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Moderne
Erscheinung: Der 307 CC gefällt auch
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Full House
Inzwischen
ist die Familie vollzählig: Nachdem Limousine und Kombi
der Erfolgsreihe 307 längst am Markt sind, kommt die
offene Variante zwei Jahre später. Mit dem 307 CC leistet
Peugeot einen weiteren Beitrag zum Thema Cabrio mit Stahldach-Konstruktion
und trifft dabei auf einen sich füllenden Markt. Außerdem
ein knapper Bericht über den zuletzt erschienenen 307
1,4 16 V.
Wer ist eigentlich König
unter den vielen Löwen des Hauses Peugeot? Das mag Geschmacksache
sein, klar ist allerdings, dass der 307 CC momentan zu den
dominanteren Gestalten des Stalls gehört. Er ist das
zweite Cabrio der Marke mit klappbarem Stahlverdeck
sieht man einmal von den Urahnen der Eclipse-Reihe in den
30er Jahren ab, welche diese Technik in einfacher Form ebenso
aufwiesen.
Ist also das Phänomen jener stabilen Dach-Gebilde, die
besseren Schutz vor Wind und Wetter bieten als die herkömmlichen
Stoff-Kaputzen, gar keine Neuerfindung? Nein, vielmehr eine
Neu-Entdeckung.
Mercedes wagte den Wiedereinstieg mit dem SLK das ist
nunmehr acht Jahre her und verhalf der robusten Blechmütze
zum Trend-Dasein.
Immerhin bevölkern zur Zeit fünf europäische
Coupe-Cabrios unsere Strassen. Daneben gibt es mit dem Lexus
SC 430 einen Beitrag aus Japan, und es gilt als sicher, dass
auch der Cadillac XLR nach Deutschland kommen wird. Die Zukunft
wird uns überdies Nachschub präsentieren: So steht
der neue SLK in den Startlöchern, und eine offene Variante
des Hyundai Coupe konnte man schon als Studie bestaunen.
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Innen herrscht kühle
Ordnung |
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Doch zurück zum Thema. Der 307 CC
hebt sich als eigenständig gehaltenes Derivat optisch
von seinen Modellbrüdern ab. Besonders deutlich werden
diesbezügliche Differenzen am Layout der Heckpartie,
deren Abschluss neben den Stoßfängern von markanten
LED-Schlussleuchten bestimmt wird.
Eine weit über das Innenleben reichende und flach stehende
Windschutzscheibe kommt dem sich schließenden Dach entgegen
und sorgt während der Fahrt für gemäßigte
Sturmraten wer das möchte, freut sich, richtigen
Frischluftfans vom alten Schlage entlockt dieser Umstand indessen
eine Bandbreite von müdem Lächeln bis zum leisen
Grummeln.
Dafür verleiht sie dem Coupe-Cabrio eine dynamische Silhouette.
Wer den Franzosen zuerst von vorn erwischt, wird ihn kaum
falsch einordnen hier ist eine Modell-Verwechslung
mit der Limousine nämlich so gut wie ausgeschlossen,
vorausgesetzt, man ist Markenkenner.
Für das Interieur gilt dies auch, wobei die offene Ausführung
etwas nobler daherkommt. So sind auf Wunsch nicht nur die
Sitze, sondern ebenso Armaturen und Türbeläge in
feinem Leder gehalten.
Tadellos und solide zeigt sich ferner
die Anmutung der zum Einsatz kommenden Materialien
was den im Sommer vorigen Jahres von der Limousine gewonnenen
Eindruck bestätigt.
Beim Cabrio freilich interessanter sind die Auswirkungen der
Torsionskräfte auf die Karosserie, die ja ohne den stabilisierenden
Part des Dachs auskommen muss. Rechnung getragen wird dem
mit Hilfe einer gegenüber den anderen Karosserievarianten
deutlich verstärkten Bodengruppe sowie einer den Kofferraum
abtrennenden Stahlwand. Schon nach wenigen Metern der offenen
Fahrt wird deutlich, dass sich die Mühen gelohnt haben:
Selbst auf der groben Piste bleibt die Schale angenehm verwindungssteif;
dem Optimum in dieser Hinsicht nähert sich der Franzose
natürlich erst bei geschlossenem Dach.
Das zweite Augenmerk gilt dem Platzangebot, in besonderem
Maße den Fondsesseln, die ja nachdrücklich als
vollwertige Plätze angepriesen werden. Nun, diese Bezeichnung
haben sie denn auch verdient, wenngleich es vorn deutlich
luftiger zugeht als in der nischenhaften zweiten Reihe. Keinesfalls
beschweren kann man sich über den Sitzkomfort
straffe Polster sorgen für einen sportlichen Touch und
ermüdungsfreien Aufenthalt, darüber hinaus bieten
speziell die Vordersitze ausgeprägten Seitenhalt. Die
im Vergleich zur Limousine tiefere Position rundet den grundsätzlich
sportiven Einschlag des CC ab.
