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| Praktisch,
funktionell und chic der neue Panda |
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Back to the Roots
Mit dem
aktuellen Panda landete Fiat eine Überraschende Reinkarnation,
was indessen allein für den Namen gilt. Denn mit der
einstigen Tollen Kiste hat die jüngste Neuerscheinung
wenig zu tun. Vielleicht kommt zum Namen der Erfolg.
Manche muss man eben
zum Glück zwingen. Diese Aussage könnte irgendwann
einmal zum neuen Fiat Panda passen, welcher ja fast Gingo
geheißen hätte. Doch um wegen potenzieller
Verwechslungsgefahr keinen Markenrechtsstreit mit der
Konkurrenz zu provozieren, entschied sich Fiat kurzerhand
für einen alten, aber gleichermaßen erfreulichen
Hut: Panda.
Keine schlechte Idee, schließlich dürfte jener
altbekannte Name vielen Autofahrern noch heute wohl in den
Ohren klingen. Der einstige Panda war bescheiden und zuverlässig,
demnach ein Automobil, das sich auch leisten konnte, dessen
Budget nur knapp bemessen war. Und er war erfolgreich
ein wichtiges Attribut, das dem Konzern heute gut tun würde.
Der spätgeborene Panda hat wiedermal das Zeug zum Treffer:
Mit nüchternem, aber keinesfalls langweiligem Design
spricht er eben eine spezielle Art von Kundschaft an; nämlich
Autofahrer, die keinen Wert auf überflüssigen Schnickschnack
legen, sondern einen simplen Fahruntersatz benötigen.
So etwas ist selten geworden in der modernen Autolandschaft.
Und schließlich kommt auch der Panda nicht ganz ohne
Nettigkeiten aus: Eine nach hinten abfallende Fensterlinie
bringt etwas Schwung in den ansonsten recht kastenförmig
daherkommenden Stadtfloh, der außerdem zur Freude
der Passagiere ganz schön hoch ausgefallen ist.
So gelingt der Einstieg vorn wie hinten
auf angenehme Weise, und was den Fahrgast innen erwartet,
kann sich sehen lassen. Auf Griffhöhe liegende Bedienelemente
samt in der Mittelkonsole sitzendem Schalthebel der
sich übrigens recht leichtgängig bedienen lässt
sorgen neben guter Übersichtlichkeit für
jede Menge Praxistauglichkeit. Verstärkt wird dieser
Eindruck durch eine hohe Sitzposition der vorderen Passagiere.
Aber Funktionalität drückt sich in diesem Fall auch
durch zahlreiche nützliche Ablagemöglichkeiten im
Bereich der Türen, je nach Ausstattung ("Dynamic")
sogar unter dem Beifahrersitz aus. Und Getränkehalter
fehlen ebensowenig wie die in Mode gekommene Rücksitzbank
auf Schienen (250 Euro Aufpreis). Somit kann je nach individueller
Situation entschieden werden, ob der Kofferraum mehr Gepäck
schlucken oder den hinteren Gästen mehr Beinfreiheit
zugestanden werden soll.
Wem das nicht reicht, ordere eine Dachreling (150 Euro), um
sich noch besser für Transportfälle zu wappnen.
Erfreulich auch das Raumangebot: Ab Werk bietet der Panda
vier Sitzplätze, auf denen es zwar nicht verschwenderisch,
aber für einen Kleinwagen akzeptabel zugeht. Vor längeren
Strecken braucht es durchaus keine Scheu. Auf Wunsch dürfen
auch fünf Gäste an Bord, wobei sich die Fondinsassen
dann auf Körperkontakt gefasst machen sollten.
Als rundrum solide Sache erweist sich
der Antrieb des neuen Fiat-Minis. Die beiden 1,1- und 1,2-Liter
Benziner entstammen der bestens bekannten Fire-Serie; sie
verleihen dem neuen Panda kein überschäumendes Temperament,
aber gehen hinreichend spritzig und kultiviert zur Sache.
