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Fahrberichte & Tests
 
Audi R8 Spyder 4.2 FSI Front-ansicht, Innenraum, Wählhebel
Audi R8 Spyder 4.2 FSI Heck-Ansicht

 

1. Im Audi R8 sitzt es sich tief und straff, aber letztlich doch kommod...

2. Augenweide: Der R8 ist Blickfänger in jeder Lebenslage...

3. Das automatisierte Schaltgetriebe erfordert einen saftigen Aufpreis...

4. Als Spyder ist der drahtige Ingolstädter ein luftiges Vergnügen...

 

Audi R8 Spyder im Test
Sport-Gericht
Mit dem R8 hat Audi einen Supersportwagen geschaffen, der nicht nur auf der Rennstrecke mit Bestwerten glänzt, sondern ebenso als optischer Kracher wahrgenommen wird. Kaum ein Auto erregt mehr Aufmerksamkeit auf der Straße, der Ingolstädter avanciert zum Publikumsmagnet, wenn er mit seinen markanten Scheinwerfern samt Tagfahrlichtern um die Ecke kommt. Im folgenden Autotipp geht es um die offene V8-Version mit 4,2 Litern Hubraum und inzwischen 430 PS.
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upersportwagen müssen wahrlich mehr können als nur schnell sein auf der Rundstrecke. Es geht auch um Dinge wie Ästhetik und Sound, also jene sinnlich erfahrbaren Eindrücke. Inzwischen kredenzt Audi von seinem High-End-Sportler R8 eine ganze Modellfamilie – da ist gar ein bisschen Qual der Wahl im Spiel bei den Glücklichen, die hier entscheiden dürfen. Offen oder geschlossen? Viel oder sehr viel Leistung? Schalten oder nicht? Klar, oben ohne ist eine feine Sache – für den Spyder entscheidet man sich, wenn es ausdrücklich nicht darum geht, Bestzeiten auf dem Kurs herauszuholen. Schließlich sind Cabrios immer schwerer als ihre mit festem Dach gesegneten Pendants, weil eben genau der Regenschutz auch Stabilität bringt, welche beim offenen Flitzer durch eine verstärkte Bodengruppe ausgeglichen werden muss. Unter der Maßgabe, dass es dem Eigner auf das letzte Quäntchen Power nicht ankommt, macht es freilich Sinn, den Achtzylinder unter die Lupe zu nehmen. Außerdem handelt es sich dabei um ein Triebwerk mit klassischer Zylinderzahl, während der V10 eher zu den Exoten gehört. Das manifestiert sich natürlich auch in der Soundcharakteristik, wobei das Hightech-Aggregat mit Trockensumpfschmierung nicht ganz so bassig klingt wie mancher großvolumige Achtzylinder im Ami-Style.

 

Dass die Techniker dem Direkteinspritzer mit 90-Grad Bankwinkel eine dezentrale Ölversorgung spendierten, zeigt jedoch, wohin die Richtung geht: nämlich quer. Jedenfalls auf Wunsch. Der Allradler vermittelt feinstes Kart-Feeling in Kurven und lädt ein, die Landstraßen dieser Welt abzugrasen und auszukosten. Völlig unbeeindruckt prescht der tief kauernde Bayer durch spitze Kehren und flackert kurz mit der ESP-Kontrollleuchte, falls es die Person vorne links zu bunt treibt. Dabei hat der Spyder auch durchaus noch andere Seiten. Beispielsweise die des Cruisers – gerne ebenso in ländlichen Gefilden und bei schönem Wetter. Dann heißt es: Hüllen bitte fallen und die Sonne hereinlassen. Der Topsportler gehört glücklicherweise zu den Kandidaten, die dem Wind eine Chance lassen, so dass die Wohnstube je nach Fahrgeschwindigkeit ordentlich durchgewirbelt wird. Damit erhält der R8 das Prädikat "geeignet" für Cabrio-Fans alter Schule, die den heute meist weichgespülten Dachlos-Offerten wenig abgewinnen können. Binnen weniger Sekunden verschwindet das Stoffverdeck übrigens per Knopfdruck und selbstredend vollautomatisch (bis 50 km/h) im dafür vorgesehenen Kasten. Für Gepäckstücke gibt es ein kleines Plätzchen unter der vorderen Haubenabdeckung – ganz wie beim Klassiker 911 aus Zuffenhausen. Nur sitzt die Maschine hier nicht im Heck, sondern zwischen beiden Achsen.

