spacer

spacer
DRIVERSNET.DE - Das Auto-Mag für gay urban trendsetter. Themen: Auto, Tests, Fahrberichte.
Home Fahrberichte & Tests QD-Spot Technik Young n Old Galerie Vorschau Auto-Test-Archiv
spacer
spacer spacer
 
Fahrberichte & Tests
 
Skoda Octavia RS, Front, Innenraum

RASEND SCHNELL

Was passiert wohl, wenn man den Motor des Golf GTI in eine schlichte Mittelklasse packt, die obendrein noch den Stempel der Geiz-ist-geil-Superrechner trägt? Sachlich betrachtet heißt das Ergebnis: Skoda Octavia RS. Und die Emotionen? Dazu mehr im folgenden Fahrbericht.

Sie tauchen immer wieder auf: Vom Grundcharakter konservativ gezeichnete Limousinen mit viel Dampf unter der Haube. Das führt oft zu Aha-Erlebnissen auf der Autobahn, schließlich wird man ja ständig unterschätzt. Damit das beim RS möglichst ausbleibt, versah das Werk seinen Express-Liner mit viel sportlichem Beiwerk. Dazu zählen 18-Zöller im speziellen Layout, Frontschürze, Doppelauspuff und Spoiler.
Was nach Anhänger der tiefer-breiter-lauter-Fraktion klingt, ist in Wirklichkeit eine unterm Strich dezente Erscheinung, deren Sportwagen-Merkmale dennoch höchst einschlägig sind.
Verstecken kann sich der aufgeladene Octavia also nur im dichten Stadt-Getummel; wenn er tief kauernd auf der linken Spur angeflogen kommt, brennt er die mit potenziellen Blockierern besetzte Bahn kraft Xenonaugen und Aufreißer-Front wirkungsvoll frei. Das kann schon Vorteile haben in der Welt hektischer Business-Leute und der Vertreter in Dauereile. Nun, soweit die Theorie – wie schlägt sich der schnellste Octavia in der Praxis?

Skoda Octavia RS, Heck, Emblem, Logo, Schriftzug
 
Dieses Emblem spricht für Dampf
 

Nach dem Start geht der Puls zunächst noch flach, der Vierzylinder murmelt leicht zitternd im Leerlauf. Die Sound-Designer ihrerseits kreierten ein feines Ton-Bouquet, das sämtliche Lagen von leise summend in der Teillast bis hell-kreischend kurz vorm Begrenzer abdeckt. Im Alltag gibt das Triebwerk den umgänglichen Kumpel – besonders hochgezüchtet ist es ja nichtmal, mit 200 PS weit weniger als die Optik vorgibt. Schlechte Allüren sucht man vergeblich, kein Ruckeln, keine Zicken. Der Direkteinspritzer legt gleichmäßig an Druck zu und geht durchaus kraftvoll mit dem 1,5-Tonner um. Zugegeben, im Zeitalter der BMW 130i, Golf R32 und bald auch hierzulande lieferbaren Dodge Caliber SRT-4 spielt ein Octavia RS lange nicht mehr in der schnellsten Liga. Für weit unter acht Sekunden Standard-Beschleunigung (0-100 km/h) ist er allerdings gut, und die angegebenen 240 Stundenkilometer schüttelt er auf der Geraden so locker aus dem ärmel wie Frau Holles fleißige Mädchen die Äpfel vom Baum. Ohne Drehzahlen indessen geht nicht viel – die braucht der Zweiliter schon, um die Mittelklasse stürmisch antreten zu lassen.

Dabei bringt der Tscheche bestes Handwerkszeug mit, um in dynamischer Hinsicht zu glänzen: Ein leicht schaltbares Sechsganggetriebe hilft dabei, Beschleunigungsorgien sowie Fahrten über gekrümmte Landstrassen im raschen Wechsel der Motorumdrehungen lustvoll ausleben zu können, und das im Vergleich zu den schwächeren Versionen niedrigere Fahrwerk sorgt für hohe Kurventempi. Klar ist freilich auch, dass der Federungskomfort etwa in dem Maße abnimmt, wie das Querbeschleunigungspotenzial zulegt.
Und so schick die Pneus der 40er-Serie auch sind, sie offenbaren den Straßenzustand schonungslos. Schnell gefahrene Etappen mit unebenen Passagen bringen den Soft-Sportler schonmal zum Versetzen, sonst ist der Geradeauslauf ansehnlich. Beruhigend zu wissen, dass die Bremsen noch bissiger ansprechen als ein Tritt auf das rechte Pedal.
Kann der RS denn auch gemütlich? Und ob! Dann gerät schnell in Vergessenheit, dass man sozusagen in einem besonderen Octavia unterwegs ist, und eine gewisse Ruhe kehrt ein.

