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Wind
ist beim 206 CC kein Thema die weit
hochgezogene Scheibe hält ihn fern |
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Es klappt immernoch
Auch wenn
das Fahrwasser in den imaginären Kanälen des Cabriomarktes
rauher geworden ist, kann sich der zweifellos angegraute 206
CC noch erstaunlich gut behaupten. Und das, obwohl die Wettbewerber
mächtig aufdrehen: Der neue SLK, das Opel Tigra Cabrio
und Renault Megane CC sind nur wenige Beispiele für erschwingliche
offene Lösungen, die mit allen Schikanen um die Gunst
des Käufers buhlen. Doch Im Visier dieser Abhandlung
steht der kleine dachlose Peugeot mit 1,6-Liter-Motor und
Automatik.
Keine Frage, auch der Durchschnittsbürger möchte
an der automobilen Party teilnehmen. Soll heißen: Er
will ebenfalls in den Genuss eines freizeitrelevanten Fahrzeugs
gelangen, statt ein tristes Autofahrerleben mit biederen Allerwelts-Mittelklasse-Karossen
zu fristen. Und wer Auto-Lifestyle zwangsläufig als Offenfahren
interpretiert, wird schon ab guten 15.000 Euro fündig.
Bei der Löwenmarke beginnt das luftige Vergnügen
bei exakt 16.990 Euro, dafür gibt es den Basis 206 CC
mit 109 PS.
Dieser bietet immerhin eine komplette Sicherheitsausstattung
inklusive ABS, vier Airbags und Stabilitätsprogramm.
Daneben gibt es elektrisch verstellbare Außenspiegel,
einen Bordcomputer, elektrische Fensterheber, ein teilelektrisches
Verdeck und Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung.
Für den extravaganten Wunsch, selbst einen Kleinwagen
wie den 206er mit Automatikgetriebe zu ordern, hält Peugeot
die Option bereit, die kleinste Motorversion in der Tendance-Ausstattung
mit eben jener Kraftübertragung auszustatten. Dieser
kostet dann 19.800 Euro, verfügt aber zusätzlich
über RDS-Radio und Regensensor.
Nun, wie gestaltet sich der Alltag mit
dem Automatik-CC? Überschäumendes Temperament legt
ein 109-PS-Gefährt der Kleinwagenklasse ja ohnehin nicht
an den Tag, so dass der nochmalige Wandler-Abschlag kaum Relevanz
hat.
Doch wer nun wiederum eine lahme Ente erwartet hat, erlebt
binnen weniger Meter eine Überraschung. Denn unmittelbar
nach Einrasten der Fahrstufe legt der Franzose munter los
und erreicht flott angemessene Landstrassen-Tempi. Dabei schaltet
sein Viergangautomat fleißig wie ruckfrei durch die
Stufen und steht dem Triebwerk nützlich zur Seite.
Dieses werkelt seinerseits weitgehend unauffällig; erst
bei hohen Drehzahlen betritt der Vierzylinder die akustische
Bühne und zeigt damit, dass er sich am oberen Ende der
Tourenskala nicht wohlfühlt.
Um so wohler fühlen sich die Passagiere auf den vorderen
Sitzplätzen, während es hinten allenfalls Kindern
gut gehen dürfte.
Aber das ist nicht das Thema eines kleinen Cabrios. Hier spielt
die Musik zweifellos in der ersten Reihe, wo man geschützerweise
auch die erfrischende Frühlingsluft genießen kann.
Diesen Umstand die weit nach hinten reichende Windschutzscheibe
trägt die Hauptschuld kritisieren Hardcore-Oben-Ohne-Fans
als Untergang der wahren Cabrio-Kultur.
Aber so gnadenlos ist dieser Peugeot eben nicht. Schließlich
soll er eine innerhalb der Zielgruppe breite Masse bedienen,
und eine Vielzahl der Autofahrer mag die leichte Brise statt
Sturm im Haar.
Und nicht nur das. Ein Allrounder unter den offenen kleinen,
dies erwartet man hier ebenso. Da klingen 410 Liter Gepäckvolumen
wie ein Wort wenn auch im geschlossenen Zustand. Warum
also nicht mit einem Coupé in den Urlaub fahren, Koffer
auspacken und sich dann im Cabrio niederlassen? Für den
Ausflug entlang der Küste müssen denn auch 175 Liter
Ladekapazität reichen.
Schlicht als genügend lassen sich zudem die Kapazitäten
der Federung bezeichnen. Demnach wird die rauhe Piste gut
verdaut, was übrigens nicht nur auf die Fahrgäste
zutrifft, sondern ebenfalls für die Karosserie gilt.
Verwindungssfest ist der kleine CC allemal, mit geschlossener
Stahlkaputze als Stütze gegen auftretendes Torsionsmoment
sowieso. Lediglich grobe Unebenheiten setzen dem kleinen Cabrio
zu ein Merkmal, mit dem man wohl leben muss und kann.
Topfit präsentiert sich die Verarbeitungsqualität
der inzwischen ausgereiften Baureihe. Für Kleinwagenverhältnisse
gutes und kommodes Gestühl trägt den Fahrgast in
bequemer Weise von Ort zu Ort. Das Interieur spricht eine
einfache, aber klare Sprache. Komplizierte Bedien-(Un-)Fälle
sind so gut wie ausgeschlossen: Es ist ja nicht viel Spielerei
an Bord außer Radio und Klimaautomatik, welche
beide gut zur Hand liegen, gibt es keine besonderen High-Tech-Gimmicks,
die Tasten-Wust produzieren. Das ist eben der Vorteil des
früh geborenen. Gibt es überhaupt etwas zu meckern?
Gut, der eine oder andere wäre sicher gerne bereit, etwas
mehr für ein vollelektrisches Verdeck zu bezahlen. So
aber müssen zunächst Hebel von Hand gelöst
werden, um das Dach dann per Knopfdruck zu öffnen. Der
zweite Teil funktioniert gut, während der erste Schritt
eine Gefahr für die Finger birgt wer nicht aufpasst,
klemmt sich.
Dann aber steht ein hübsch anzuschauendes Cabrio auf
der Strasse, dessen Design immer noch frisch anmutet und Blicke
anzieht.
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Schicke Linie auch von
der Seite |
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Da mögen die beiden Bügel sowie
jenes Waschbrett-Muster auf dem Hinterteil eine leichte Unruhe
in die sonst glatte Linie des Zweitürers bringen, aus
den ästhetischen Fugen geworfen wird der nichtmal vier
Längenmeter messende Franzose dadurch nicht. Und was
des einen Leid, ist ja bekanntermaßen des anderen Freude,
so gilt es auch hier: Der Geschmack entscheidet letztlich,
da ist es schwierig zu urteilen.
Urteilen aber kann man über die Wirtschaftlichkeit eines
Fahrzeugs, und hier schneidet der 206 CC unterm Strich ganz
gut ab. Cabriofahren muss absolut gesehen kein
teures Vergnügen sein, auch im Unterhalt nicht. So geht
ein Kraftstoffverbrauch zwischen sechs und guten zehn Litern
pro 100 Kilometer in Ordnung. Einen Schönheitsfehler
stellt eher die inzwischen leicht antiquierte Euro 3-Norm
dar.
Fazit: Der Peugeot 206 CC 1,6 macht im Alltag Spaß,
sieht auch nach fünf Jahren Bauzeit noch chic aus und
ist bezahlbar. Nicht alltäglich, aber durchaus eine Überlegung
Wert ist die Version mit dem Vierstufenautomaten, welcher
sanft schaltet und für höheren Komfort insbesondere
im Stadtverkehr sorgt.
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