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Fahrberichte & Tests
 
Renault Mégane Coupé, Heck-Ansicht, Innenraum
Renault Mégane Coupé, Frontansicht, Scheinwerfer

 

1. Intuitive Bedienung, knackige Sitze – der Aufenthalt im Mégane Coupé macht Spaß...

2. Drahtige Linie – das Coupé zieht Blicke auf sich...

3. Deutlich entzerrte Mittelkonsole: Die Steuerung von Klima wie Radio gelingt auf Anhieb...

4. Die Front des Mégane Coupé kann sich sehen lassen...

 

Renault MÉgane Coupé im Test
Anti-Mainstream
Kompaktklasse muss nicht immer Mainstream und schon gar nicht langweilig sein. Renault bietet mit dem Mégane Coupé beispielsweise einen echten Hingucker zum bezahlbaren Kurs. Wer nicht ganz so auf das Spritbudget schielen muss, dynamische Fertigkeiten mag und statt Diesel Benziner bevorzugt, sollte die Version TCe180 mal genauer unter die Lupe nehmen. Autotipp.
E

s sieht schon wieder nach einem Downsizing-Objekt aus: Der Mit Turbolader und einer spezifischen Leistung von 66 Kilowatt pro Liter gesegnete Vierzylinder (2,0) aus dem Mégane TCe180 riecht verdächtig nach Verschlankung. Nur wurde hier nicht viel verschlankt, denn es ist ja nicht etwa so, als hätten frühere Mégane-Versionen vor Hubraum und Zylindern gestrotzt. Genießen ohne Reue ist sowieso kein Thema – das beginnt im Falle des Coupés allerdings schon im Stand. Denn der Zweitürer ist ein Hingucker vor dem Herrn und baggert potenziell daherlaufende Passanten im ganz fiesen Stil an, indem er spontan Autokauf-Lust erzeugt. Besonders die ultraflache Fensterlinie weckt Erinnerungen an harte Sportwagen-Gepflogenheiten; dabei wirkt der Franzose so gar nicht aufdringlich und vor allem nicht so, als sei er einer anderen Welt entsprungen. Im Gegenteil: Hier steht ein ziviler Kompaktwagen im äußerst schicken Gewand, der aber Bürgernähe behält. Dass der sportiv-jugendliche Ableger hierarchisch indes über der Limousine angesiedelt ist, merkt man nicht zuletzt daran, dass die Einstiegsmotoren der Baureihe hier schlicht nicht gewählt werden können, was ebenso für die Basis-Line "Authentique" gilt. Turbo-Fans steigen ohnehin höher ein und landen irgendwann – sofern ihnen die RS-Optik nicht zusagt – bei der 180 PS-Ausgabe im unauffälligen Look.

 

Damit hat der kleine Fronttriebler bereits gehörig Dampf – sogar mehr als die Pneus bei niedrigen Tempi verarbeiten können. Mit 300 Nm fällt die Drehmoment-Ausbeute vielleicht nicht ganz so üppig aus wie beim entsprechend motorisierten Selbstzünder-Modell, aber der Otto dreht leichtfüßiger hoch, hängt süffig am Gas und klingt dabei schön kultiviert, was zusammengenommen kräftig punktet auf dem Fahrspaß-Konto. Dank ordentlich dimensioniertem Lader (Twinscroll-Prinzip) liegt der Zugkraft-Höhepunkt bei fast dieseltypischen 2.250 Umdrehungen, so dass man auch mal gemütlich dahinplätschern kann, ohne Ruckelorgien zu erleben. Andererseits dreht der Vierventiler bei Bedarf gerne gegen die 6.000er-Marke des Drehzahlmessers, um spontanen sportlichen Anflügen des Steuermannes gerecht zu werden. Dabei gibt es in Sachen Sound keinerlei Auffälligkeiten – das Aggregat klingt im oberen Tourenbereich hell, aber wenig markant; dass der Volkssportler jedoch binnen weniger als acht Sekunden einhundert Sachen erreicht, nimmt man ihm auch ohne Messergebnisse sofort ab. Sanfter Druck presst die menschliche Fracht in jene dezent konturierten Sportsitze (in Verbindung mit dem zivilen Topmotor serienmäßig), welche durch betont stramme Polster auffallen. Außerdem gibt es Seitenhalt in ansehnlicher Portion, damit auch ja niemand aus den Stühlen fällt bei forcierter Kurvenfahrt.

