Auf der Motorshow in Tokio ziehen derzeit sparsame Autos mehr Aufmerksamkeit auf sich als kraftstrotzende Boliden – das ist der Trend. Daihatsu zeigt mit einigen Studien, wie man auch preisgünstig ökologische Autos bauen kann. Vorstellung des Basket, e:S und Tanto Exe.
leinwagen. Zwei Türen. 700 Kilogramm. Klingt nach Kleinwagen-Kultur der Achtzigerjahre. Falsch, ist aber Japan-Style 2009. Die Studie e:S von Daihatsu bringt nämlich nicht mehr Gewicht auf die Waage als kleine Einkaufsflitzer vor mehr als zwanzig Jahren. Die Vokabeln "eco" und "smart" stecken in dem programmatischen Namen; dabei ist der e:S gleich in zweierlei Hinsicht eco, denn er basiert – wie die anderen gezeigten Studien der Marke übrigens auch – auf bereits bestehenden Plattformen. Für den e:S müssen knapp 2,18 Meter Radstand langen, vier Personen – so verspricht der Hersteller – sollen aber zumutbare Plätze vorfinden. Zur Technik-Ausrüstung gehören eine gekühlte Abgasrückführung sowie eine Start-Stop-Automatik. Entsprechend gewappnet benötigt das Mini-Mobil pro 100 Kilometer nur wenig mehr als drei Liter Kraftstoff. Im Vergleich zum Basket stellt der e:S reine Konventionalität dar. Das kleine Pickup-Cabrio versprüht nämlich schon deutlich mehr Studien-Charme. Eigentlich ist dieses ungewöhnliche Gefährt, das etwas an ein Spielauto erinnert, gar kein richtiger Pickup, sieht aber mit dem festen Bügel fast so aus.
Der vordere Teil zwischen A- und B-Säule wird einfach per Hardtop geöffnet, während hinten ein Klappverdeck vor Wind und Wetter schützt. Neben vier Personen findet auch einiges an Gepäck und Werkzeug Platz im Heckabteil des Basket, das nach Verlautbarungen der Konstrukteure wiederum Pickup-Züge aufweist. Somit taugt das ungewöhnliche Konzept nicht nur als Blickfänger, sondern verfügt ebenso über eine exzellente Nutzwert-Qualität. In puncto Motorisierung ist dem Hersteller bisher noch nichts zu entlocken. Dafür ist sicher: Der Tanto Exe bietet den Japanern bei gleichen Vorzügen (hohe Flexibilität sowie kompakte Abmessungen) mehr Ausstattung, was dabei hilft, Premium-Ansprüche besser erfüllen zu können. Als Spritfresser kann wohl kein einziges Modell der Marke bezeichnet werden, schließlich steht Daihatsu schon immer für besonders kompakte und ökonomische Fahrzeuge mit ausgeprägter City-Tauglichkeit. Die Studien beweisen, dass man auch ohne High-Tech-Schnickschnack zeitgemäß-nachhaltige Automobilität auf die Räder stellen kann. Dieser Spagat muss allerdings auch unbedingt gelingen, denn Daihatsu bedient eine vorwiegend preissensible Klientel.
Fazit: Ökologie auf simplem Wege; die Daihatsu-Studien e:S, Basket und Tanto Exe machen vor, dass sparsame Automobilität nicht aufwendig sein muss. Und langweilig ebenso wenig, denn der Basket wird Passanten-Blicke magisch anziehen, das ist sicher.