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Fahrberichte & Tests
 
Chevrolet Cruze, Front-Ansicht, Innen
Chevrolet Cruze Heckansicht

1. Schicker Innenraum für den Cruze: Viel Platz und gute Verarbeitung bestimmen das Bild

2. Schneidige Scheinwerfer sorgen für einen dynamischen Auftritt...

3. Das Chevrolet-Bowtie ist gut zu erkennen...

4. Auch Stufenheck-Limousinen können ganz schön chic aussehen...

 

Der Chevrolet Cruze im Test
Cruze-Controll
Der Chevy Cruze – seit 2009 auf dem Markt – ist ein wahres Weltauto. Auf allen fünf Kontinenten ist er zu Hause, und für das deutsche Programm der ehemals rein koreanischen Chevrolet-Division darf man ihn getrost als erfreulichen Wendepunkt in Sachen Design-Ausrichtung begreifen. Im folgenden Autotipp geht es um die jüngst auf 163 PS erstarkte Diesel-Version mit zwei Litern Hubraum.
E

ls GM Daewoo in Chevrolet umbenannte, war die Marke nicht gleich aus der Billigecke verschwunden – der Name allein macht es schließlich noch nicht. Denn das Programm war zunächst weiterhin bestimmt von den alten Daewoo-Kalibern – sicher keine schlechten Autos, aber auch keine aufregende Kost. Genau die jedoch verbindet man in Europa mit dieser klangvollen Bezeichnung. So langsam nimmt der aufmerksame Betrachter indes Notiz von Veränderungen bei Chevrolet: Die Corvette taucht inzwischen auf der Marken-Homepage auf, und die Vögel zwitschern bereits von den Dächern, dass bald auch der rassige Camaro bei den deutschen Händlern im Showraum stehen wird – und das sogar ganz offiziell. Aber zurück zur Brot- und Butter-Ebene, auf welcher der hier thematisierte Cruze nun einmal angesiedelt ist. Mit einer stolzen Außenlänge von fast 4,6 Metern ist er seiner Kategorie bereits entwachsen, tummelt sich als Kingsize-Vertreter daher so gerade noch am oberen Rand des kompakten Segments; aber die große Überraschung ist eher optischer Natur. Okay, kleine Stufenheck-Limousinen haben es in Deutschland grundsätzlich schwer – der Massengeschmack tendiert in dieser Kampfklasse eindeutig zum Schrägheck – vor allem in den westlichen Breiten des Landes. Dennoch lohnt ein Blick.

 

Durch den gekonnten Einsatz vieler Sicken und Kanten entsteht eine spannungsgeladene Außenhaut mit athletischer Anmutung. Neben dem großen Kühlergrill samt deutlich erkennbarem Chevrolet-Bowtie fällt die gewölbte Motorhaube prompt ins Auge; scharf konturiert verleiht die hübsch gestaltete Abdeckung dem Viertürer eine drahtige Note. Diesen Einschlag unterstützen schneidige Klarglas-Scheinwerfer, endgültig vorbei die Zeiten der schwammig-ungefähren Formensprache. Dieses rassige Feuerwerk der Linien beweist, dass Stufenhecklimousinen keinesfalls Schwerfälligkeit transportieren müssen. Aber dafür Massivität – denn die hohe Gürtellinie mit dem zarten Knick oberhalb der Türgriffe steht für solide Kost und beschert dem Wahlamerikaner einen gestandenen Auftritt. Großzügige Fensterflächen schaffen eine ordentliche Portion Übersichtlichkeit, die bei modernen Autos oft vermisst wird. Nach hinten wird es denn auch beim Cruze schwieriger, schließlich fordert die flache Heckscheibe ihren Tribut – Aerodynamik geht eben vor. Ein knackig-kurzer Abschluss indessen verhindert größere Umstände in der City; außerdem sehen die knappen Überhänge attraktiv aus, und der daraus resultierende Radstand von nahezu 2,7 Metern hat darüber hinaus handfeste Vorteile.

