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Fahrberichte & Tests
 
Jaguar XJR Heck-Ansicht, Inneraum
Jaguar XJR Front-Ansicht

1. Gut verarbeitetes Cockpit mit kompletter TFT-Fläche zur Simulation der Tachoskalen...

2. Man erkennt den XJR an der markanten Vierer-Auspuffanlage...

3. Rote Bremssättel fallen selbst dem Laien auf...

4. Eine auffällige Frontschürze kennzeichnet den stärksten XJ

 

Der Jaguar XJR im Test
Feuer und Seide
Automobile Oberklassen sind bei zahlungskräftigen Langstrecken-Kunden verbreitet und gelten als luxuriöses Mittel zum Zweck – mit einem kräftigen wie sparsamen Dieselmotor. So ist das auch beim Jaguar XJ. Mit dem Topbenziner an Bord allerdings wird die Raubkatze zum begehrten Fanobjekt: pfeilschnell und betörend im Sound. Der folgende Autotipp klärt, wie sich das Flaggschiff mit dem Namenszusatz "R" im Alltag schlägt.

Die einen oder anderen Passanten lassen sich zu einem Blick hinreißen. In der ohnehin einsamen Oberklasse-Landschaft ist der Brite deutlich rarer als die Produkte der hiesigen Konkurrenz. An den revolutionären Richtungswechsel in puncto Design hat man sich längst gewöhnt: Es gibt die klassische XJ-Linie der Anfänge nicht mehr, stattdessen eine Prise Futurismus, einen großmauligen Kühlergrill sowie viel Glas bis hin zu den C-Säulen. Ansonsten ist die stattliche Limousine recht schlicht und unauffällig unterwegs im Straßenverkehr. Meist verbirgt sich unter der sickenreichen Motorhaube der kultiviert laufende Dreiliter-Selbstzünder mit 275 PS und sechs Zylindern, der übrigens auch über alle Zweifel erhaben ist bezüglich der Fahrleistungen. Wer jedoch acht Zylinder haben möchte, fährt inzwischen nicht mehr ganz so unauffällig und bekommt weniger Auswahl: Zunächst entfiel die Sauger-Version und wurde durch einen aufgeladenen Kompressor-V6 ersetzt. Aus dem quasi im Verborgenen agierenden Kompressor-V8 mit 510 PS wurde dagegen der XJ R. Neben 40 Pferdchen mehr gibt es zusätzlich breitere Schweller, eine auffällige Lippe auf dem Heckdeckel sowie eine Vierrohr-Auspuffanlage mit aktiver Klang-Steuerung. Am Charakter des Triebwerks hat sich natürlich nichts geändert, der mit mechanischem Lader ausgestattete Direkteinspritzer-Fünfliter hat einen langen Atem und reißt die 1,9 Tonnen schwere Limousine in deutlich unter fünf Sekunden auf Tempo 100.

 

Von Traktion kann bei Vollgas keine Rede sein, die elektronischen Vortriebssysteme haben mächtig zu tun, wenn der betörend bollernde Achtender über die Hinterachse herfällt; eine aktive Differenzialsperre für die Antriebsräder optimiert die Kraftverteilung auf kurvigem Terrain. Und obwohl der Fünfmeter-Liner nicht wirklich auf der windungsreichen Landstraße zu Hause ist, erledigt er diese Disziplin erstaunlich agil. Zusammen mit einer eher direkt ausgelegten Servolenkung und straff gehaltenen Dämpfern (adaptiv geregelt) geht es zügig ums Eck – Bewegungen mit dem Hinterteil erstickt das Stabilitätsprogramm im Keim. Noch beeindruckender ist freilich die Vertikalperformance, vor allem aus höheren Tempi heraus legt die Oberklasse derart druckvoll zu, dass nicht nur dem Fahrer selbst, sondern auch den übrigen Insassen (sofern vorhanden) der Atem stockt. Es geht im Handumdrehen auf die begrenzten 250 Sachen, der etwas stärkere XJ R des aktuellen Jahrgangs wird erst bei 280 km/h eingebremst. Dabei ist die ungestüme Katze auch gemütlich zu bewegen; bei verhaltenem Gasfuß lässt sich der seidenweiche Fünfliter richtig genießen. Und trotz drahtiger Ausrichtung strömt der Brite angemessen geschmeidig über Fahrbahnpatzer und langweilige Verwerfungen sowieso.

