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Fahrberichte & Tests
 
Mitsubishi Lancer Sportback Frontansicht, Scheinwerfer, Innenraum
Mitsubishi Lancer Sportback Heckansicht, Rückleuchte

 

1. Im Lancer dominieren Kunststoffe – die reduzierte Knöpfchenlandschaft kommt der Bedienung entgegen...

2. Schicker Japaner mit baggernder Front...

3. Das nützliche Multifunktionslenkrad hilft bei der Ansteuerung vieler Features...

4. Das Hinterteil des Sportback mutet drahtig an...

 

Der Mitsubishi Lancer im Test
Diesel +
Mittelklasse oder eher kompakt? Der Mitsubishi Lancer Sportback jedenfalls besitzt Allround-Fähigkeiten, ein schickes Design und einen fairen Preis. Wie schlägt sich der Japaner mit der stärkeren Leistungsstufe (150 PS) des frisch entwickelten Selbstzünders, welcher nicht nur durch seine signifikant niedrige Verdichtung auffällt? Autotipp.
E

igentlich ist es ja eine kleine Revolution – aber sie fand eher im Stillen statt, jedenfalls hierzulande. Mitsubishi bringt den Dieselmotor mit variablen Einlassventilen und sensationell niedriger Verdichtung (14,9:1). Die Folge ist zum Beispiel ordentliche NOx-Reduktion aufgrund geringerer Prozesstemperaturen: Durch den frühen Ventilverschluss noch während der Ansaugphase expandiert die Zylinderfüllung, was zu einer deutlichen Abkühlung derselben führt. Und da besonders heiße Verbrennungsabläufe auch das Stickoxid-Aufkommen erhöhen, werden hier durchaus Vorteile erzielt. Andererseits kann der Strömungsdynamik auf die Beine geholfen werden, indem die Einlassventile später öffnen. Sind diese nämlich noch geschlossen, während der Kolben mit dem Hinabgleiten beginnt, entsteht Unterdruck im Brennraum – kein Wunder, dass die dann folgende Drallströmung drastisch an Fahrt gewinnt. Doch genug der grauen Theorie – wie fährt der Lancer mit dem neuen Diesel? Das bewusste Fehlen an Kompression hinterlässt jedenfalls akustische Spuren – und zwar beim Start des 1,8-Liters. So fällt das Anlassergeräusch im Vergleich recht mild aus. Der kleine E-Motor hat leichtes Spiel beim Anschieben der Konstruktion und wuchtet den metallischen Zylinderinhalt schwungvoll gegen den noch immer beachtlichen Druck der zuvor angesaugten Luft.

 

Dann ertönt der wohlbekannte Selbstzünder-Klang; sobald die Maschine Betriebstemperatur erreicht, tritt sie den Passagieren freundlich und ohrenschonend entgegen. In typischer Tonlage erhebt der Motor mit steigender Drehzahl die Stimme, ohne die Insassen in ihrer Konversation zu behindern. Apropos Umdrehungen: Davon verträgt das Aggregat angesichts des Verbrennungsverfahrens eine ganze Menge und geht süffig über die 3.000er-Grenze hinaus. Wer also keinerlei Hemmungen hat, die Kurbelwelle gehörig rotieren zu lassen, wird eine dynamische Kraftquelle erleben. Das Spitzendrehmoment notiert mit 300 Nm exakt so hoch wie jenes der schwächeren Ausbaustufe (116 PS) – liegt aber zwischen 2.000 und 3.000 Touren an, also hält deren 500 länger vor. Das sorgt in der Praxis für entsprechend länger anhaltenden Punch. Aus dem Stand heraus gibt es eine kleine Anfahrschwäche, mit der man aber locker umgehen kann. Als wirklich drahtig geht der zivile Lancer ohnehin kaum durch, aber beim Überholen freut man sich natürlich über kräftigen Vortrieb. Ein recht kurzes Übersetzungsverhältnis macht den Mitsubishi zum quirligen Gesellen – dennoch hält sich der Kraftstoffkonsum in engen Grenzen. Selbst bei gemischtem Fahrbetrieb lässt sich in Sachen Verbrauch locker eine Fünf vor dem Komma realisieren. Übrigens legt der Vierventiler die Arbeit an der roten Ampel prompt nieder, um vor dem Losfahren fix wieder anzuspringen.

