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Fahrberichte & Tests
 
Jaguar XF Front-Ansicht, Inneraum
Jaguar XF Heck-Ansicht

1. Der XF-Innenraum präsentiert sich höchst aufgeräumt und stylisch...

2. Vorsicht: Das ist ein XF und kein XJ! Mit dem Modelljahr 2012 schuf man etwas mehr Familienzugehörigkeit...

3. Cooler als jeder Wählhebel: Der JaguarDrive Selector fährt heraus...

4. Leicht modifizierte Heckpartie zum 12er-Jahrgang

 

Der Jaguar XF im Test
Business as unusual
Der Jaguar XF mimt Businessklasse im feinen Blechkleid. Keine Spur zwar von klassischer Jaguar-Tugend – dennoch bietet die stattliche Fuhre ausgefallene Designkost für Individualisten, ohne den Eigner seiner Konventionalität zu berauben. Mit dem 275 PS starken Dreiliter-Diesel kommt auch der Antriebskomfort keineswegs zu kurz. Autotipp.

Bei Jaguar ist viel positive Bewegung seit der Übernahme durch den indischen Tata-Konzern. Dazu gehört nicht zuletzt eine forcierte Bemühung, interessante Spritspar-Technologien einzuführen; so wollen die Briten ihre große Limousine XJ demnächst massiv hybridisieren, und mit dem C-X75 stellt die noble Autofirma einen rasanten Supersportwagen vor, der sowohl E-Motoren als auch einen Verbrenner unter dem Blech trägt. Beim Businessklässler XF gibt es Familienzuwachs: Der elegante Hecktriebler wird bald auch als Vierzylinder-Diesel zu haben sein – das genauso wie die Sechszylinder aus der Ford-PSA-Kooperation stammende 2,2-Liter-Commonrail-Aggregat wird mit 190 PS jedoch alles andere als schwach ausfallen und ersetzt den bisherigen Einstiegs-V6 mit 211 Pferdchen. Dazu kommt eine Achtgang-Wandlerautomatik samt Start-Stop-System. Auch beim Design hat man für das Modelljahr 2012 moderate Anpassungen vorgenommen – die Front sieht jener des großen Bruders XJ neuerdings ähnlich, was einen einheitlichen Familienauftritt schafft. Dafür verlieren die Scheinwerfer ihre prägnante Ausbuchtung, während man die Rückleuchten lediglich moderat veränderte. Markante Tag-Fahrlichter machen den Viertürer nun bereits aus weiter Entfernung erkenntlich – das sieht abgesehen vom Sicherheitsaspekt auch noch richtig gut aus.

 

Als richtig gut präsentiert sich ebenso der laufruhige V6-Diesel – beim Testwagen als S-Variante mit bissigen 275 PS. Zwei Turbolader verhelfen dem Dreiliter zu gehöriger Performance, die sich neben satter Leistung außerdem in einem gewaltigen Drehmoment von 600 Nm manifestiert. Hohe Drehzahlen? Nicht nötig, denn schon knapp über Standgas zieht der Vierventiler den Jaguar behände vom Fleck, wenngleich die Maximalkraft erst bei 2.000 Touren anliegt. Das bedeutet druckvolle Beschleunigung in allen Lebenslagen – selbst jenseits der Richtgeschwindigkeit legt der Diesel noch immer kräftig zu, wenn der Gasfuß nur entsprechend schwer ist. Darüber hinaus verwöhnt das Triebwerk mit vorzüglicher Laufkultur – leise schnorchelnd dreht der Selbstzünder hoch und erfordert schon genaues Hinhören, um ihn als solchen zu entlarven. Allein beim Kaltstart sind nagelartige Töne vielleicht im Ansatz zu erahnen – dabei bleibt es. Im Fahralltag mit allerhand Nebengeräuschen gehen seine Lautäußerungen gar komplett unter. Selbst unter voller Ausnutzung des Drehzahlbandes bleibt die Maschine akustisch im Hintergrund – die Passagiere werden sich freuen, selbst Hinterbänkler können sich problemlos in Zimmerlautstärke quer durch die Fahrgastzelle unterhalten – völlig unabhängig vom gerade anliegenden Tempo.