 

Hinten einsteigen und Stuhl ergattern zeigt, was Sache ist: Viel Kniefreiheit steht ebenso für Bewegungsfreiheit – so machen lange Strecken Spaß, auch für großgewachsene Mitfahrer. Vorn ist das Thema Raum eine recht luftige Angelegenheit. Nun kann man sich über den Standpunkt streiten, ob der Cruze angesichts seiner Außenabmessungen gar noch mehr Platz bieten müsste oder für das Segment gut versorgt ist. Als Fakt kann jedenfalls festgehalten werden, dass der Wohlfühl-Faktor mit der Baureihe sprunghaft angestiegen ist: Das Cockpit mit dem leichten Opel-Touch verwöhnt mittels optischer Reize und gleichzeitigem Nutzwert wie guter Ablesbarkeit. Säuberlich sortierte Tasten erlauben einen geordneten Bedienungsablauf, und die Verarbeitungsqualität sämtlicher Materialien kann sich sehen lassen. Klarer Fall, dass die Innenarchitektur eher von Kunststoffen statt Naturerzeugnissen wie Holz oder Leder geprägt ist – dieser Eindruck passt zur Brot- und Butter-Klasse. Als erster Markenanhänger bietet der Cruze auf Wunsch einen großen TFT-Schirm mit multifunktionaler Ausrichtung – zusätzlich lässt sich hier auch eine bunte Farbkarte abbilden. Der Lichtschalter aus dem GM-Regal wird in dieser Liga nicht einmal als Schönheitsfehler wahrgenommen, es muss in erster Linie praktisch sein.

 

Nur als praktisch kann der inzwischen auf 163 PS erstarkte Top-Diesel dagegen kaum bezeichnet werden, denn das Commonrail-Aggregat bringt eine satte Ladung Schwung in die Fuhre. Mit 360 Nm Drehmoment deutlich unterhalb von 2.000 Touren kann man beide Pneus selbst bei griffigem Asphalt locker in Verlegenheit bringen und den Abrieb drastisch verstärken; mit achteinhalb Sekunden für den Standard-Sprint legt der Fronttriebler eine ungeahnt forsche Gangart an den Tag, und das Spitzentempo beträgt 205 Sachen. Damit wird der Viertürer zum überraschenden Angreifer in jener unauffälligen Gemeinde, die Performance nun wirklich nicht zu ihren Grundwerten zählt. Fein, dass man dem stärksten Cruze seine Power nicht ansieht – es gibt nämlich kein einziges spezifisches Erkennungsmerkmal. Und in den meisten Fällen wird man auch aus dem Fahrstil kaum Rückschlüsse ziehen können, weil der Chevy mehr zum entspannten Cruisen animiert als zur hektischen Jagt – der Name ist einfach Programm. So sind Drehzahlen bis 2.200 Umdrehungen im Alltag völlig okay – dann kann die nächstgrößere der sechs Übersetzungen getrost einrasten. Das passiert übrigens leichtgängig und äußerst geschmeidig, wenngleich nicht gerade in besonders sportlicher Manier.

 

Sportlich hingegen gestalteten die Marketing-Verantwortlichen das Spiel mit den Preisen: Schon ab 22.450 Euro rollt der Cruze mit dem Zweiliter-Diesel zum Kunden und muss sich in puncto Serienausstattung keineswegs verstecken. Zusammen mit dem stärksten Triebwerk gibt es ausschließlich die nobel daherkommende LT-Variante mit Antiblockiersystem, sechs Airbags, elektrisch verstell- und beheizbaren Außenspiegeln, Bordcomputer, elektrischen Fensterhebern rundherum, Klimaautomatik, Parksensor, Radio mit CD-Player, Regensensor, elektronischem Stabilitätsprogramm, Tempomat und Zentralverriegelung inklusive Funkfernbedienung. Sonderausstattungen halten sich in Grenzen – mit dem 2.420 Euro teuren Exclusive Paket Plus wird fast alles abgedeckt – darin enthalten sind beheizte Ledersitze, Navigationssystem sowie ein elektrisches Glas-Schiebe-Hebedach. Wer lediglich den elektronischen Lotsen bestellen möchte, kann das gegen 800 Euro Mehrpreis tun. Für weitere 1.400 Euro bekommt der Käufer eine sechsstufige Wandlerautomatik – das dürfte gerade Vielfahrer freuen. Wer hingegen an die Praxistauglichkeit denkt, darf beruhigt sein: Die Rückbank kann trotz Stufenheck-Ausführung umgelegt werden, was das Basis-Laderaumvolumen von 450 Litern deutlich erhöhen dürfte.

 

Fazit: Der Chevrolet Cruze wird als 2,0 Diesel zur kleinen Express-Limousine mit gehörig Sparpotenzial. Aber nicht nur der Kraftstoffkonsum hält sich dank Verbrennungsprinzip in engen Grenzen – auch die Anschaffung geht in Anbetracht der umfangreichen Serienausstattung als wohlfeil durch. Obendrein rollt der Kingsize-Kompaktklässler nett eingekleidet aus dem Schauraum.



 
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