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| Ein
Klassiker unter den Vans: Der Seat Alhambra |
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Dauer-Brenner
Der Seat
Alhambra ist das dienstälteste Modell innerhalb der Seat-Palette
und hält sich im Programm wie einst Papst Johannes Paul
in Rom. Kein Wunder, denn das Modell ist solide, praktisch
und ausgereift. Hier im Autotipp die Variante mit Dieselmotor.
Nicht nur Familienväter lieben sie, sondern all
jene Kunden, die Flexibilität und einen hohen Freizeitwert
beim Automobil schätzen. Na klar, hier geht es um Minivans.
Längst bietet der Markt eine Vielzahl verschiedener Variationen
von sämtlichen Herstellern, und es gibt wahrlich neuere
Modelle als den Seat-Van. Dennoch verkauft sich der ausgereifte
Vertreter besser als manch anderes importierte Äquivalenz-Fahrzeug.
Der Grund könnte in seiner Schlichtheit liegen, mit welcher
ein Alhambra dem Betrachter unter die Augen fährt. Vom
sonst so spanisch-feurigen Designanspruch der Marke, was sich
insbesondere bei den neuen Modellen Altea und Toledo in ausgefallen-sportlicher
Formensprache manifestiert, wurde der Eurovan ausgeklammert.
Logisch, entstammt er doch einer anderen Zeit. Schnörkeleien
findet man hier nicht, stattdessen aber klar gezeichnete Linien
von der Frontschürze bis zum Abschluss. Klar sind die
Scheinwerfer seit geraumer Zeit selbstverständlich ebenso,
ein bisschen Trend müssen eben auch Klassiker verkörpern.
Und der Alhambra ist nicht nur trendfest,
sondern im Laufe der Zeit auch mit immer modernerer Sicherheits-
und Kommunikationstechnik ausgestattet worden. So verlassen
sämtliche Modelle das Werk mit Antiblockiersystem, Front-
und Seitenairbags, Bremsassistenten und elektronischem Stabilitätsprogramm.
Gegen 585 Euro (serienmäßig beim Sondermodell "Vigo")
gibt es in der letzten Ausbaustufe auch Kopfairbags für
die vorderen Sitzplätze.
Desweiteren verfügt jeder Alhambra über ein RDS-Radio
inklusive CD-Spieler und zehn Lautsprecherboxen. Ein CD-Wechsler
erfordert weitere 410 Euro, während der Kunde für
das preiswerteste Navigationssystem mit Monochrom-Display
2.240 Euro (1.680 Euro für Vigo-Ausführung) bezahlen
muss. Ebenfalls extra zu bezahlen sind Xenonlicht (840 Euro)
sowie das Technikpaket (920 Euro). Letzteres beinhaltet einen
automatisch abblendbaren Innenspiegel, Bordcomputer, Parksensor
wie Tempomat und gehört weil es den Komfort steigert
zu den empfehlenswerten Optionen. Die Vigo-Modelle
verfügen ganz ohne Aufpreis zusätzlich über
Sitzheizung, Scheinwerfer-Reinigungsanlage und einer beheizbaren
Windschutzscheibe.
Alle Ausstattungslinien wiederum bieten elektrische Fensterheber
vorn, Klimaanlage und eine fernbedienbare Zentralverriegelung.
Der größte Luxus hingegen ist natürlich die
Tatsache, dass ein Van hohe Flexibilität, jede Menge
Staufläche und vor allem viel Komfort für die Insassen
jenseits der ersten Reihe bereithält. Demnach sitzt man
nicht nur vorn bequem, sondern darf sich gerne auf den Fondsitzen
niederlassen, um selbst längere Distanzen kommod zu überwinden.
Dort erwarten die Passagiere komfortable Einzelsitze, in dieser
Konfiguration verlässt der Seat nämlich das Werk.
Ein angenehmes Raumgefühl trägt zum weiteren Wohlbefinden
bei; viel Platz für Kopf und Knie macht den üppigen
Seat auch für Großgewachsene reisetauglich.
