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Mit
dem Lancer Evo verbindet man zwangsläufig
eine drahtige Fuhre ohne Komfort. Der Technik-Löwenanteil
steckt im Verteilergetriebe samt geregeltem Differenzial,
und sämtliches Know How müssen die Konstrukteure
der Fahrwerksabstimmung gewidmet haben. Ansonsten
herrscht blanker Verzicht die interessanten
Elemente des Interieurs sind Lenkrad, Pedale und
Schalthebel. Mindestens zwei Dinge aber haben
sich mit der zehnten Generation, die im neuen
Kleid daherfährt, geändert: Da hockt
ein TFT-Schirm im Armaturenbrett, welcher der
sonst nackten Wohnstube einen Hauch Moderne verpasst.
Und jetzt aufgepasst: Wer genau hinschaut, entdeckt
tatsächlich einen Wählhebel, wo sonst
gerührt wird. Richtig, der Evo X wird auf
Wunsch mit einem Doppelkupplungsgetriebe ausgeliefert
der angeblichen Zukunft des automatischen
Schaltens beim Sportwagen, denn hier gibt es weder
Wandlerschlupf noch Zugkraftunterbrechungen, und
die Hände bleiben am Lenkrad, wenn der Japaner
quer durch die Kehren der Nordschleife wetzt.
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| BBS-Felge
und Brembo-Bremsen... |
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Damit die Passagiere währenddessen
nicht aus der Bahn fliegen, gibt es Recaros mit
besonders langen Wangen und tiefer Kuhle
sicher keine Sänfte, aber zweckerfüllend.
Mit 280 PS ist die japanische Version unterwegs;
die hiesige Ausführung dürfte der magischen
300 PS-Marke noch etwas näher kommen. Brutale
Brembo-Zangen holen den Zweiliter-Turbo notfalls
schnell wieder in zivile Temporegionen, die er
auf Gaspedal-Befehl schnell wieder verlässt:
Kaum mehr als fünf Sekunden vergehen bis
100 Stundenkilometer, und die Puste geht ihm traditionsgemäß
erst bei 245 km/h aus. Auch bei der Optik hielt
man Tradition übrigens hoch: Der große
Flügel auf dem Heckdeckel, ein großes
Maul, das aber für gute Kühlung sorgen
dürfte, und sportive BBS-Felgen im 18-Zoll-Format
lassen schon aus weiter Ferne ahnen, was da anrollt.
Geringfügig schwerer als der Vorgänger,
aber sicher kein wenig müder und vor allem
steifer wird er die Fangemeinde in Atem halten
für etwas mehr als 40.000 Euro. Tradition
siegt eben.
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