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Der
Hyundai Getz gehört neben Tucson und Santa
Fe zu den am häufigsten zugelassenen Hyundai-Modellen
auf dem deutschen Markt. Nicht ohne Grund, denn
der Kleinwagen ist keineswegs nur preiswert, sondern
auch recht praxistauglich. Doch das reicht noch
nicht ganz, um den Autofahrer in seinen Bann zu
ziehen, denn er will auch etwas fürs Auge.
Diesem Umstand wurde der Hersteller mit dem letzten
Facelift gerecht; so zeigt sich das Interieur
auf Wunsch nun flippig-bunt, dadurch wirkt der
Asiate deutlich jünger und weniger altbacken.
Währenddessen wurde die Außenhaut glattflächiger,
insbesondere der Front tat die kleine Frischzellenkur
gut: Das grobschnitzige Gesicht mit den kantigen
Scheinwerfern mutierte zum filigranen Vorderteil
mit sympathischem Blick. Andererseits müssen
sich auch frühere Getz-Kunden keine Sorgen
darüber machen, inzwischen ein veraltetes
Auto zu fahren, schließlich hat sich in
den Grundzügen nichts geändert. Gleichwohl
gibt es auch unterm Blech ein paar Neuigkeiten.
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| Auch
von hinten schön anzusehen |
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Beispielsweise kann der
kleine Stadtflitzer jetzt auch mit einem elektronischen
Stabilitätsprogramm ausgerüstet werden,
und die Triebwerke erfuhren teilweise eine Kraftkur
der 1,4-Liter gar stellt eine völlige
Neuentwicklung dar und löst den 1,3-Liter-Vierzylinder
ab.
Leider gibt es ESP erst ab der Ausstattungslinie
GLS, mit welcher der Basis-Benziner
nicht kombinierbar ist. Insofern müssen sich
die Kunden der hier behandelten Grundversion mit
einer Leistungssteigerung von drei Kilowatt zufriedengeben
ansonsten blieb es, von der modifizierten
Optik einmal abgesehen, beim Alten.
Und gut zurechtzukommen war auch schon mit dem
früheren Einstiegsmodell. Es reichte, um
ordentlich im Verkehr mitzuschwimmen. Große
Sprünge können angesichts der Leistung
kaum erwartet werden, auch nicht mit 67 Pferdestärken.
Immerhin rennt der schwächste Getz bis zu
150 Stundenkilometer und beschleunigt binnen 15,6
Sekunden auf einhundert km/h.
Dabei handelt es sich um ein für die Hubraumklasse
durchaus kultiviertes Triebwerk, das lediglich
hohen Drehzahlen abgeneigt ist. Jene lässt
es nur widerwillig zu und gibt durch dissonante
Frequenzen zu verstehen, dass man besser den nächsten
Gang einlegt.
Letzteres funktioniert dank exakter Schaltführung
ganz passabel. Klar ist natürlich: Der kleine
Getz ist weder scharfe Rennsemmel noch ein komfortabler
Luxusliner, doch er stellt ein solides Stückchen
Automobil dar, mit dem man den Strassenalltag
durchaus angenehm bestreiten kann.
Dazu trägt auch das Fahrwerk bei: Es vermag
die ruppige Pistenrealität hinreichend zu
verschleiern, und Kurven werden untersteuernd,
also in gutmütiger Art und Weise umrundet,
wenn der Wagenlenker mal einen Zacken zuviel auf
dem Tacho hat.
Ferner hält der Arbeitsplatz vorne links
eine leichtgängige Servolenkung bereit, mit
deren Hilfe das knapp geschnittene Vehikel (3,83
m Außenlänge) flink in Parklücken
dirigiert werden kann.
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| Kleine
Klappe, aber viel dahinter |
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Der Innenraum vermittelt
hingegen alles andere als Knappheit. Selbst längere
Distanzen werden im kleinen Koreaner keinesfalls
zur Qual. Vorn sitzt man ohnehin nicht zu eng,
doch selbst im Fond kommt der Durchschnittsbürger
unter, ohne seinen Knien Schaden zuzufügen.
Ordentliches Gestühl fördert die Reisefähigkeit
zudem; die Sitze könnten zwar eine Spur konturierter
ausfallen, doch zu großartiger Querbeschleunigung
wird das Stadtgefährt sowieso nicht kommen.
Dafür avanciert der kleine Wagen zum Lademeister,
falls gewünscht. Bei umgeklappter Rücksitzbank
schluckt er nämlich nahezu tausend Liter
Gepäck das ist Schon ein Wort.
Somit ist der Großeinkauf im Baumarkt gerettet.
Außerdem sorgen bis zu 390 kg Zuladung dafür,
dass die Raumkapazität auch genutzt werden
kann.
Und das, ohne die monetären Kapazitäten
der Eigner zu erschöpfen. Zwischen 4,7 und
6,9 Liter Normalbenzin sollen dem Einstiegs-Getz
laut Werk genügen, was der gemischte Testbetrieb
mit kaum mehr als sechs Litern bestätigte.
Doch auch die Anschaffung reißt keine großen
Löcher in die Wand. Als Dreitürer kostet
der Getz 1,1 Basis 10.390 Euro. Darin sind ABS,
Front- und Seitenairbags, elektrische Fensterheber
vorn, Servolenkung sowie Zentralverriegelung enthalten.
Der Aufpreis für den Fünftürer
beträgt 500 Euro.
Weitere 800 Euro (GL-Ausstattung) bescheren dem
Kunden elektrisch verstellbare Außenspiegel,
die außerdem (ebenso wie die Türgriffe)
in Wagenfarbe lackiert sind. Desweiteren gibt
es einen höhenverstellbaren Fahrersitz, elektrische
Fensterheber auch hinten (im Falle des Fünftürers)
und Nebelscheinwerfer.
Darüber hinaus besteht die Möglichkeit,
das Klima-Paket zu ordern es beinhaltet
eine manuelle Klimaanlage sowie eine Funkfernbedienung
für die Zentralverriegelung. Warum letztere
Position ausgerechnet im Klima-Paket inbegriffen
ist, stimmt nachdenklich. Für eine Sonderlackierung
berechnet Hyundai 340 Euro.
Fazit: Der Hyundai Getz 1,1 stellt eine
wohlfeile Möglichkeit dar, die automobilen
Grundbedürfnisse in angemessener Weise zu
befriedigen. Der Kleinwagen erfreut durch seine
hübsche Optik und den kultivierten Vierzylinder;
ferner kann sich das Platzangebot durchaus sehen
lassen, und das Portemonnaie des Besitzers wird
nur gering belastet. Da bleiben keine Wünsche
mehr.
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