Citroen meint es ernst mit der Platzierung seiner angekündigten Premium-Baureihe, die auch noch auf den klangvollen Namen DS hört. Auf der kommenden IAA wird als erster Anhänger der Kleinwagen DS3 vorgestellt.
ie bitte, es kommt ein neuer Citroen DS? Staunende Gesichter erntete die Marke schon vor einigen Monaten, als Meldungen über die neue DS-Baureihe durch die Medien gingen. Aber nein, kein neuer Doppelwinkel in Gestalt der alten Göttin, kein Retro-Aufguss. Der C6 bleibt erklärtes Topmodell des Herstellers. Vielmehr werden die Franzosen parallel zu den bisherigen Reihen C3, C4 und C5 drei neue Modelle vorstellen, die exklusiver und individueller sein sollen als die bisher angebotene Ware. Von mehr Kreativität und tollen Gestaltungsmöglichkeiten ist die Rede. Nun ja, was auf ersten Fotos zu sehen ist, erstaunt tatsächlich. Athletischer kommt ein Kleinwagen selten dahergefahren, und der DS3 ist wohl ein waschechter Kleinwagen, denn mit seinen 3,95 Längenmeter ist dieser Citroen echt stadttauglich. Auch die stylischen Alus stechen ins Auge – natürlich positiv. Mit schwarzmatten Speichen und silbernem Rand (und das ist nur eine von vielen Möglichkeiten) dürfte er nicht nur in der City Blicke einfangen. Innen baggert der Lifestyle-Citroen mit einer Mischung aus Form, Farbe und akzentbetonten Stilelementen. Statt Digi-tacho gibt es aufregend gewölbte Skalen, ein großer, unübersehbarer TFT-Monitor sitzt in der Mitte und schafft Klarheit über den technischen Stand der Dinge.
Markante Lüftungsdüsen sind in die verschieden wählbaren Armaturenbrett-Zierblenden eingelassen, und das kleine Sportlenkrad trägt statt Doppelwinkel ein stilisiertes DS-Logo. Auch unterm Blech ist alles zeit- und sicherheitsgemäß: ABS, sechs Airbags, Bremsassistent sowie elektronisches Stabilitätsprogramm befinden sich an Bord – obligatorisch. Motorseitig gibt es wenig Überraschungen: Die drei bekannten Benziner VTi 95, VTi 120 sowie THP 150 treiben den Stadtfloh über die Vorderräder ebenso an wie jene beiden bekannten Diesel mit 90 respektive 109 Pferdchen. Letztere leiten ihre Abgase natürlich durch den FAP-Partikelfilter. Konventionelle Fünf- bzw. Sechsgang-Schaltgetriebe übertragen die Drehmomente, während der 120 PS-Benziner auch mit einem Automaten erhältlich sein wird.
Das sparsamste Modell kann mit einem CO2-Ausstoß von nur 99 Gramm je Kilometer glänzen – was nicht zuletzt ein kräftiges Verkaufsargument darstellen dürfte. Ob die Kunden jene DS-Reihen als Premium wahrnehmen werden und entsprechend zuschlagen bleibt natürlich abzuwarten, aber der Einstand ist der Marke jedenfalls gut gelungen.
Fazit: Citroen fährt ab demnächst die extreme Lifestyle-Schiene und präsentiert mit dem DS3 den ersten Vertreter der hochwertigen Premium-Baureihen – benannt nach dem großen Urahnen, dem Citroen DS. Ob die Autos beim Käufer ankommen, muss sich dann noch erweisen, aber die ersten Fotos machen zumindest kräftig Appetit.