spacer

spacer
DRIVERSNET.DE - Das Auto-Mag für gay urban trendsetter. Themen: Auto, Tests, Fahrberichte.
Home Fahrberichte & Tests QD-Spot Technik Young n Old Galerie Vorschau Auto-Test-Archiv
spacer
spacer spacer
 
Fahrberichte & Tests
 
Kia Sorento Front

Wuchtiger Auftritt: Der Sorento

 
 

In Warteschleife

Der Kia Sorento ist das meistgefragte Modell der Palette, und ungewöhnlicherweise mussten die Kunden anfangs sogar mit Wartezeiten rechnen, wenn sie in den Genuss jenes SUV mit dem äußerst günstigen Preis-Leistungsverhältnis kommen wollten. Im folgenden Autotipp geht es um die Variante mit sechs Zylindern.

E
in Importmodell mit Lieferfrist? Die sind nun wirklich an einer Hand abzuzählen – und erstrecht, wenn sie aus Korea stammen. Der Sorento ist so ein Kandidat. Kein Wunder, kostet das komfortable SUV mit guter Ausstattung doch lediglich die Hälfte dessen, was man für einen Wettbewerber mit erstrebenswertem Image zahlen muss. Und wer auf Feature wie Luftfederung, Radartempomat oder schlüsselloses Schließsystem verzichten kann, fährt mit dem Sorento gar nicht schlecht. Besonders das V6-Modell besticht durch seidenweichen Motorlauf. Der große Benziner dreht bis in hohe Regionen absolut vibrationsfrei. Und selbst Außenstehenden bietet das Aggregat eine akustische Einlage, denn der 3,5-Liter gibt unter Last eine sonore, in gewisser Weise fein klingende Melodie von sich.
Abgesehen davon arbeitet er harmonisch mit der obligatorischen Fünfgangautomatik zusammen, welche ihre Stufen – passend zum kultivierten Partner – unauffällig sortiert. Ein Ausbund an Temperament freilich ist der stärkste Sorento mit 194 Pferdchen unter der Haube nicht, aber dafür verfügt er über handfeste Gleiterqualitäten.

Entsprechend weich geriet die Federung; so schützt der Offroader seine Insassen zwar vor sanierungsbedürftigen Fahrbahnen, aber neigt sich in flotten Kurven kräftig zur Seite. Naturgemäß sind Geländewagen, auch, wenn sie im sportlichen Gewand daherkommen, nicht für die schnelle Piste konzipiert. Übrigens kennzeichnet den Sorento eine kleine Besonderheit, die im Revier drahtig erscheinender Mode-Offroader in der Regel nichts verloren hat: Er besitzt einen stabilen Leiterrahmen und ist somit zumindest in puncto Karosserie gewappnet für harte Einsätze jenseits asphaltierter Strassen.
Der Allradbetrieb arbeitet traktionsabhängig – bei griffiger Fahrbahn werden lediglich die hinteren Räder angetrieben, sobald jedoch Drehzahldifferenzen zwischen beiden Achsen auftreten, wird auch den Vorderrädern Antriebsmoment zugewiesen. Für extreme Steigungsstrecken steht selbstverständlich eine Geländereduktion zur Verfügung – ungeachtet der Tatsache, dass die meisten dieser wuchtigen Kia höchstwahrscheinlich niemals unbefestigte Strassen zu Gesicht bekommen werden.

Warum auch, wenn es sich in ihnen doch so gut reisen lässt? Der Fahrkomfort entspricht dem einer gehobenen Mittelklasse. Innen geht es geräumig zu, hier herrscht ein üppiges Maß an Kopf- und Beinfreiheit. Ferner erlauben die Sitze einen kommoden Aufenthalt, auch über viele hundert Kilometer. Sie könnten etwas mehr Seitenhalt bieten, was man ihnen angesichts der geringen Relevanz jedoch verzeiht. Zu nennenswerter Querbeschleunigung wird man den Sorento ja ohnehin nicht herausfordern. Praktisch sind zahlreiche Ablagen für Kleinkram, vorn nimmt ein Cupholder Getränkebecher auf. Zu größeren Transportorgien lädt der im Bedarfsfalle 1.751 Liter große Kofferraum.
Die Armaturen sind übersichtlich gehalten, das Bedienen sämtlicher Funktionen fällt auf Anhieb leicht. Gefragt werden muss allerdings, ob der Hersteller nicht auf die Holzapplikationen hätte verzichten können, da sie ein wenig künstlich wirken. Unter dem Strich aber wird hier keine schlechte Architektur geboten – das Interieur mutet sachlich und schlicht, aber eben sympathisch an.