Hoch liegt die Messlatte im Bereich der
passiven und aktiven Sicherheit. Neben den üblichen Airbag-Systemen
verfügt das offene Gefährt über besonders massive
A-Säulen, die einem Überschlag locker standhalten
sollen. Und wo steckt der Überrollbügel? Zu sehen
ist im Interesse der hübschen Cabrio-Linie nichts, an
ihn gedacht wurde dennoch; er kauert hinter den Fond-Kopfstützen
und schnellt im Falle einer Kippneigung pyrotechnisch
angetrieben hervor, um zusammen mit der Windschutzscheibe
ein Minimum an Überlebensraum zu sichern.
Vorangeschoben wird das Kompakt-Cabrio von zwei 2,0-Liter
Vierzylindern mit Vierventiltechnik, welche 136 respektive
177 PS leisten. Allesamt bekannte Triebwerke aus anderen Peugeot-Modellen.
Erste Fahreindrücke mit dem schwächeren 307 CC bescheinigen
dem 1,6-Tonner durchweg muntere Fahrleistungen. Besonders
temperamentvolle Naturen müssen das Fünfganggetriebe
hurtig bedienen, um ihren Fahrstil zu pflegen, was dank präzise
dirigierbarem Schalthebel mehr Freude denn Last bedeutet.
Dabei wird die Maschine mit zunehmender Drehzahl dem Stand
gemäß kernig, läuft aber hinreichend kultiviert.
Alles andere als ein notdürftiges
Auto ist Peugeots luftiger Neuling selbst in der Basisausführung;
mit 24.800 Euro aber auch kein billiges. Dafür bietet
der Franzose eine besonders reichhaltige Ausrüstung,
die beispielsweise Antiblockiersystem inklusive Bremsassistenten
und elektronischer Bremskraftverteilung, Fahrer- und Seitenairbags,
elektrisch einstell- und beheizbare Außenspiegel, Bordcomputer,
elektronisches Stabilitätsprogramm, elektrische Fensterheber
vorn und hinten, Innenspiegel automatisch abblendend, Klimaautomatik,
Leichtmetallräder, Lichtsensor, Radioanlage mit RDS und
CD-Player, Regensensor, geschwindigkeitsabhängige Servolenkung,
ein vollelektrisches Verdeck sowie eine fernbedienbare Zentralverriegelung
enthält.
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Bei Regen in Windeseile
geschlossen: Knopfdruck
genügt |
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Extra kosten Alarmanlage (300 Euro),
Metallic-Lackierung (400 Euro) und Ledersitze (ab 1.500 Euro),
wobei hier auch Gimmicks wie Scheinwerfer-Reinigungsanlage
und Sitzheizung inbegriffen sind.
Ebenfalls zur Kasse gebeten werden Orientierungslose, die
sich auf das Navigationssystem verlassen möchten. Für
1.700 Euro lotst es per Monochrom-Display, bietet darüber
hinaus aber auch einen CD-Wechsler sowie ein Dualband-Telefon
inklusive Freisprechanlage. Ganze 700 Euro mehr kostet exakt
der gleiche Dienst jedoch auf einer 7-Zoll-Farbkarte
dargestellt.
Nüchterner wird es da mit dem geschlossenen 307 1,4 16V,
der seit Herbst letzten Jahres das Basismodell bildet und
88 PS leistet immerhin 13 Pferdestärken mehr als
der frühere Einsteiger mit acht Ventilen. Entsprechend
moderat fallen seine Fahrleistungen aus, doch für den
Alltag reicht es völlig. Vom allgemein hohen Komfort-
und Qualitätsniveau der kompakten Baureihe profitieren
selbstverständlich auch jene in Sachen Fahrleistungen
weniger anspruchsvolle Kunden.
Ab 14.500 Euro ist der 307 zu haben und verfügt über
das volle Sicherheitsprogramm inklusive Antiblockiersystem
mit dem Notbremsassistenten und elektronischer Bremskraftverteilung,
Front-, Kopf- und Seitenairbags wie elektronischem Stabilitätsprogramm.
Ferner befinden sich elektrische Fensterheber, geteilte Rücksitzbank
und eine Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung an Bord.
Zur Sparer-Fraktion zählen denn auch die Trinksitten
des schwächsten Benziners: Laut Werk begnügt er
sich mit 5,3 bis 8,7 Litern auf einhundert Kilometern. Selbstverständlich
erfüllt das frische Triebwerk die Euro-4-Abgasnorm.
Fazit:
Mit dem neuen 307 CC erweitert Peugeot den Cabrio-Markt um
eine besonders attraktive Stufe. Das hübsche Cabrio-Coupe
bietet eine geballte Ladung Technik und Komfort zum relativ
fairen Preis.
Eher sachlicher Natur ist dagegen der Einsteiger-307 mit neu
eingeführter Vierventiltechnik. So avanciert das Basismodell
zur interessanten Alternative für all jene, denen Fahrleistungen
weniger bedeutet als eine komplette Sicherheitsausrüstung
denn diesbezüglich kann es auch die Grundvariante
mit ihren teureren Brüdern problemlos aufnehmen.
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