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Geschichte
wiederholt sich, könnte man denken. Der 1968
lancierte zweitürige Opel GT verpasste dem
damals etwas biederen Image der Marke, solide
Familienkutschen zu bauen, einen gehörigen
Schuss sportliche Frische. Das an den großen
GM-Bruder Corvette angelehnte Coke-Bottle-Design
und die in der langen Haube integrierten, mechanisch
betätigten Klappscheinwerfer begeisterten.
Heute ist nach zwischenzeitlicher Qualitäts-
und Imagekrise wieder etwas los im Opel-Modellprogramm.
Astra GTC, TwinTops und Co. haben für frischen
Wind gesorgt, der neue Opel GT für einen
Begeisterungssturm.
Auf 4,10 m Länge sorgt ein spannendes Zusammenspiel
von Rundungen, scharf gezeichneten Linien, gierigen
Luftöffnungen und kurzen Überhängen
für Verzückung. Die Front des GT ist
dominiert durch die lange und vorne angeschlagene
Haube, die Linienführung der Seitenansicht
lässt noch einen Hauch von Ur-GT erkennen.
Die Schokoladenseite ist zweifelsohne das knackige
Heck: Kantige Auspuffrohre und chromumrandete
Designer-Heckleuchten. Gekrönt wird es durch
zwei mächtige Airdomes.
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| Ob
er mal eine Ikone werden wird? |
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Aber nicht nur optisch hat
der GT etwas zu bieten, denn mit 264 PS ist dieser
Opel in 5,7 Sekunden auf Tempo 100 und beweist,
dass er ein lupenreiner Sportwagen ist. Der 2,0
Liter große, längst verbaute Vierzylinder
mit Turboaufladung und variabler Nockenwellenverstellung
bringt es auf über 350 Nm und wird mit einem
sportlich abgestimmten Fünfganggetriebe kombiniert.
Die Höchstgeschwindigkeit des Hecktrieblers
von 230 km/h deutet auf eine kurze Übersetzung
hin. Mächtige 18-Zoll-Felgen werden mit Reifen
der Dimension 245/45 kombiniert. Gebaut wird der
flotte Rüsselsheimer in Wilmington/USA zusammen
mit seinen Brüdern Saturn Sky und Pontiac
Solstice, welche sich alle die GM Kappa-Plattform
teilen.
Im Interieur geht es sportlich weiter: Lederlenkrad,
ein kurzer Lederschaltknauf, Sportsitze und Aluminiumapplikationen
sorgen für ein dynamisches Auftreten. Aber
auch Komfort wird geboten, denn neben der Klimaanlage
gibt es elektrische Fensterheber, Tempomat und
Bordcomputer. Und dafür muss nicht mal einen
Cent Aufpreis gezahlt werden, alles ist bereits
serienmäßig verbaut. Das Studium der
Preisliste ist also schnell beendet, lediglich
zwei Positionen sind aufpreispflichtig: Ein Premium-Paket
für 1.285 Euro und Metalliclackierung (zwischen
205 und 475 Euro). Im Paket enthalten sind Ledersitze
und ein CD-Wechsler. Ein besonderes Gimmick ist
das per Knopfdruck in mehreren Stufen deaktivierbare
ESP.
Am manuellen Stoffverdeck mit Glasscheibe erkennt
man den größten konzeptionellen Unterschied
zum ersten GT: War der alte ein Coupé,
so ist der neue ein Roadster, der auch geschlossen
eine prächtige Figur macht. Zwar ist er mit
einem Grundpreis von 30.675 Euro der derzeit teuerste
Opel im PKW-Programm, aber gemessen an der Konkurrenz
schon fast ein Sonderangebot. Beispiel BMW: Der
fast gleich starke Z4 3.0si kostet mit 41.445
Euro über 10.000 Euro mehr.
Fazit: Mit
dem neuen GT ist Opel ein durchgestylter Sportwagen
gelungen, der Fahrleistungen auf hohem Niveau
bietet und dennoch erschwinglich bleibt. Dem Image
der Marke wird er gut tun.
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