Gemischt angetriebene Fahrzeuge sind auf dem Vormarsch: Schon allein wegen der künftigen Einhaltung der EU-CO2-Grenzwerte kommen sämtliche Hersteller an einer massiven Hybridisierung ihrer Modellpalette kaum vorbei. Auch BMW hat das längst erkannt und lässt auf X6- wie 7er-Hybrid prompt auch einen 5er folgen, der nebst Verbrenner einen kräftigen E-Motor in sich trägt. Vorstellung.
eheimnisvoll geht es bei BMW zu. Vor allem gilt das für den 5er, der in Genf steht. Okay, da stehen viele BMW der neuen Fünfer-Serie – allerdings ist die Rede von einem ganz bestimmten Concept-Car. So wird es die gehobene Mittelklasse aus München demnächst auch mit Hybrid-Antrieb geben. Und zwar fällt der Elektromotor im Vergleich zu jenem des milden ActiveHybrid 7 ganz schön stark aus. Zusätzliche 40 KW (immerhin 54 PS) sollen dafür sorgen, dass die Limousine auch rein elektrisch fahren kann. Als Benziner fungiert ein turboaufgeladener Reihensechszylinder, über dessen Leistung sich die Verantwortlichen bisher ausschweigen. Dass der Hybrid-Bayer indes keine lahme Kiste sein wird, erschließt sich schon beim Lesen der Kenndaten. Ein so genanntes Hochvolt-Netz speist sowohl den Elektromotor als auch das Bordnetz. Dieses ist so leistungsfähig, dass beispielsweise die Klimaanlage auch im Stand funktioniert. Per Fernbedienung kann der Innenraum gar vor dem Start heruntergekühlt werden, analog zur Standheizung. Freilich stehen auch alle anderen Funktionen bei stehendem Verbrenner zur Verfügung, die Strom erfordern – wie Navigation und Radio.
Das kompakte Elektro-Poweraggregat sitzt zwischen Benziner und einer Achtstufenautomatik. Bemerkenswert ist das intelligente Energiemanagement, welches nicht nur die aktuelle Fahrsituation berücksichtigt beim Antriebsmix, sondern auch den gesamten Streckenverlauf mit einbezieht. Liegt innerhalb der Route (per Navi ermittelt) beispielsweise ein Gefällestück, dann berechnet der Computer den Energiehaushalt bis zum relevanten Punkt so, dass der abschüssige Fahrbahnabschnitt möglichst vollständig genutzt wird für die Rekuperationsaktivitäten. Oder aber das System sorgt für einen möglichst vollen Akku am Zielort, um die elektrische Reichweite für darauffolgende Fahrten groß zu halten. Wann der Hybrid-Fünfer zu kaufen sein wird, steht derzeit ebenso wenig fest wie seine Systemleistung. Im Frühjahr zumindest kommt es zur Auslieferung der konventionellen Versionen – und wer Kraftstoff sparen will, greife zu den Diesel-Aggregaten. Für schmerzfreie Benzin- und Leistungsfans gibt es den 407 PS starken Doppelturbo-V8. Spannend bleibt, ob die in Vorbereitung befindliche 5er-Hybrid-Version analog zum ActiveHybrid7 ebenso auf Leistung getrimmt wird.
Fazit: Viel Spannung am Hybrid-Markt verspricht die derzeitige Entwicklung – der neue 5er trägt dazu ganz bestimmt bei. Nun bleibt abzuwarten, wann die Vollhybrid-Variante der Businessklasse aus München zu haben sein wird. Und vor allem: Wie stark wird sie werden?