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Schöner
Rücken auch nach sieben Jahren zählt
der 206 noch zu den hübschen im Lande |
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Öl-Plattform
Auch im
siebten Dienstjahr präsentiert sich der kleine Peugeot
206 noch modern und frisch. Mit dem jüngsten Dieselmotor,
den er Mitte vorigen Jahres erhielt, gewann der Kleinwagen
nochmals an Attraktivität. Fahrbericht.
Der Diesel hat inzwischen
nahezu alle Autosegmente fest im Griff, denn dank moderner
Common-Rail-Technik gelang es den Konstrukteuren, immer höhere
spezifische Leistungswerte zu erzielen. Ein junges Beispiel
dieser Tendenz ist der von PSA und Ford zusammen entwickelte
1,6-Liter mit satten 109 PS ein Traumwert gemessen
am Hubraum, vor einem guten Jahrzehnt noch keine Selbstverständlichkeit.
In Kombination mit dem kleinen 206er bringt diese Maschine
wahre Fahrfreude, denn mit seinen runden 1,2 Tonnen Leergewicht
hat der Vierventiler leichtes Spiel.
Auf langen Autobahnetappen wird er zum souveränen Tourer,
der mühelos wenn es sein muss schnelle
Bahnen zieht. Der Tacho kratzt an der 200 km/h-Marke, auf
dem Papier sind es denn immerhin 190 Stundenkilometer. In
der Stadt erweist er sich als flinker Geselle mit guter Beschleunigung.
Glatte 10 Sekunden vergehen bis einhundert km/h so
zumindest verspricht es der Hersteller. Dieser Wert klingt
höchst glaubwürdig, an gefühltem Temperament
fehlt es jedenfalls nicht.
Und das bei einem Verbrauch, der die
Sechsliter-Marke nicht überschreiten soll. Bei moderatem
Treiben auf der Landstrasse gar sollen fünf Liter pro
100 Kilometer unterboten werden wenn das kein Wort
ist. Tankstopp-Intervalle von bis zu 900 Kilometern gehören
somit zur Tagesordnung eine durchaus angenehme und
praktische Eigenschaft. Obendrein verfügt der jüngste
206 HDI serienmäßig über einen FAP-Rußpartikelfilter,
was ihn angesichts aktueller Grenzwert-Debatten zukunftssicher
macht und ihm Vorteile bei den Unterhaltskosten einheimsen
dürfte. Klar, dass die Frage nach der Emissionsklasse
gar nicht erst aufkommt; wer sie dennoch beantwortet wissen
will: Euro 4.
Dabei sind dies nicht die einzigen Qualitäten des Triebwerks.
Es überzeugt ferner durch einen weichen und geräuscharmen
Lauf. Leichtes Diesel-Schnarren ist allenfalls zu vernehmen,
wenn man aufmerksam hinhört. Ansonsten stehlen ihm Radio
und Wind die Schau hier freilich im positiven Sinne.
Zum Motor gesellt sich ein leicht schaltbares Fünfganggetriebe,
das flink zu bedienen ist, obwohl stämmige 240 Nm bei
vergleichsweise niedrigen 1.750 Touren eine äußerst
schaltfaule Fahrweise ermöglichen. Und der HDI animiert
eher zur gelassenen Runde denn zur aggressiven Hetzjagd. So
spendierten ihm die Entwickler eine milde Fahrwerkabstimmung.
Schlechte Strassen bekommen dem kleinen Franzosen demnach
besser als schnell gefahrene Kurven. Letztere werden mit Fronttriebler-typischem
und gutmütigem Untersteuern beantwortet hohe Querbeschleunigung
ist eben nicht die Sache von Kleinwagen.
Dafür verarbeitet die Federung lange Bodenwellen erstaunlich
gut. Lediglich hartnäckige Schnitzer werden vernehmlicher
wahrgenommen, doch angemessen gedämpft. Daneben gibt
es einen sauberen Geradeauslauf sowie eine leichtgängige
Servolenkung; in der Stadt punktet der nur 3,84 m lange 206
außerdem durch gute Übersichtlichkeit. Parkplatzprobleme
jedenfalls müssen 206-Eigner nicht befürchten.
Und Platzprobleme in der Fahrgastzelle auch nicht. Trotz kompakter
Abmessungen geht es innen hinreichend geräumig zu. Kommodes
Gestühl hält die Fahrgäste auch dann bei Laune,
wenn das Ziel mal weiter entfernt liegt. Allein überdurchschnittlich
große Personen wünschten sich im Fond einen Tick
mehr Beinfreiheit aber unter dem Strich dürften
auch sie sich wohlfühlen.
Urlaubsfahrten also lassen sich bequem und sorglos bestreiten
zumal auch 313 Liter Gepäck mit an Bord dürfen.
Für kniffeligere Transport-Zwecke lassen sich kurzzeitig
bis zu 1.136 Liter Ladevolumen herstellen, nämlich bei
umgeklappter Rücksitzbank.
Und sonst? Es gibt eine übersichtliche Armaturenlandschaft
mit ordentlich verarbeiteten Materialien. Sämtliche Schalter
liegen gut zur Hand, mit dem 206 kommt man auf Anhieb zurecht.
Ein leicht ablesbares Zentraldisplay über den mittleren
Lüftungsdüsen hält sämtliche Informationen
über Radio-, Navigations- und Bordcomputer-Funktionen
bereit.
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Innen
geht's recht
aufgeräumt zu... |
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Zum besonders günstigen Tarif bietet
der Hersteller das Sondermodell "Grand Filou Cool"
momentan feil, das in Verbindung mit dem stärksten Diesel
ab 14.800 Euro kostet (Dreitürer).
Serienmäßig bietet es Front-, Seiten- und Kopfairbags,
Antiblockiersystem, Bordcomputer, elektrische Fensterheber
vorn, Klimaanlage, eine geschwindigkeitsabhängige Servolenkung
und Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung. Für das
elektronische Stabilitätsprogramm sind 450 Euro extra
fällig. Die 1.750 Euro teurere Tendance-Ausstattung bietet
neben ESP auch elektrisch verstellbare Außenspiegel,
Leichtmetallräder und Sportsitze. Der Aufpreis zum Fünftürer
beträgt 650 Euro. Radioanlagen sind ab 350 Euro zu haben,
ein Navigationssystem kostet 2.250 Euro allerdings
ist das Radio in diesem Fall inbegriffen.
Für 200 Euro gibt es einen Licht- und Regensensor, der
gleiche Betrag ist für eine Sitzheizung zu entrichten.
Auch ein elektrisches Glas-Schiebedach lässt sich ordern
es kostet 700 Euro.
Fazit: Der Peugeot 206
HDi FAP 110 ist dank kräftigem Dieselmotor mehr als ein
simpler Kleinwagen. Denn der Sechzehnventiler macht aus dem
kompakten Franzosen einen kleinen Tourer, der sich auch im
gelegentlichen Langstreckeneinsatz wacker schlägt. Abstriche
müssen allein im Fond platznehmende Personen hinnehmen
doch das können die Wettbewerber in dieser Kategorie
auch keinen Deut besser.
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