Im Handumdrehen lassen sich die hinteren Sessel ausbauen und
geben den Weg für insgesamt 2.610 Liter Ladevolumen frei.
Natürlich müssen nicht alle Sitze entfernt werden,
so dass ein Surf-Urlaub mit drei oder vier Personen problemlos
angetreten werden kann. Für kleinere Baumarkt-Einkäufe
reicht ein Umklappen der Sitzlehnen möglicherweise aus.
Dabei benimmt sich der Allrounder in Sachen Fahrkultur wahrlich
nicht wie ein Transporter und liefert Limousinen-Eignern mit
wechselnden Ansprüchen an ihre Fahrzeuge einen durchaus
triftigen Grund umzudenken.
Schlechte Strassen nimmt der Spanier mit Gelassenheit, das
Gröbste vermag die Federung wirksam wegzufiltern. Auffälligerweise
lässt sich das Bemühen des Herstellers um einen
sportiven Einschlag nicht verleugnen: Die Servolenkung arbeitet
stramm, das Sitzpolster fühlt sich straff an.
Dass der Alhambra Kurven aber eher unsportlich durcheilt,
liegt in der Natur der hohe Schwerpunkt lässt
die Karosserie wanken, das bekommen forsche Fahrer schnell
zu spüren. Man muss vielmehr sagen: Es ist eben ein Van
für die sportliche Klientel.
Zu eben jener passt denn auch der Sound des 1,9-Liter Pumpe-Düse-Selbstzünder.
Kenner wissen um die kernige Lautäußerung dieses
auch in anderen Modellen des VW-Konzerns bewährten Triebwerks.
Letztere könnte man auch als Folge dessen, was es leisten
muss, interpretieren, denn hier hat es mit den runden 1.800
kg ordentlich zu tun und beschwert sich nun knurrend.
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Schlicht und gut: Der
größte Seat |
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Von rasanter Beschleunigung kann daher
zwar keine Rede sein, doch es geht fix voran. Mit 12,8 Sekunden
bemisst das Werk den Sprint auf 100 Stundenkilometer, damit
lässt sich gut leben. Gut leben lässt sich denn
auch mit einer minimalen Anfahrschwäche unter
1.800 Touren befindet sich der Motor im Dämmerschlaf,
dann legt er unter Einsatz des mit verstellbarer Turbinen-Geometrie
ausgestatteten Turboladers kräftig los. Wer das leichtgängig
schaltbare Sechsganggetriebe fleißig betätigt,
schwimmt nicht nur gut im Strassenverkehr mit, sondern kann
zuweilen auch mal den Ton angeben.
Auf Wunsch geht es hoch bis in die Nähe der magischen
200 km/h-Grenze, zumindest laut Tacho. Die Papiere bescheinigen
waschechte 188 Sachen.
Damit ist er nicht der schnellste Alhambra im Modellprogramm,
aber wirtschaftlich. Mit guten sechs bis sieben Litern Kraftstoff
kommt der Großraumwagen über die Runden
ein Vielfahrer-tauglicher Wert.
Nur schade, dass er zur Zeit nicht über die Euro 3-Marke
hinauskommt hier sollte der Konzern nachlegen.
Fazit: Der Seat Alhambra hat zwar schon einige Jahre
auf dem Buckel, ist aber durchaus up to date. Dank wirksamer
Modifikationen kann er auch heute noch mit der Konkurrenz
mithalten. Die äußere wie innere Erscheinung ist
schlicht, zeitlos und vor allem funktional. Außerdem
bekommt der Interessent ein ausgereiftes Modell diese
Tatsache dürfte als zugkräftiges Argument fungieren.
Mit 26.600 Euro Einstiegspreis für die Version mit dem
130 PS starken TDI (dafür gibt es momentan das Sondermodell
"Vigo") ist es obendrein wohlfeil.
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