 

Darin ist der GT nämlich wirklich gut: Ohne nennenswerte Seitenneigung prescht er willig in die noch so giftige Kehre, um dann mit Schmackes herauszubeschleunigen. Gutmütiges Untersteuern zeigt – zwar manchmal quietschend – an, wann Schluss ist. Und dann ist da ja auch noch die mahnend eingreifende Anti-Schleuder-Hilfe, so dass auch Kandidaten von der ganz harten Truppe zur Raison gebracht werden. Obgleich die Servolenkung elektrisch arbeitet, gibt es keineswegs ein synthetisches Lenkgefühl, dabei hätte man das bei einem Auto dieser Herkunft doch eigentlich erwartet. Nein, der Volant geht höchst präzise und wurde gemäß Kategorie mit straffer Note versehen, was den Fahrspaß nach Kräften unterstützt. Okay, die Federung verlangt freilich nach Kompromissen, aber das ist kein Problem. Wer zur Powerquelle greift, muss schließlich wissen, dass schlechte Straßen auch bei den Insassen ankommen – zwar etwas entschärft, aber immerhin. Dennoch kann das schöne Coupé durchaus auf ausgedehnten Strecken eingesetzt werden, denn mit den meist milderen Unebenheiten der Autobahnen kommt der Franzose wunderbar klar. Darüber hinaus wird offenbar, dass sich die ach so grimmigen Sitze auf Dauer als recht komfortabel entpuppen und absolut keine schlechte Wahl darstellen bei längerer Verweildauer.

 

Die spannendste Frage ist aber doch: Wie freundlich ist das Coupé zu den Hinterbänklern? Raumangst-Patienten sollten vielleicht doch lieber vorn einsteigen, während Fans gemütlicher Kuschelhöhlen hier glücklich werden. Klare Sache, das Platzangebot dort ist natürlich begrenzt, und sowohl Sitzriesen mit langem Oberkörper als auch groß gewachsene Personen mit längeren Beinen dürften den Mégane-Fond nicht unbedingt als Traum-Aufenthaltsort für die Urlaubsfahrt interpretieren. Die untere Mittelklasse indes als 2+2 zu bezeichnen, wäre wiederum übertrieben. In der ersten Reihe zeigt sich dann das übliche Bild eines geräumigen Kompakten – hier macht der knackige Zweitürer seine Sache keinen Deut schlechter als Limousine oder gar Kombi. Jetzt atmen auch die 1,90 m-Plus-Menschen wieder auf und genießen die imaginäre Ausfahrt ins Grüne oder Blaue. Wenn der Weg dagegen in die City führt und rangiert werden muss, sind Außenspiegel wie Parksensoren verlässliche Partner, also gar nicht erst nach hinten rausgucken, es bringt wenig. Renault wusste schon, warum die Ultraschall-Hilfe beim Coupé stets frei Haus geliefert wird. Aber es funktioniert ja gut, genau wie die Bedienung sämtlicher Features. Vorbei die Zeiten unübersichtlich angebrachter Schalter oder Bedienelemente ohne erkennbare Logik. Alte Markenhasen treffen auf eine wohl geordnete Knöpfchenlandschaft, die ungewöhnlich intuitiv abgegrast wird. Verkehrte Welt.

 

Beim Preis-Leistungs-Verhältnis glänzt der Beau mit Bravour und sticht so manchen Wettbewerber aus: Ab 24.790 Euro gibt es den spritzigen TCe180 in der obligatorischen GT-Ausführung. Weitere Wünsche? Man fragt sich ernsthaft, was angesichts des Antiblockiersystems, der vollen Airbag-Ausrüstung, elektrisch verstellbarer Außenspiegel samt Beheizung, eines Bordcomputers, elektrischer Fensterheber, der Klimaautomatik, sportiver 18-Zoll-Alus, der Radioanlage, eines schlüssellosen Schließsystems, des elektronischen Stabilitätsprogramms sowie des Tempomats noch geordert werden sollte. Na ja, drei attraktive Extras wären da schon: Das Navigationssystem ist für moderate 490 Euro zu haben – zwar handelt es sich um eine TomTom-Lösung, die allerdings vollständig integriert und auch über die in der Mittelkonsole installierte Klaviatur anzusteuern ist. Das schicke Panorama-Glasdach ist mit weiteren 800 Euro keinesfalls überbezahlt und für Freunde lichtdurchfluteter Innenräume unabdingbar. Xenonscheinwerfer kosten 1.000 Euro extra und stehen dem kompakten Dynamiker hervorragend. Für Sonderlackierungen möchte der Hersteller gerne 500 Euro sehen, und das Bose-Soundsystem erfordert einen weiteren Tausender – ist aber lediglich für Musikliebhaber relevant. Wer jedoch die Gang-Wahl einem Automatikgetriebe überlassen will, muss sich entweder für den 140 PS-Benziner oder ein 110 PS-Diesel-Triebwerk entscheiden. So ist das Leben.

 

Fazit: Das Renault Mégane Coupé sieht chic aus und bietet viel Auto für einen absolut fairen Kurs. Wer den TCe180 bestellt, erlebt einen spurtstarken Fronttriebler, der auch Kurven alles andere als abgeneigt ist. Ein bisschen Individualität gibt es außerdem mit auf den Weg – so viel ist klar. Insofern lohnt ein Besuch beim Händler, der wartet schon.



 
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