Von Schlichtheit kann man bezüglich des äußeren Auftritts nicht gerade sprechen. Das Dickschiff fährt mit einer stattlichen Breite von 1,86 m vor, ist dafür aber wenigstens in der Länge kompakt. Dank knapper 4,57 m dürfte auch das Vorwagen in städtische Gefilde keinen allzu großen Parkplatzfrust hervorrufen. Diesem Problem beugen natürlich auch eine standesgemäß hohe Sitzposition und die leichtgängige Servolenkung vor, mit deren Hilfe der ausladende Brocken zur handlichen Partie wird.
Der optischen Aufwertung dienen dicke Flankenschutz-Leisten, kräftige Stoßfänger mit integrierten Nebelscheinwerfern und freilich üppige Verkleidungen der Radläufe. Einen Schuss Modernität bringen Klarglas-Scheinwerfer und ebenfalls klare sowie zweifarbig gehaltene Rückleuchten. Breite, verkleidete Schweller sorgen zusammen mit der insgesamt gefällig-runden Karosserie für die sportliche Note. Und schließlich unterstreichen stabile Bügeltürgriffe zur Abrundung der optischen Mixtour den Eindruck geländetauglicher Werte.

Und wie viel kostet der stärkste Sorento? Die 3,5-Liter-Version ist ausschließlich in der besser ausstaffierten EX-Variante zu haben und schlägt mit 35.195 Euro zu Buche. Serienmäßig an Bord sind Frontairbags, Kopfairbags vorn und hinten, Antiblockiersystem, elektrisch verstell- und beheizbare Außenspiegel, elektrische Fensterheber rundherum, Klimaautomatik, 16-Zoll-Leichtmetallräder, Scheinwerfer-Reinigungsanlage, ein elektrisch einstellbarer Fahrersitz, Sitzheizung, Tempomat sowie Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung.
Die Sonderausstattungsliste präsentiert sich mit drei wesentlichen Positionen recht übersichtlich. Es gibt Metallic-Lack für 380 Euro, ein 650 Euro kostendes Navigationssystem von Becker und ein elektrisches Glas-Schiebe-Hebedach zum gleichen Preis.
Feinde modischer Gimmicks wie Massagesitze oder elektrisch öffnende Türen werden mit dem Angebot zurechtkommen. Nachlegen sollte der Konzern indes überaus wichtige Dinge wie zum Beispiel ein elektronisches Stabilitätsprogramm oder gar Xenonlicht. Bleibt abzuwarten, was das nächste Modelljahr bringt.

Fazit:
Der Kia Sorento V6 ist ein ernstzunehmender Wettbewerber in seinem Segment, der mit einem unschlagbar günstigen Preis lockt und dafür auch jede Menge bietet. Nachteil: Viele Ausstattungsmerkmale sind weder für Geld noch gute Worte verfügbar. Jedoch bietet der Allradler alles Wichtige bereits werksseitig. Schön auch, dass sich der geschmeidig laufende Sechszylinder mit Normalbenzin zufrieden gibt.



Neu im Mag
spacer spacer spacer spacer spacer spacer spacer

Diesel +

Mittelklasse oder eher kompakt? Der Mitsubishi Lancer Sportback jedenfalls besitzt Allround... >>MEHR
Mitsubishi Lancer Sportback Front-Ansicht
spacer

Die Kombi
machts

Wer hat Angst vorm Sechszylinder? Skoda Superb V6-Fahrer jedenfalls... >>MEHR
Skoda Superb Combi Front-Ansicht
spacer

Anti-
Mainstream

Kompaktklasse muss nicht immer Mainstream und schon gar nicht langweilig... >>MEHR

 

Renault Mégane Coupé Front-Ansicht
spacer
Power-Öko
Der Jaguar XF mimt Businessklasse im feinen Blechkleid. Keine Spur zwar... >>MEHR
Jaguar XF 2012, Front-Ansicht
spacer spacer spacer spacer spacer spacer spacer
spacer
spacer
spacer spacer
spacer

Aktuelle Nachrichten, neues vom Genfer Automobilsalon, der Detroit Autoshow, und Berichte aus Auto, Motor, Technik, Umwelt, Mode, Trend, Lifestyle, Queer und Gay. Im Online-Artikelarchiv auch kostenlos recherchierbar. Dazu News, Fahrberichte, Tests, Videos, Bilder, Termine und exklusive Interviews aus allen Bereichen des Autos von der DRIVERSNET-Redaktion.


FAHRBERICHTE & TESTS
| TECHNIK | ALTERNATIVE ANTRIEBE | GAY TREND & LIFESTYLE | VIDEOS | ALLE AUTO-TESTS

 
SENFKOMM wort/bild GmbH