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| Elegant-sportliche
Erscheinung der Accord |
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Im Akkord Richtung Moderne
Der Honda
Accord 2,4 versteht es, Eigenschaften einer bodenständigen
Limousine mit sportlich angehauchter Performance und ebensolchem
Klang zu verschmelzen. Von der massiven Sorte ist das Design
dieser Mittelklasse: Insbesondere die Seitenansicht strahlt
Solidität aus dafür sorgen trutzig anmutende
Flanken und nicht zuletzt Bügeltürgriffe, die einen
kräftigen Zug erlauben.
Honda. Was fällt
Ihnen dazu ein? Leichte Kost, ein Drehzahlmesser, der in windeseile
über orange beleuchtete Skalen zischt und die 7.000er-Marke
flugs durchbricht. Kleine, wendige Sportwagen à la
CRX, deren Triebwerke zwar wenig Hubraum haben, dafür
aber viele Pferde locker machen, welche meistens vier Zylindern
entspringen.
Aber ausladende Limousinen? Nein.
Dabei bilden diese ein langes Kapitel des Hauses. Den Legend
kennt man schon seit den Achtzigerjahren, mehr vom Hörensagen,
aber es gibt ihn bis heute sogar mit sechs Zylindern
und inzwischen 3,5 l Hubraum. Und schließlich ist auch
der Accord kein unbeschriebenes Blatt eher zierlich,
schüchtern, ja unauffällig vertrat der die Mittelklasse
bis vor zwei Jahren. Bis alles anders wurde: Der aktuelle
Accord will kein Mauerblümchen mehr sein. Das Design
verkündet die Botschaft von frischem Wind, und der fegt
dem Betrachter wahrlich aus allen Ecken entgegen. Geradlinig,
modern und elegant schlüpft der Asiate in die Rolle eines
wichtigen Markenrepräsentanten.
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Luxus und Technik in
vollem Einklang |
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Dass die Japaner ihre Hausaufgaben erledigt
haben, vermag auch der Innenraum zu zeigen: Wenn die Passagiere
einmal platzgenommen haben, überkommt sie auch schnell
Reiselust. Verantwortlich für die Wohlfühl-Stimmung
zeichnen eine wohldosierte Portion Bewegungsfreiheit in alle
Richtungen sowie bequemes Gestühl. Letzteres verschafft
der Mittelklasse sofern mit Leder überzogen
ein luxuriöses Flair.
Demnach schmeicheln die edlen Polster dem Auge, aber sichern
auch hinreichenden Langstrecken-Komfort nicht gerade
unwichtig im mittleren Segment. Beruhighend zu wissen, dass
die Fahrwerkabstimmung eine ähnliche Richtung vorgibt.
Es herrscht milde Sportlichkeit mit einem komfortablen Einschlag.
Mit Unstimmigkeiten des Strassennetzes weiß die Federung
angemessen umzugehen, Autobahnwellen werden meisterhaft geschluckt.
Das Überrollen des einen oder anderen Kanaldeckels quittiert
der Honda mit Rückmeldungen tiefer Frequenz, man horcht
kurz auf, aber nimmt's gelassen. All jene Wahrnehmungen untermauern
die Einschätzung, dass die Marke mit ihrer aktuellen
Mittelklasse neben der Quantität auch in der Qualität
des Gebotenen einen Generationenwechsel vollzogen hat. Dennoch
sei alten Honda-Hasen versichert: Dieser Accord ist trotz
umfangreicher Erneuerung auf Anhieb als Honda zu erkennen.
Und da blitzen sie plötzlich hervor,
die Honda-typischen Merkmale, von denen zu Beginn die Rede
war. Doch der Reihe nach: Zunächst wäre da der orange-rot
beleuchtete Tacho (Type S), dessen Skalen-Layout dem Kenner
so banal es klingen mag einen vertrauten Einstieg
in sein neues mobiles Zuhause beschert. Aufgeräumter,
vor allem schnörkelloser als in den vergangenen Jahren
ist das Cockpit freilich, High-Tech ist ebenfalls in die letzte
Accord-Generation eingezogen. Ein großes TFT-Display
wird heute eben nachgefragt, also bekommt es der Kunde auch
hier natürlich in Verbindung mit einem DVD-Navigationssystem.
