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auch mit drei Zylindern: Der Ibiza 1,4 TDI |
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Spanish Mix
Seat kann
beruhigt ins nächste Autojahr fahren - erst recht, wo
der neue Altea vor der Tür steht. Denn dieser ausgefallene
Kompakte ist nicht nur äußerlich eine Augenweide,
sondern glänzt durch ein eigenständig durchgestyltes
Interieur. Aber auch die restliche Palette lockt mit attraktiven
Modellen - die vor kurzem teilweise ergänzt oder verbessert
wurden. Es folgt ein knapper Überblick.
Wer an Seats Vergangenheit denkt und das einstige Produktprogramm
mit dem heutigen vergleicht, dürfte nicht schlecht staunen,
was Volkswagen mit dem spanischen Hersteller gemacht hat:
Ihn nämlich aus der Ecke der Bedeutungslosigkeit geholt
und ihm ein scharfes Profil gegeben.
Dieses lautet sportlich, jung und naheliegenderweise heißblütig-südländisch.
Natürlich musste das Qualitätsniveau auf die Ebene
der deutschen Mutter-Marke angehoben werden, und die Preise
wurden nur knapp darunter angesiedelt.
Seat ist keine billige Marke mehr, doch diese Tatsache in
das Bewusstsein der Käuferschaft zu übertragen,
ist alles andere als eine leichte Aufgabe.
Zudem wirken sich die auch nach der VW-Übername noch
durchgeführten Kurswechsel verzögernd aus. Denn
erst mit der Einführung des aktuellen Ibiza und vor allem
mit der Bestellung Walter Da Silvas als Designmeister darf
die Marke als vollends positioniert gelten.
Nun geht es voran - das Modellangebot
hält inzwischen attraktive Produkte bereit, wenngleich
noch nicht alle angebotenen Fahrzeuge - insbesondere hinsichtlich
ihrer Formensprache - die neue Botschaft der temperamentvollen
Lebensart wiedergeben.
So stammen Leon und Toledo noch aus einer früheren Ära,
sind optisch im Vergleich zu jenem, was da kommen mag, schlicht,
aber stellen dennoch eine empfehlenswerte Alternative in der
unteren Mittelklasse dar.
Für sportlich ambitionierte Fahrer eignet sich der Leon
Cupra R mit seinem hochkarätigen Fahrwerk und ansehnlichen
Fahrleistungen.
Doch wem der helle Vierzylinder nicht satt genug klingt, greife
zum Top Sport 2,8 V6. Er beschleunigt nur marginal schlechter
als das Spitzenmodell, geht dank Allrad gut durch die Ecken,
und sein Sechszylinder glänzt durch einen seidenweichen
Lauf.
Der V6-Topsport ist die mildere Variante jener schnellen Leon
- nicht nur in akustischer Hinsicht. Sein Auftritt ist nicht
ganz so auffällig, die sauber in den hinteren Stoßfänger
eingearbeiteten Doppelrohre wirken im Vergleich zum dicken
Endstück des Cupra geradezu vornehm.
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Das
Doppelrohr zeigt:
Hier wurde Topsport
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Preislich steht der 2,8-Liter mit 24.380
Euro innerhalb der Leon-Reihe recht weit oben und liegt damit
nur sehr knapp unter dem Cupra R. Die Ausstattung ist mit
vier Airbags, Antiblockiersystem, Bordcomputer, elektronischem
Stabilitätsprogramm, elektrischen Fensterhebern, Klimaanlage,
Leichtmetallrädern, einer RDS-Radioanlage mit CD, Sportsitzen
und einer fernbedienbaren Zentralverriegelung allerdings nicht
gerade ärmlich.
Sparfüchse freuen sich hingegen darüber, dass der
kleine Dreizylinder-Diesel mit Pumpe-Düse-Technik, der
ja den Arosa schon längst befeuerte, nun auch im Ibiza
seinen Dienst tut. Der kernige 1,4-Liter mobilisiert immerhin
75 PS und wirkt in dem Kleinwagen durchaus munter.
Wer allerdings denkt, dass der Ibiza als preiswertes Schnäppchen
- alternativ zum Polo - durchgeht, irrt. Das auf der gleichen
Plattform basierende Fahrzeug liegt mit 13.620 Euro Grundpreis
sogar 20 Euro über dem entsprechend motorisierten Volkswagen.