 

Aber nicht nur die Unterhaltung klappt reibungslos – auch das Sitzen selbst macht Freude. Kein Wunder, sämtliche Fauteuils gestalten sich üppig und offerieren demnach klassenüblichen Komfort. Am Gestühl soll es also nicht liegen, falls man den XF mal mitnehmen will, um Territorium jenseits der Landesgrenzen zu erkunden. Das gilt auch für Personen mit langen Beinen respektive Oberkörpern – Enge im Jaguar? Die Zeiten scheinen vorbei; bei dem Label mit der Raubkatze werden wirklich alltagsfähige Autos gebaut inzwischen. Man steigt ein, ohne den Kopf einziehen zu müssen, sitzt locker-luftig in den Sesseln und genießt es, wenn die Lüftungsdüsen nach Druck auf den pulsierenden Startknopf elektromotorisch freigegeben werden und die "JaguarDrive Selector" genannte Automatik-Wählscheibe surrend herausfährt. Das wirkt alles ein bisschen spacig und abgedreht, aber gleichermaßen interessant – ähnlich übrigens wie die auf Berührung reagierenden Einschalter für die Innenbeleuchtung. Nirgendwo ein Haken? Na ja, die Bedienung des Touchscreens samt Menüsteuerung ist etwas gewöhnungsbedürftig, auch wenn dadurch eine schön knöpfchenfreie Landschaft entsteht, was das Auge wiederum freut. Ob man sich unbedingt Regler für die optionale Sitzheizung sparen muss, sollte hinterfragt werden. Auch physische Sender-Stationstasten sind etwas feines (hier fehlen sie leider), wenngleich die Methode mit dem Rädchen am Multifunktionslenkrad keine schlechte Sache ist. Und nach gewissen Trainingseinheiten lässt sich alles wunderbar beherrschen.

 

Genug gemeckert – das ausgewogene Fahrwerk entschädigt kleine Patzer und glänzt mit milder Abstimmung, die den Powerbrocken indes kaum daran hindert, auf kurvigem Geläuf auch mal Zähne zu zeigen. Doch der Reihe nach: Sogar wer die wuchtigen 20-Zöller bestellt (stehen dem Briten besonders gut), muss keinesfalls befürchten, ab sofort jeden Kanaldeckel aufzuspüren. Der obere Mittelklässler wird niemals polterig und bügelt selbst hartnäckige Schnitzer ordentlich aus. Dennoch kann die Gesamtauslegung durchaus als straff und definiert bezeichnet werden, um der sportiven Limousine einen gewissen dynamischen Einschlag zu attestieren. Zusammen mit der exakten Servolenkung sorgt diese Charakteristik für viel Fahrspaß. Stoischer Geradeauslauf auch bei höheren Tempi stempelt den XF zum Reiseprofi der Express-Liga. Und in der City? Beim Rangieren geht der Volant dank variabler Unterstützung leichtgängig und hilft dabei, das Fast-Fünfmeter-Schiff einfach in die Parklücke zu zirkeln. Die Übersichtlichkeit nach hinten ist geprägt von den Vorstellungen der Designer – wie bei heutigen Autos eben üblich, das ist kein markenspezifisches Drama. Also ruhig mal den Parksensor bestellen – potenzielle Rempler werden schließlich schnell teurer als 440 Euro Aufpreis für die magischen Ultraschall-Sensoren mit äußerst nützlichem Effekt.

 

Für den Diesel S werden mindestens 53.900 Euro fällig – dafür bekommt der Käufer neben viel Kraft auch eine üppige Serienausstattung: Antiblockiersystem, Front-, Kopf- und Seitenairbags (inklusive Windowbag), elektrisch verstell- und beheizbare Außenspiegel, Bordcomputer, elektrische Fensterheber, Klimaautomatik, elektrisch einstellbare Lenksäule, Radio mit CD-Spieler, Regensensor, elektrisch verstellbare Vordersitze, elektronische Stabilitätskontrolle, Tempomat, Bi-Xenonscheinwerfer sowie Zentralverriegelung mit Fernbedienung sind immer dabei. Eine Fülle an Sonderausstattungen macht das Leben im XF noch angenehmer – zum Beispiel digitaler Radioempfang (460 Euro), Kurvenlicht (625 Euro) oder Lenkradheizung (400 Euro). Unbedingt an Bord muss die 2.490 Euro teure Festplatten-Navigation. Dicht gefolgt von der Freisprecheinrichtung per Bluetooth-Standard für 520 Euro. Im Auto fernsehen kostet 890 Euro, während für Lederpolster mindestens 1.100 Euro aufgerufen werden. Der Radartempomat ist gegen 1.550 Euro Mehrpreis zu haben, für die Reifendruck-Kontrolle will Jaguar 590 Euro sehen, und das elektrische Schiebe-Hebedach kostet 1.310 Euro. Schlüssellos auf- und abschließen erfordert 590 Euro extra – Sonderlackierungen dagegen gibt es erst ab stattlichen 1.080 Euro. Wer Objekte im toten Winkel per Elektronik dingfest machen will, muss 540 Euro zusätzlich berappen.

 

Fazit: Der Jaguar XF geht als interessante obere Mittelklasse durch und bietet den Individualisten des Segments eine gelungene Offerte. Vielfahrer mit Blick auf das Spritbudget, die andererseits aber nicht auf nachdrückliche Beschleunigung verzichten möchten, sollten unbedingt zum Diesel S greifen – hier werden sie glücklich.



 
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