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GM
und die Verwässerung der zugehörigen
Marken ein Virus, das nach der Meinung
vieler Fans wie auch Profis bereits seit einiger
Zeit im Konzern kursiert. Eine Form jener Mode
ist die Nutzung gemeinsamer Technologien. Tatsächlich
wurde das Geschäft beispielsweise mit Plattform-übergreifenden
Lösungen nie stärker betrieben als in
Zeiten, da "Teile-Sharing" aufgrund
des Kostendrucks sinn macht einerseits.
Andererseits ist das technische Potenzial heutzutage
gegeben, und der Kunde merkt dank geschickter
Adaption nur in seltenen Fällen, dass gleiche
Komponenten von mehreren Marken genutzt werden.
Bei Saab ist es vielmehr die Abkehr von der typischen
Fließheck-Karosserie, die bei eingefleischten
Markenanhängern für Verdruss sorgte.
Aufmerksame Automobilisten wissen natürlich
auch, dass die aktuelle 9-3-Generation von neu
entwickelten Triebwerken befeuert wird
auf Wunsch freilich mit Turbo-Beatmung, so viel
Tradition muss einfach gewahrt werden. In diesem
Fall jedoch kommt ein 1,8-Liter großer Sauger
zum Einsatz in antriebstechnischer Hinsicht
kein Überflieger.
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| Es
geht sportlich mit dezentem Rohr
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Doch selbst mit ihm geht
es wacker voran. In ruhiger Manier treibt der
122 PS-Brocken den Mittelklässler über
die Lande; immerhin wiegt ein moderner Vertreter
dieses Segments runde 1,5 Tonnen ohne Besatzung
da sind sportliche Allüren weit entfernt.
Dafür benimmt sich der Vierzylinder kultiviert
und laufruhig über das gesamte Drehzahlband
was die Passagiere ihm danken, denn die
von der Maschine ausgehende Geräuschkulisse
in der Fahrgastzelle bleibt stets auf einem angenehmen
Level.
Ansätze dynamischer Umgangsformen findet
der ambitionierte Fahrer denn in der sauber gehaltenen
Fahrwerksabstimmung. Zusammen mit der präzisen
Lenkung lässt sich der Fronttriebler agil
durch Windungen dirigieren, und wer hohe Drehzahlen
nicht scheut, gelangt sogar zu einem Funken Laune
bringender Querbeschleunigung freilich
im Rahmen des Möglichen.
Schlechte Wege lassen sich im grundsätzlich
straffen 9-3 durchaus kommod passieren, da bleibt
kaum Platz zum Nörgeln. Auf langen Autobahnetappen
erweist sich der Schwede als angenehmer Gleiter
und somit als höchst reisetauglich; dort
anzutreffende Asphaltschnitzer pariert er sorgfältig
und wirkungsvoll, allein kurze, aggressivere Wellen
dürften deutlicher du den Insassen gelangen
das liegt in seiner Natur.
Ergonomisch geformtes Mobiliar mit sitzfreundlicher
Polsterung kommt dem Fernstrecken-Komfort entgegen.
Großzügig bemessene Platzverhältnisse
vorn und hinten ermöglichen auch fülligeren
Personen die Teilnahme an der unbeschwerten Fortbewegung.
Praktische Züge werden in Form eines großen
Kofferraums, der 421 Liter Gepäck aufnimmt,
deutlich. Sämtliche Varianten verfügen
über eine Sitzbank mit umklappbarer Rückenlehne,
was den Stauraum im Bedarfsfalle erheblich vergrößert.
Bei der Innenarchitektur hielten sich die Designer
an alte Saab-Tugenden, die sich in klaren, geordneten,
skandinavisch kühlen Linien darstellen. Das
macht des Fahrers Arbeitsplatz übersichtlich
und leicht bedienbar. Vorzüglich erreicht
werden können sämtliche Radiofunktionen,
welche hoch auf der Mittelkonsole nebst Instrumentarium
thronen. Jenes trägt ebenfalls die Markenhandschrift:
Mit zunehmender Geschwindigkeit enger zusammenrückende
Ziffern auf der chromumrandeten Rundskala sind
zwar nur ein kleines, nichtmal unbedingt praktisches
Detail, allerdings fällt es Kennern auf.
Genau wie das heute noch zwischen den Sitzen angebrachte
Zündschloss allein der Bart fehlt
dem Schlüssel inzwischen, er musste zu Gunsten
einer elektronischen Lösung weichen.
Ansonsten ist der aktuelle 9-3 erfreulich bodenständig
geblieben. Da gibts kein iDrive und keine Commander-Systeme
die Klimatisierung wird ebenso per separater
Bedieneinheit geregelt wie Senderwahl oder Bordrechner-Einstellungen.
In Verbindung mit der lieferbaren Navigation kommt
der Eigner indessen nicht um erweiterte Funktionalitäten
und damit zusammenhängenden Menü-Steuerungen
herum.
Ein weiteres spezifisches Merkmal der schwedischen
Traditionsmarke konnte General Motors ebenso erhalten
eine hochwertige, solide anmutende Materialverarbeitung
verströmt die Botschaft des Premiumanspruchs
in gekonnter Weise. Schließlich hat man
eine verwöhnte Klientel im Visier, die Schnitzer
kaum verzeiht: Zum Beispiel ehemalige Dreier-BMW-Kunden.
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| Auch
das Schuhwerk ist tageslichtauglich |
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Mindestens 23.950 Euro muss
der Interessent für die preiswerteste 1,8i-Variante
(Linear) berappen damit liegt die Basis
immerhin unter der magischen 25.000-Euro-Marke
und bietet Front-, Seiten- und Kopfairbags vorn
wie hinten, elektrisch verstell- und beheizbare
Außenspiegel, Bremsassistent, elektrische
Fensterheber 4-fach, Klimaanlage, aktive Kopfstützen,
Lederlenkrad, ein elektronisch gesteuertes Lenkradschloss,
Radio sowie Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung.
ESP kostet in Verbindung mit dem Basismotor 300
Euro Aufpreis, stattdessen gibt es eine Traktionskontrolle
frei Haus.
Zu den wichtigsten Optionen dürften Leichtmetallräder
(ab 900 Euro), Navigation (ab 2.220 Euro), Parksensor
(365 Euro), Regensensor (80 Euro) und Bi-Xenonlicht
(960 Euro) zählen.
Interessant ist das für 1.050 Euro lieferbare
Comfort-Paket, das elektrisch anklappbare Außenspiegel,
Bordcomputer, einen automatisch abblendenden Innenspiegel,
Park- und Regensensor sowie Tempomat beinhaltet.
Wer eine luxuriöse Mittelklasse fahren möchte,
bestelle zusätzlich Lederpolster (1.620 Euro),
elektrisch verstellbare Sitze (ab 505 Euro) sowie
Sitzheizung (330 Euro).
Fazit: Der
Saab 9-3 1,8i ist eine durchaus attraktive Premium-Alternative
in der Mittelklasse. Mit dem Basismotor ist der
Schwede sicher kein Temperamentbündel, aber
durchaus gut gewappnet für lange Strecken.
Die Limousine bietet demnach jede Menge Fahrkomfort
und viel Ausstattung für den Preis. Sehen
lassen kann sich auch die Verarbeitungsqualität
GM hat seine Hausaufgaben hervorragend
erledigt.
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