Damit ist die Wahl des nicht weniger
exzellent verarbeiteten Spaniers keine Preisfrage, sondern
eine charakterliche: Während der Polo häufig von
einer nutzorientierten Klientel - bevorzugt Frauen - geordert
wird, und die Zielgruppe generell keinen gesteigerten Wert
auf eine sportliche Note legt, besteht die Käuferschicht
des Ibiza zu 80 Prozent aus jungen, sportiven Männern.
Das erklärt, warum der Top-TDI im Ibiza 130 PS leistet
und nicht einhundert wie im Polo.
In der Basis verfügt der hier relevante Ibiza 1,4 TDI
über vier Airbags (Kopfairbags kosten zusätzlich
260 Euro), Antiblockiersystem, Außentemperaturanzeige,
elektrische Fensterheber vorn und Zentralverriegelung mit
Funkfernbedienung.
Empfehlenswerte Extras sind das elektronische Stabilitätsprogramm
(615 Euro), Klimaanlage (1.075 Euro) und die RDS-Radioanlage
für 250 Euro.
Nicht wirklich zum Sparen bietet sich
der Alhambra TDI an. Baugleich mit dem VW Sharan und Fords
Galaxy kommt die inzwischen alternde Großraumlimousine
eher gediegen als emotional daher.
Vorteil der langen Bauzeit ist natürlich die hervorragende
Fertigungsqualität - dieses Auto ist ohne Frage ausgereift.
Nach der umfangreichen Modifikation im Jahre 2000 gab es keine
nennenswerten Veränderungen mehr.
Inzwischen ist der Alhambra auch mit dem zweitstärksten
Vierzylinder-Pumpe-Düse aus dem VW-Baukasten lieferbar.
Dessen 130 PS sorgen für einen angemessenen Vortrieb;
der Van ist nicht gerade ein Leichtgewicht.
Praktisch gesehen überzeugt der größte Seat
auch nach sieben Jahren noch. Sein großzügiger
Innenraum kann variabel genutzt und trotz gewöhnlicher
statt Schiebetüren leicht bestiegen werden.
Die Instrumente wurden nahezu unverändert aus dem Sharan
übernommen; sie sind schlicht, aber übersichtlich
und damit funktional gehalten - Schnickschnack sucht man hier
vergebens.
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Immer
noch frisch - der
Seat Alhambra |
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Trotzdem hält der 27.040 Euro teure
Alhambra 1,9 TDI Stella in der 96 KW Ausführung einige
Zutaten für seine Kunden bereit.
Serienmäßig sind vier Luftsäcke - im Laufe
der Zeit kamen auch Kopfairbags hinzu, die mit 585 Euro extra
bestellt werden müssen.
Antiblockiersystem und elektronisches Stabilitätsprogramm
sind natürlich kein Thema - ebenso wenig wie elektrische
Fensterheber vorn und Klimaanlage. Auf Musik müssen die
Fahrer der Basisversion auch nicht verzichten - das Radio
inklusive Kassettenlaufwerk wird frei Haus geliefert wie auch
eine fernbedienbare Zentralverriegelung.
Ein Hauch von High Tech hat inzwischen übrigens die meisten
Seat-Modelle erreicht. So gibt es für alle Markenvertreter
bis auf den Arosa ein ab Werk eingebautes Navigationssystem,
das allerdings zwischen 2.240 und 3.050 Euro verschlingt.
Fazit:
Nie war Seat so gut aufgestellt wie heute, und das ist erst
der Anfang. Wenn der Altea erst einmal auf dem Markt ist,
die Modelle Arosa, Leon und Alhambra ausgetauscht sind, was
angesichts der Bauzeiten nicht mehr allzu lange auf sich warten
lassen dürfte, ist der Weg zur reinsten Lifestyle-Marke
geschafft und das Ziel erreicht.
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