 

Auf Schaltkomfort legt Jaguar großen Wert und kauft bei ZF: Ein inzwischen achtstufiger Automat ist gesetzt; dass die Wandler-Lösung sämtliche Übersetzungen ebenso sämig wie spontan wechselt, wird von ihr erwartet und trifft auch zu. Und der Rest? Anschmiegsame Ledersitze legen sich wie angegossen an Hinterteil und Schenkel. Mächtige Wangen beim XJ R-Gestühl halten die menschliche Fracht auch bei rasanter Kurvenfahrt in der Mittelbahn – Abstriche bei der Bequemlichkeit müssen nicht wirklich befürchtet werden. Mit der Oberklasse weite Reisen zu unternehmen, ist keine Last, sondern eher Vergnügen. Leise Fahrgeräusche tragen zur Wohlfühl-Stimmung bei – bei höherer Drehzahl erwacht das Aggregat akustisch und verwöhnt mit bassigem V8-Timbre. Aufdringlich wird das kraftstrotzende Herz aber nie und lässt bei fast jeder Geschwindigkeit Unterhaltungen in Zimmerlautstärke zu. Bei schnellerer Fahrt übernimmt ohnehin der Wind das akustische Zepter. Lauter sprechen muss man aber erst jenseits von 200 km/h, und spätestens dann sollte sich zumindest der Fahrer auf den Straßenverkehr konzentrieren.

 

Immerhin darf der Rest unter jedweder Bedingung die feine Innenarchitektur begutachten und den Luxus an Bord auskosten. Beim XJ R dominieren schwarze Klavierlack-Oberflächen in sauber verarbeiteter Manier. Wer Holz mag, muss leider zu einem der schwächeren Modelle greifen – beim sportlichen Spitzenmodell kann der Interessent höchstens in den Genuss von Carbon-Oberflächen kommen. In Sachen Bedienung setzten die Verantwortlichen vor allem auf Elektronik und Menü. Allein die Grundfunktionen der Klimasteuerung werden durch physische Tasten bedient, der Rest läuft über den großen Touchscreen in der Mittelkonsole. Das betrifft sogar Features wie zum Beispiel die Sitzheizung – daran muss man sich erst einmal gewöhnen. Längst gewöhnt hat man sich dafür an die TFT-Fläche als Tacho-Ersatz. Es gibt also analoge Instrumente in simulierter Form. Die sehen zwar etwas nach Computerspiel-Grafik aus, aber an der Ablesbarkeit gibt es nichts auszusetzen. Darüber hinaus ist diese Lösung variabel und erlaubt verschiedene Konfigurationen: So kann die modellierte Skala rechts schnell gegen andere Funktionen wie Navi und Co ausgetauscht werden, und im Sportmodus dominiert ein leuchtendes Rot statt des neutralen Weiß-Graus. Bleibt die Preisfrage.

 

Ab 141.310 Euro steht der XJ R in der Liste und ist eigentlich nicht mehr wirklich auf viele Sonderausstattungen angewiesen. Automatisch abblendender Innenspiegel (inklusive Außenspiegel), Elektrischer Kofferraumdeckel, Lenkradheizung, Luftfederung an der Hinterachse, Navigationssystem mit Festplattenspeicher, Parksensor, Schlüsselloses Schließsystem, vielfach elektrisch verstellbare sowie belüftete Sitze, Soundanlage, Xenonscheinwerfer samt Kurvenlichtfunktion und Zuziehhilfe für die Türen sind immer dabei. Ein großes, gläsernes Panorama-Dach ist ebenso obligatorisch; das Assistenzsystem-Angebot beschränkt sich weitgehend auf einen Spurhalte-Warner (650 Euro) sowie einen aktiven Tempomat inklusive Auffahrwarnung und erweitertem Bremsassistenten (1.600 Euro) – hier wird über kurz oder lang nachgelegt werden müssen. Zu den exotischsten Optionen gehört dagegen der Dualview-Bildschirm: In diesem Fall können Fahrer und Beifahrer unterschiedliche Oberflächen auf dem Monitor sehen. So kann der rechts weilende Fahrgast in Ruhe fernsehen, während der Lenker allenfalls mal einen knappen Blick auf die Straßenkarte wagen darf. Damit wäre die Rollenverteilung ja schonmal geklärt.



 
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