Design, Effizienz und tolle Namen, hinter denen große Philosophien stecken, kennzeichnen die Marke Mazda und ihre Modelle. Das gilt auch für Studien, nur können die es in der Regel noch ein bisschen besser – und so gibt der japanische Hersteller mit dem Kiyora einen Ausblick auf das, was den Kunden in naher Zukunft glücklich machen soll.
paren ohne besonders großen Aufwand – das hat man schon einmal gehört. Genau, zufälligerweise auch in Tokio und auch im Jahr 2009. Richtig, Daihatsu ist auf dem Weg, dieses Ziel zu erreichen. Aber die Toyota-Tochter steht keinesfalls alleine da; auch Mazda schickt sich an, dem Benziner endlich das Saufen abzugewöhnen und ihm Diesel-Trinksitten beizubringen, ganz ohne Elektromotor als unterstützende Maßname. Das ist nicht nur ökologisch, sondern ebenso ökonomisch. Und natürlich gibt es wieder einen klangvollen Namen zur Legitimation der neuen Sparphilosophie: Sky G-Benzin-Direkteinspritzung heißt das Kind und verspricht – zumindest im Conceptcar Kiyora – mit 3,1 Liter Kraftstoff pro 100 Kilometer auszukommen. Der Kiyora ist 100 Kilogramm leichter und zehn Zentimeter kürzer als ein konventioneller Mazda 2 – man spricht also von klassischen Kleinwagen-Verhältnissen. Dessen Triebwerk weist 1,3 Liter Hubraum auf und ist mit einem angeblich äußerst effizienten Sechsstufen-Automatikgetriebe gekoppelt, das im Mazda-O-Ton "Sky-Drive" heißt und der Doppelkupplung charakterlich nahestehen soll. Also alles etwas modifiziert, keine bahnbrechenden Neuerungen – warum auch nicht? Das Endergebnis muss schließlich stimmen.
Ganz so einfach indessen baut man doch keine Kostverächter; um Gewicht zu reduzieren, ist ein hoher Alu-Anteil erforderlich, was ganz schön ins Geld gehen kann. Und um das letzte Quäntchen herauszuholen, setzen die Japaner beim Kiyora besondere Schaumstoffe aus Kunstharz ein, die man allerdings noch erforscht. Dinge wie Start-Stopp und Bremsenergie-Rückgewinnung gehören freilich zu den Selbstverständlichkeiten. Zudem besticht die Kompaktstudie durch ein schnittiges Design – okay, für die Serie wäre der Auftritt eindeutig zu gewagt, aber auf Messen taugt der Mazda als Blickfänger. Übrigens haben die Gestalter mitnichten vergessen, dem 3,77 m langen Zweitürer die richtige Dosis Markenidentität ins Gesicht zu zeichnen. Man darf also gespannt sein, wie der Mazda 2 von morgen durch die Gegend fährt. Ein Verbrauch von unter vier Litern wäre für einen Benziner in der Tat fast revolutionär, das können bisher wirklich nur Selbstzünder. Und die werden spätestens mit der Euro-6-Einführung Mitte des nächsten Jahrzehnts richtig aufwendig. Dann wird der Wettbewerb Diesel gegen Hybrid drastisch zunehmen an Bedeutung. Und bis dahin darf der autointeressierte User entspannt beobachten, was für tolle Studien die Designerteams dieser Welt so zaubern. Hier dürfen sie sich schließlich nach Herzenslust austoben.
Fazit: Der Kiyora kann alles etwas besser, bringt aber keine bahnbrechenden Neuigkeiten mit. Allerdings sind 3,1 Liter Benzin pro 100 km schon gewichtig. Mal abwarten, was davon übrig bleibt in den Serienmodellen der nächsten Jahre. Eines jedenfalls kommt nicht zu kurz: Die Spannung.