Man erinnere sich: Die Platzverhältnisse sind sowohl vorne als auch hinten großzügig und mithin reisetauglich. Einen kleinen Ausreißer leistet sich der RS beim Gestühl, welches mit dem Seitenhalt weit weniger sparsam umgeht als die Basismodelle. Es entwickelt eine gewisse Anschmiegsamkeit bei forcierter Fahrweise und stellt in ruhigen Phasen ein durchaus gemütliches Plätzchen dar.
Keine Ausnahme macht der schnelle Skoda bei den Mitnahme-Möglichkeiten, speziell der Kombi hat ausgeprägte praktische Seiten. Bis zu 1.620 Liter Gepäck schluckt er bei umgeklappten Lehnen, die Limousine beherbergt immerhin noch 1.420 Liter – auch kein Pappenstiel.
Und sonst? Der Benzinkonsum fällt mit maximal 10,9 Litern verhältnismäßig moderat aus – beim gelassenen Cruisen sind durchweg einstellige Werte vor dem Komma drin. Dass er Super Plus benötigt, kann man verschmerzen. Obendrein verwöhnt der RS mit einer äußerst kompletten Serienausstattung, die nur wenige Wünsche unberücksichtigt lässt.

Skoda Octavia RS, Heck, Rückleuchte
 
Ein Doppelrohr für alle Fälle...
 

Sein Grundpreis (Benziner) liegt bei 25.990 Euro für die Limousine und 26.990 Euro für den Kombi. Selbstverständlich gibt es die volle Ladung an Sicherheitsfeatures frei Haus – diese enthält Antiblockiersystem, Front-, Kopf- und Seitenairbags, elektronisches Stabilitätsprogramm, Reifen-Luftdruck-Überwachung und ein System, das in fahrdynamischen Grenzsituationen Einfluss auf die exakte, per Elektromechanik unterstützte Servolenkung ausübt (DSR).
Desweiteren darf sich der Käufer über elektrisch verstell- und beheizbare Außenspiegel, Bordcomputer, elektrische Fensterheber vorn und hinten, einen automatisch abblendenden Innenspiegel, Klimaautomatik, Radio mit CD-Player, Regensensor, Sitzheizung vorn, Teilleder, fernbedienbare Zentralverriegelung sowie Xenonlicht freuen.
Mehr Geld wird für den CD-Wechsler (310 Euro) fällig, Metallic-Lack erfordert weitere 145 Euro, das Navigationssystem schlägt mit mindestens 895 Euro zu Buche, Parksensoren vorn und hinten kosten 590 Euro, Sitzheizung hinten belastet die Geldbörse mit zusätzlichen 190 Euro, und für den Tempomat verlangt der Hersteller 170 Euro.

Fazit: Der Skoda Octavia RS Benziner ist eine drahtige Mittelklasse mit eindeutigen optischen Reizen. Die Fahrleistungen können sich sehen lassen, und die Preisgestaltung darf als überaus fair bezeichnet werden – was will der sportlich-ambitionierte Kunde schließlich mehr?

 



Neu im Mag
spacer spacer spacer spacer spacer spacer spacer

Diesel +

Mittelklasse oder eher kompakt? Der Mitsubishi Lancer Sportback jedenfalls besitzt Allround... >>MEHR
Mitsubishi Lancer Sportback Front-Ansicht
spacer

Die Kombi
machts

Wer hat Angst vorm Sechszylinder? Skoda Superb V6-Fahrer jedenfalls... >>MEHR
Skoda Superb Combi Front-Ansicht
spacer

Anti-
Mainstream

Kompaktklasse muss nicht immer Mainstream und schon gar nicht langweilig... >>MEHR

 

Renault Mégane Coupé Front-Ansicht
spacer
Power-Öko
Der Jaguar XF mimt Businessklasse im feinen Blechkleid. Keine Spur zwar... >>MEHR
Jaguar XF 2012, Front-Ansicht
spacer spacer spacer spacer spacer spacer spacer
spacer
spacer
spacer spacer
spacer

Aktuelle Nachrichten, neues vom Genfer Automobilsalon, der Detroit Autoshow, und Berichte aus Auto, Motor, Technik, Umwelt, Mode, Trend, Lifestyle, Queer und Gay. Im Online-Artikelarchiv auch kostenlos recherchierbar. Dazu News, Fahrberichte, Tests, Videos, Bilder, Termine und exklusive Interviews aus allen Bereichen des Autos von der DRIVERSNET-Redaktion.


FAHRBERICHTE & TESTS
| TECHNIK | ALTERNATIVE ANTRIEBE | GAY TREND & LIFESTYLE | VIDEOS | ALLE AUTO-TESTS

 
SENFKOMM Medien