Unter der Maßgabe, dass der Kleinstwagen in vorwiegend
städtischen Gefilden unterwegs sein wird, ein gelungener
Einstand.
Dass sich der mit 60 PS etwas stärkere Motor auch in
der Praxis kaum von seinem sechs Pferdestärken schwächeren
Triebwerk unterscheidet, liegt auf der Hand. So avanciert
die Wahl der Ausstattungslinie, die zum Teil auch von der
Motorisierung abhängt, zwangsläufig zur Entscheidungshilfe
beim Thema Triebwerk. Moderne Zeiten auch hier: Euro 4 ist
inzwischen Standard, was Umwelt und Geldbörse schont.
Ein besonderer Leckerbissen stellt der 1,3-Liter JTD dar,
welcher in seiner Eigenschaft als kleinster Common-Rail bis
heute nicht abgelöst wurde. Dieser beschert dem Fiat
zweifellos die souveränsten Fahrleistungen und den geringsten
Verbrauch.
Ausstattungstechnisch scheint die Panda-Philosophie
eine neue Interpretation zuzulassen: Nichts muss, aber (fast)
alles kann. So verzichtet zwar, wer Basis fährt, spart
indessen auch Geld. Kein Antiblockiersystem, keine Seitenairbags
nichtmal Servolenkung, dafür ein pures Stück
Automobil gibt es für wohlfeile 8.290 Euro. Hiermit sei
bewiesen: Auch heute noch ist einfacher Automobilbau möglich.
Doch Panda ist keinesfalls Panda. Für Verwöhnte
gibt es das volle Programm. Dazu zählen auf der Sicherheitsseite
Antiblockiersystem, Bremsassistent, Parksensor, elektronisches
Stabilitätsprogramm und Seiten- wie Kopfairbags.
Komfort im Panda ist ebenso nicht zwangsläufig Mangelware:
Beheizbare und elektrisch einstellbare Außenspiegel,
elektrische Fensterheber, Klimaanlage und sogar Klimaautomatik,
elektrische Servolenkung wie Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung.
Vorgesehen ist gar ein Navigationssystem. Selbst das große
Glasschiebedach "Skydome" bleibt dem Panda-Eigner
nicht vorenthalten so er einen Zusatzpreis von 750
Euro zahlt.
Da kommen mitunter ordentliche Listenpreise zusammen, aber
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Die
leicht abfallende
Linie bringt Schwung
in die Sachlichkeit |
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letztendlich bleibt dem Kunden fairerweise
überlassen, wieviel er ausgeben möchte und worauf
er Wert legt. Jeder Panda rollt hingegen mit Doppelairbag
und Gurtstraffer vom Band. Von Hause aus etwas besser ausstaffiert
präsentiert sich die "Active"-Version (elektrische
Fensterheber, höhenverstellbares Lenkrad, Zentralverriegelung
und Servolenkung).
Die Linie "Dynamic" enthält außerdem
ein Antiblockiersystem, einen Bordcomputer sowie Seitenairbags,
und "Emotion"-Kunden dürfen sich über
Klimaautomatik, Leichtmetallräder, RDS-Radio und fernbedienbare
Zentralverriegelung freuen.
Fazit:
Der neue Fiat Panda wird seiner Rolle als preiswerter Kleinstwagen
mit Verzicht auf jeglichen Luxus gerecht, ohne diejenigen
zu verprellen, die auch im untersten Fahrzeugsegment weder
Sicherheit und Komfort missen wollen.
In der Praxis gibt er einen durchweg guten Eindruck ab; sein
Innenraum lässt sich flexibel nutzen, ist ferner geräumig,
das Platzangebot überzeugt so sieht ein moderner
Großstadtwagen aus. Damit stehen die Chancen, an den
Erfolg vergangener Tage anzuknüpfen, gar nicht schlecht
ob es gelingt, muss wieder einmal die Praxis zeigen.
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