 

Klar verfügt der Antriebsstrang über sechs Gänge, darüber muss nicht diskutiert werden. Sämtliche Übersetzungen rasten geschmeidig ein; etwas längere Schaltwege machen klar, dass der Asiate eher der kommode Typ ist. Entsprechend sanft abgestimmt präsentiert sich sein Fahrwerk und bügelt sogar harte Verwerfungen wirkungsvoll aus. Erfreulicherweise unterstützen die Pneus der 60er-Serie diesen Einschlag nach Kräften – es muss schließlich nicht immer maximal sportlich zugehen, wenngleich der Name für die hier gewählte Karosserieform den Eindruck erwecken könnte. Langwellige Schnellstraßen-Patzer nimmt der mit markanter Schnauze inklusive riesiger Kühleröffnung sowie schneidiger Scheinwerfer ausgerüstete Japaner leicht nachschwingend, um seine menschliche Fracht in feinem Komfort zu betten. Das bedeutet andererseits keineswegs, dass der Lancer mit dem schweren Triebwerk auf der Vorderachse unwillig durch Kehren läuft – ganz im Gegenteil. Zügige Runden über kurvige Landstraßen absolviert der Fronttriebler sicher und lange neutral; die elektrische Servolenkung meldet exakt zurück und hilft dabei, die Fuhre präzise über die Bahn zu dirigieren. Falls der Fahrer es doch mal zu weit treiben sollte, greift die Stabilitätskontrolle sanft, aber bestimmend ein. Bei hohen Autobahntempi fühlt man sich hinter dem Steuer ebenso sicher – dafür garantiert stoischer Geradeauslauf.

 

Das Gestühl könnte geringfügig weicher ausfallen. Nichts gegen straffe Polster – die helfen bekanntermaßen gegen vorzeitiges Ermüden, aber die Lancer-Sitze scheinen auf den ersten Blick zu übertreiben. Richtig, auf den ersten Blick. Denn auf langen Strecken erweisen sich die Möbel als recht belastbar und belasten die Insassen dafür keinesfalls. Das gilt auch für Bedienung wie Übersichtlichkeit der Instrumente. Fast spartanisch wirken die Armaturen, Tasten-Überfluss sucht man vergebens. Und wenn die Bestellung (wie der Testwagen) ohne das lieferbare Bildschirm-Navigationssystem ausgestattet wird, entfallen Menü-Systeme weitgehend. Auf das Multifunktionslenkrad verzichtet Mitsubishi jedoch ebenso wenig wie auf Getränkehalter; der Blick des Steuermannes fällt auf sportiv anmutende Rundinstrumente mit leicht erfassbarer Skalenmarkierung – so muss es sein. Darüber hinaus bietet die mit 4,57 Längenmetern schon im Mittelklasse-Segment wildernde Offerte jede Menge Bewegungsfreiheit in allen Lebenslagen. Demnach stellt der Fond beträchtlichen Bein-Raum zur Verfügung, damit großgewachsene Mitreisende kein Leid auf ausgedehnten Fahrten ertragen müssen. Vorn kommt das Thema Platz gar nicht erst auf, denn man sitzt locker-luftig auf den vielleicht einen Tick zu schmalen Oberflächen, um die Landschaft in vollen Zügen zu genießen.

 

Ähnlich gelassen bleiben Interessenten beim Blick in die vielschichtige Preisliste mit wohlfeilen Angeboten. Dazu gehören zweifellos die Sondermodelle. Schon ab 19.900 Euro kommen Barzahler (anderenfalls 3.000 Euro mehr) in den Genuss eines Lancer 1,8 DI-D+ Edition. Diese Line beinhaltet Antiblockiersystem, Front, Kopf- sowie Seitenairbags inklusive Luftsack für die Knie, elektrisch verstell- und beheizbare Außenspiegel, Bluetooth-Schnittstelle mit Freisprech-Funktion, Bordcomputer, elektrische Fensterheber, Klimaautomatik, Radioanlage mit CD-Player, Regensensor, elektronisches Stabilitätsprogramm, Tempomat, Bi-Xenonscheinwerfer und Zentralverriegelung mit Fernbedienung. Zur wichtigsten Sonderausstattung zählt das 2.668 Euro kostende Navigationssystem mit 40 GB-Festplatte und Siebenzoll-Farbmonitor, während Metallic-Lacke mit 490 Euro zu Buche schlagen. Die für 27.990 Euro gelistete Instyle-Variante verwöhnt den Käufer überdies mit luxuriösen Dingen wie Lederpolster, Schlüssellosem Schließsystem, elektrisch verstellbarem Fahrersitz, Sitzheizung sowie Soundsystem. Der elektronische Weglotse ist in diesem Falle serienmäßig. Fehlt allein das automatische Getriebe für die Selbstzünder-Ausgaben – man darf gespannt sein, ob es analog zum RalliArt nachgeliefert wird.

 

Fazit: Der Mitsubishi Lancer 1,8 DI-D+ bietet viel Auto fürs Geld, gute Allround-Eigenschaften sowie einen interessanten Dieselmotor mit guter Performance. Für Langstrecken-User mit Blick auf das Spritbudget ist die kräftige Plus-Ausführung ein sinnvoller Kompromiss.



 
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