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Wer
in diesen Wochen und Monaten über automobile
Oberklasse spricht, muss mit Vorsicht an das Thema
herangehen. Schließlich lauert die scharfe
CO2-Polizei gerade überall; und selbst Kunden
mit wenig Verständnis für den Spartrend
sehen sich seit geraumer Zeit im Boot sitzen
wenn auch nicht ganz freiwillig. Denn die Spritpreisentwicklung
verläuft derzeit alles andere als erfreulich,
da ist man über jeden Zehntel Liter weniger
Konsum froh. Die Bayern reagieren prompt mit dem
Wegfall sämtlicher Sauger Basisbenziner
ist zunächst der 326 PS starke 740i mit dem
bekannten, aufgeladenen und optimierten Dreiliter,
der es in dieser Ausbaustufe auf unter zehn Liter
Kraftstoff pro 100 Kilometer im kombinierten Verbrauch
bringt das ist schon ein Wort. Auch die
Fahrleistungen sprechen für sich: Unter sechs
Sekunden sollen 100 Sachen erreicht werden, freilich
sind 250 Stundenkilometer in der Spitze drin.
Als völlig neuer Wurf dagegen gilt der ebenfalls
drei Liter große Commonrail-Sechszylinder
mit nunmehr 245 Pferdchen. Im Gegenzug fasziniert
das Aggregat mit einem kombinierten Verbrauch
von 7,2 Litern laut BMW. Den Standard-Sprint soll
der 730d binnen 7,2 Sekunden absolvieren, und
die Höchstgeschwindigkeit liegt bei sportlichen
245 km/h.
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| Man
zeigt auch beim 7er wieder Auspuff... |
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Wer die Eile und Prestige
liebt, greift natürlich zum 750i, der weiterhin
acht Töpfe unter der Haube trägt. Ebenso
mit Aufladung bestückt bringt es der 4,4-Liter
auf satte 407 PS und dürfte selbst dem bisherigen
Topmodell 760i/Li in der Performance locker das
Wasser reichen. Nur im Verbrauch gibt er sich
genügsamer und soll mit runden elf Litern
pro 100 Kilometer Strecke auskommen. Für
den Spurt auf 100 Stundenkilometer nennt das Werk
drastische 5,2 Sekunden, damit ist klar: Der künftige
750er wildert im Revier potenter Sportwagen. Sämtliche
Modelle übertragen ihre Kraft übrigens
per sechsstufiger Wandlerautomatik, deren Wählhebel
jetzt zur Freude der BMW-Fans wieder auf der Mittelkonsole
sitzt er trägt das gleiche Layout
wie jener der aktuellen Fünfer- und X5-Generation.
Aber die Gestalter nahmen offensichtlich auch
Geschichtsunterricht, denn die Rückleuchten
des neuen Flaggschiffs zitieren den E32, die Siebener-Baureihe
zwischen 1986 und 1994. Die dynamische Front dagegen
zeigt, dass zwischen der jetzigen sowie der künftigen
Oberklasse-Generation ein Verwandtschaftsverhältnis
besteht. Freilich kommt der Neue mit geballter
Technik daher.
Know How heißt in diesem Fall aber nicht
nur ein Anwachsen der Tasten- oder Menü-Landschaft,
sondern auch Leichtbau. Hohe Aluminium-Anteile
halten das Gewicht trotz Größenwachstum
und forciertem Technik-Einsatz unter 1,9 Tonnen
in der Basis. Diese Maßnahmen helfen genauso
Sprit zu sparen wie die konsequente Verwendung
der "EfficientDynamics"-Palette
will heißen: Beim Bremsen wird Energie zurückgewonnen,
und die Lichtmaschine verzichtet im Zugbetrieb
darauf, Strom zu produzieren, was sich auf Dauer
natürlich auswirkt. Und damit der Komfort
nicht leidet, bekommen 740i und 750i luftgefederte
Hinterachsen, ansonsten bleibt es bei Stahl. Durchgehend
serienmäßig sind elektronisch regelbare
Dämpfer, deren Kennlinien-Veränderungen
auch die Schaltcharakteristik beeinflusst. Auf
Wunsch gibt es auch einen aktiven Wankausgleich.
Erstmals kommt eine variable Bremsanlage zum Einsatz
hier wird der Bremsdruck je nach Scheibentemperatur
automatisch angepasst, um Fading zu vermeiden.
Bei Nässe nimmt die Anlage in regelmäßigen
Abständen leichte, unmerkliche Bremseingriffe
vor, um die Scheiben trocken zu halten.
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| Der
Siebener-Fond ist ein Raumwunder... |
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Zum größten Highlight
der Reihe dürfte jedoch die aufpreispflichtige
Allradlenkung zählen, deren Elektronik den
Lenkwinkel der Hinterräder je nach Geschwindigkeit
steuert. Zwar ist die Technik im Grundsatz nicht
unbedingt neu, aber dürfte den Siebener zur
sportlichsten Luxuslimousine machen ganz
im Sinne von BMW. Hier wollen die Münchener
offenbar wieder gutmachen, was sie mit der vorigen
Generation sträflich vernachlässigt
haben die Topbaureihe war äußerst
kommod, aber eben wenig sportlich. Verkauft wurde
sie global gesehen dennoch hervorragend. Stattliches
Auftreten jedenfalls gelingt auch dem kommenden
Siebener ohne Probleme, und passend dazu soll
ja auch noch so wird kolportiert
ein entsprechendes, über 500 PS starkes V12-Triebwerk
installiert werden. Das Dutzend Zylinder darf
schließlich nicht fehlen hier kann
mit Spannung abgewartet werden. Jetzt schon bekannt
hingegen ist, dass die Langversion 5,21 m misst
und damit Gardemaß aufweist, ohne steif
zu wirken. Die Platzverhältnisse müssten
im Vergleich zum Vorgänger nochmals besser
ausfallen, was für extrem hohen Langstrecken-Komfort
spricht. Noch dieses Jahr sollen die ersten Kunden
ihre Fahrzeuge erhalten so schnell können
sieben Jahre vergehen.
Fazit: Der
neue Siebener wird eine wuchtige, aber dennoch
dynamische Limousine mit geballter Technik und
dem Potenzial zu sparen. Konsequente Turboaufladung,
Leichtbau und "EfficientDynamics"-Maßnahmen
machen die Oberklasse zum fahrenden Beweis dafür,
dass Komfort und Leistung nicht zwingend zu Lasten
der Umwelt gehen müssen.
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