Knöpchen auf dem Lenkrad erlauben eine ablenkungsfreie
Bedienung alltäglicher Funktionen, zu denen beispielsweise
Radiolautstärke oder Sendersuchlauf gehören. Ein
Schönheitsfehler ist, dass jene Tasten nachts ohne Beleuchtung
auskommen müssen.
Aber weg von den Beiläufigkeiten zu den wahren Marken-Charakteristika:
So bodenständig der aktuelle Accord auch anmutet, eine
Spur Jugendlichkeit kann er nicht verbergen. Insbesondere
das Antriebskapitel verdeutlicht diesen Umstand.
Dabei hat der 2,4-Liter zwei Gesichter. Im unteren Drehzahlbereich
gibt er sich brav; das betrifft den Antritt ebenso wie die
akustischen Gepflogenheiten. Wer die Mittelklasse ordentlich
nach vorn treiben will, muss die Kurbelwelle rotieren lassen,
denn erst oberhalb von 4.000 Touren erwacht der kernige Vierzylinder
zu quirliger Lebendigkeit und macht dem Anderthalbtonner Beine.
In Kombination mit schaltwütigen Piloten ergibt sich
daraus eine rasante Einheit, vor welcher sich kreuzende, ebenso
ambitionierte Strassensportler mit ähnlich motorisierten
Gefährten in Acht nehmen sollten. Zugegeben: Es macht
ja auch Spaß; die sechs manuellen Fahrstufen rasten
punktgenau ein, der Schalthebel liegt gut zur Hand und lässt
sich sauber durch die Gassen führen. In Verbindung mit
einem Triebwerk, das willig hochdreht und einem Fahrwerk,
welches sportliche Umgangstöne pflegt, ohne an Komfort
zu schlabbern, avanciert der Accord zu einer neuen Größe
auf dem Markt. Und erstaunlicherweise gibt es keine nennenswerte
Beanstandungen, die ihm das Süppchen doch noch versalzen
könnten. Die Verarbeitungsqualität kann sich sehen
lassen, alle Materialien wirken hochwertig und bewegen sich
mithin auf einem Niveau, das europäische Ansprüche
problemlos bedienen kann.
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Auch von hinten
durchaus ansehnlich... |
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In monetärer Hinsicht stellt die
japanische Mittelklasse ganz nach Art des Hauses eine gute
Wahl dar. Mindestens 26.800 Euro müssen für den
2,4-Liter aufgebracht werden (Type S). Ganze 28.300 Euro kostet
die Spitzenversion in der Executive-Ausführung. Allerdings
gibt es für den nicht ganz unerheblichen Gegenwert eine
reichhaltige Sicherheits- und Komfortausstattung: Dazu zählen
Front- und Seitenairbags, Kopfairbags vorn und hinten, Antiblockiersystem
sowie elektronisches Stabilitätsprogramm, Alarmanlage,
Bremsassistent, elektrische Fensterheber vorn und hinten,
elektrisch verstellbarer Fahrersitz, elektrisches Glas-Schiebe-Hebe-Dach,
Klimaautomatik, Leichtmetallräder, Radioanlage inklusive
CD-Wechsler, Regensensor, Tempomat, Zentralverriegelung mit
Funkfernbedienung und Xenonlicht.
Aufpreis kosten lediglich eine Lederausstattung mit beheizbaren
Vordersitzen (1.650 Euro), Navigationssystem (2.550 Euro)
sowie Metallic-Lackierung (475 Euro).
Abgerundet wird das Geldkapitel von einem im Verhältnis
zur Motorleistung der Vierventiler mobilisiert stattliche
190 Pferdestärken moderaten Verbrauch. Demnach
kam der Accord mit acht bis neun Litern Super/100 Kilometer
aus.
Fazit: Der aktuelle Honda Accord ist eine echte Alternative
in der Mittelklasse. Das solide anmutende Gefährt versprüht
neben edler Eleganz eine leicht sportliche Note selbst
in der Komfort-orientierten Executive-Version. Außerdem
bietet der Japaner eine wohl dosierte Portion Luxus für
höchst angemessenes Geld. Da bleibt wenig Platz für
Meckerei. Dem Importeur kann man nur wünschen, dass die
potenziellen Kunden dieses Segments das ebenso sehen und möglichst
viele Kaufverträge unterzeichnen.
Februar 2004
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