in untückischer Art und Weise, die sich
durch Reifenquietschen ankündigt damit ist wohl
zu leben.
Zu diesem eher komfortablen Tenor passt denn auch die im Testwagen
verbaute Fünfgangautomatik. Das Getriebe schaltet weich,
ruckfrei und mit angemessener Spontaneität. Es ist vor
allem für Vielfahrer die am besten geeignete Methode
der Kraftübertragung.
Außerdem kaschiert der Wandler die minimale Anfahrschwäche
des großen Diesels, welche aber nur der Vollständigkeit
halber erwähnt werden soll. Im Fahralltag stellt der
Zweieinhalbliter einen höchst angenehmen Partner dar.
Als wahrer Clou unter sämtlichen
bisher festgestellten Eigenschaften darf wohl der Grundpreis
jener großen Limousine gelten. Die Basis (2,0 Liter
mit 115 PS) bleibt mit 21.490 Euro außerordentlich moderat
und bietet im Gegenzug jede Menge Ausstattung. Für den
hier behandelten V6-Topdiesel werden samt Automatikgetriebe
mindestens 30.090 Euro (Classic) fällig.
Jene Variante bietet selbstverständlich eine komplette
Sicherheitsausrüstung inklusive Fahrer- und Beifahrerairbag,
Sidebags sowie Kopfairbags, Antiblockiersystem, Bremsassistent
und ESP. Für den nötigen Komfort sorgen elektrische
Fensterheber, Klimaautomatik und Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung.
Desweiteren bekommt der Kunde einen Bordcomputer, Leichtmetallfelgen
und eine Musikanlage frei Haus.
Richtig luxuriös wird es mit der 36.190 Euro teuren "Elegance"-Linie:
Alarmanlage, CD-Wechsler, elektrisch einstell- sowie vorn
und hinten beheizbare Ledersitze, Navigationssystem, Parksensor,
Tempomat und Bi-Xenonlicht gehören hier zur Selbstverständlichkeit.
Somit geht der Superb schon ganz ohne Sonderausstattungsliste
als gestandene Business-Limousine durch. Weitere Aufwendungen
bescheren dem Interessenten wunschgemäß ein elektrisches
Schiebedach mit Solarfunktion (1.075 Euro), Sonderlackierungen
(ab 240 Euro), Soundsystem (430 Euro) oder einen TV-Tuner
(1.225 Euro).
Fazit: Der Skoda Superb
ist eine ausgesprochen interessante Alternative im Segment
der oberen Mittelklasse. Jene elegante Limousine besticht
durch ihr großes Platzangebot, reichhaltiger Ausstattung
und den äußerst günstigen Anschaffungspreis.
Obendrein darf der Eigner sich einer guten Verarbeitungsqualität
erfreuen, die durchweg dem hohen Volkswagen-Niveau entspricht.
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