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Chrysler
macht seine Sache gut die Modellpalette
hat sich im Laufe der Zeit zur attraktiven Mischung
gemausert, und mit den jüngst eingeführten
Diesel-Versionen darf nun auch der weit reisende
Ami-Fan endlich zu seiner Lieblingsmarke greifen,
ohne infolge häufiger Zwangspausen an der
Tankstelle in einen finanziellen Ruin zu geraten.
Am anderen Ende steht ein Supersportler, wie ihn
die europäische Abteilung der Marke noch
nie gesehen hat. Allein die Idee, auf der Basis
des vorigen Mercedes SLK einen hübschen Sportwagen
auf die Räder zu stellen, war offensichtlich
eine besonders gelungene, zumal der Zweisitzer
in der Tat ein Schmuckstück geworden ist,
welches mit Hilfe seiner reizenden Optik schon
manche Autoherzen höher schlägen lässt.
In Verbindung mit dem Kürzel "SRT-6"
die drei Buchstaben stehen für "Street
Racing Technologies", und die Ziffer gibt
Aufschluss über die Zylinderanzahl
wird aus dem sonst eher zivilisierten Zweitürer
eines der heißesten Gefährte, die der
Markt derzeit zu bieten hat.
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| Der
Crossfire erregt ohne Frage Aufsehen |
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Schließlich nimmt es
der SRT-6 mit wahrlich gefürchteten Kandidaten
wie BMW M3, Porsche 911 Carrera oder Audi RS6
locker auf. Dabei zählt schon die Basis zu
den schnelleren Vehikeln, schließlich wird
sie von nicht gerade jämmerlichen 218 PS
vorangetrieben. Die Leistung stammt aus dem bekannten
3,2-Liter-V6 des Mercedes-Regals. Mit Kompressor-Aufladung
steigt die Power auf satte 335 PS. Jene Kombination
machte schon den verflossenen SLK 32 AMG zum Dampfhammer.
Ein kurzer Gasstoß hat zur Folge, dass die
hinteren Pneus im Format 255/35 19 den 420 Nm
Drehmoment (von 3.500 bis 4.800 U/Min) hoffnungslos
erliegen. Dann zeichnet der Amerikaner schwarze
Striche auf den Asphalt. Begleitet wird der Sprint
von bulligem Sound; auf diese Weise gibt der 1,6-Tonner
dem Außenstehenden deutlich zu verstehen,
dass er dem Club der Superschnellen durchaus angehört.
Und die Beschleunigungswerte freilich untermauern
den hohen Anspruch, welchen man mit dem drittstärksten
Markenvertreter erhebt.
Wer will, kann die Tachonadel
binnen 5,3 Sekunden auf einhundert Stundenkilometer
schnellen lassen. Im strammen Galopp geht es weiter
Richtung 200 km/h, und bei 255 Sachen wird dem
Vortrieb ein künstliches Ende gesetzt. Höhere
Tempi produzieren offenbar zu viel Auftrieb
an gutem Willen jedenfalls hat es nicht gefehlt,
sonst liefe der Bolide schon fünf km/h früher
in den Begrenzer.
Bis zur Höchstgeschwindigkeit zieht der in
Osnabrück bei Karmann gefertigte Crossfire
seine Bahnen sauber geradeaus. Doch die kurvige
Landstrasse gehört ebenso zu seinen bevorzugten
Revieren. Notfalls geht es quer durch die Kurve,
genug Leistung an der Hinterachse ist ja stets
vorhanden da kann auch schonmal mit dem
Gaspedal korrigiert werden. Das etwas straffer
als bei den Grundversionen ausgelegte Fahrwerk
lässt keinen Platz für Kompromisse.
Dazu gehört, dass die Passagiere recht gut
über den Fahrbahnzustand informiert werden,
doch das wird zumindest den ambitionierten Fahrer
kaum stören über die hohe Performance
freut er sich wie ein Schneekönig, sie stimmt
in milde.
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| Den
festen Spoiler trägt nur der SRT-6 |
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Innen zeigt sich das Coupé
von der sachlichen Seite. Das Grundlayout der
Wohnstube entstammt dem Vorgänger-SLK. Schwäbische
Gene also kann der Chrysler kaum verleugnen. Welch
ein Trost für Anglophile, dass der Tacho
eine zusätzliche Meilen-Skala aufweist. Man
ist nach Kräften bemüht, ein wenig Sportlichkeit
in das Interieur einfließen zu lassen. Diesen
Eindruck vermittelt beispielsweise die mit silbernem
Kunststoff beschlagene Mittelkonsole. Dafür
verwöhnt der Innenraum mit hervorragenden
Sesseln, welche wiederum von der Stuttgarter Mutter
stammen und ebenfalls im früheren SLK für
Sitzfreuden sorgten. Ausgezeichnet konturiert
nehmen sie die menschliche Fracht auch bei noch
so hoher Querbeschleunigung fest in den Griff
das schafft Vertrauen.
Großartig durch die Gegend fliegen kann
man im Crossfire glücklicherweise kaum, denn
die Fahrgastzelle ist so luftig nicht geschnitten.
Wie ein körperbetonter Maßanzug sitzt
der Feuerschlitten, tief auf dem Boden kauert
man und wartet auf den Angriff das hat
etwas. Dass man keine Komfort-Oase erwarten darf,
versteht sich wohl von selbst und wird die einschlägige
Klientel mitnichten vom Kauf dieses Sportlers
abhalten.
Kauf übrigens ist ein
gutes Stichwort, denn der Chrysler geht als ausgesprochenes
Sonderangebot durch. So verlangt der Importeur
49.100 Euro für sein schnellstes gefährt,
und der Crossfire SRT-6 führt bereits alles
mit sich, was gut und teuer ist. Dazu zählen
vier Airbags, Alarmanlage, Antiblockiersystem,
elektronisches Stabilitätsprogramm, elektrische
Fensterheber, Klimaautomatik, Lederpolster, Leichtmetallräder
in speziellem Design, Radioanlage mit CD-Laufwerk,
elektrisch verstellbare Sitze, Sitzheizung, Tempomat
und Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung.
Allein der Metallic-Lack (480 Euro) und das Navigationssystem
schlagen mit 1.550 Euro extra zu Buche.
Das kann sich wahrlich sehen lassen. Sehen lassen
kann sich übrigens auch der Kraftstoffkonsum
was hier allerdings in umgekehrter Weise
gilt: Mit einstelligen Verbrauchswerten sollten
SRT-6-Eigner nicht rechnen, ganze elf Liter gibt
das Werk für die gemischte Fahrweise an.
Bei forcierter Gangart indessen kann eine 100-Kilometer-Tour
gut und gerne mal 15 Liter Superbenzin verschlingen.
Doch das verzeiht man dem SRT-6 ohne Zögern.
Fazit:
Der Chrysler Crossfire SRT-6 ist der perfekt
getarnte Strassensportler. Zugegeben, er wirkt
schnittig und schnell, doch solch extreme Fahrleistungen
hätte man ihm dann doch nicht zugetraut.
Auf der Piste jedenfalls dürfte er für
das eine oder andere erstaunte Gesicht sorgen,
und den Fahrer versetzt er in schieres Grinsen.
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