 

Richtig, es handelt sich nämlich um eine Mittelmotor-Ausführung mit bester Gewichtsbalance für vollendetes Benehmen auf windungsreichen Bahnen. Allerdings macht der 4,2-Liter auch auf der Geraden Spaß. Ihn mal kurz auf 200 Sachen treiben ist ein kurzes, aber intensives Vergnügen; er presst seine menschliche Fracht auch jenseits von Richtgeschwindigkeit so gewaltig in die trotz drahtiger Ausrichtung kommoden Sessel, dass unbedarfte Mitfahrer leicht ins Staunen geraten. Ach ja, der geborene Langstrecken-Fresser ist der R8 sicherlich nicht, obwohl er ein hohes Maß Alltagstauglichkeit garantiert. Dennoch dürfen sich die Interessenten auf harte Federn gefasst machen – maximale Performance kommt schließlich nicht von Ungefähr. Aber das nimmt man gerne in Kauf, zumal die auf Wunsch gar anpassungsfähigen Dämpfer (1.740 Euro) mit eher milderen Wellen auf der weiten Piste ganz vernünftig klarkommen. Beim Überfahren von bösen Schlaglöchern führt das Vehikel den Passagieren denn eindrucksvoll vor Augen, von welcher Fahrzeugkategorie die Rede ist – so soll es sein, um Kompromisse schert sich dieser Audi wenig. Dabei sitzt er wie ein sauber geschnittener Maßanzug mit der wohldosierten Mischung aus privater Intimsphäre und durchaus genügend Raum zum Atmen.

 

Was gibt es sonst Wissenswertes zum Innenleben des schneidigen Sportlers? Auf spezifischen Schnickschnack wie einen großen Drehzahlmesser in der Mitte verzichten die Gestalter, stattdessen lachen den Fahrer die beiden tropfenförmigen Skalenelemente aus dem A6 an. Klar, die Öltemperatur ist stets präsent, um den empfindlichen Vierventiler ja nicht zu früh gegen den Begrenzer rennen zu lassen. Bedientechnisch ist alles im grünen Bereich – der Logik des MMI-Systems kann immer wieder schnell gefolgt werden, auch wenn man seit längerem aus der Übung gekommen ist. Abgesehen davon wirkt der Quattro recht klassisch mit chromumrandeten Drehreglern für die frei Haus gelieferte Klimaautomatik sowie dem konventionellen Handbremshebel in der Mittelkonsole. Der unten flache Volant enthält aber doch den einen oder anderen Schalter zur schnelleren Beherrschung wichtiger Radiofunktionen. Bitte dringend berücksichtigen beim Spyder: Vor einer zügigen Ausfahrt ohne Verdeck den Kleinkram bloß in Sicherheit bringen, bevor er quer auf der Autobahn verteilt eingesammelt werden muss. Verschiedene Fächer machen es möglich. Sogar zwei Cupholder gibt es auf den Weg – aber Getränke abstellen ist im R8 auch nicht die beste Idee, solange Spaßfahrten im Vordergrund stehen.

 

Ab 122.100 Euro steht der R8 4,2 FSI Spyder beim Händler – dann allerdings mit manuellem Schaltgetriebe. Wer das Verschieben der Zahnradgruppen lieber einem elektrischen Aktuator überlässt, darf 7.000 Euro zusätzlich überweisen – eine Investition, die gut überlegt werden will. Ebenfalls zu den teuren Brocken gehört die extrem bissig zupackende Keramikbremse (8.820 Euro). Serienmäßig an Bord sind desweiteren: Antiblockiersystem, Front- und Kopfairbags, elektrisch verstell- und beheizbare Außenspiegel, Bordcomputer, elektrische Fensterheber, Lederpolster, 18-Zoll-Leichtmetallräder, Radioanlage, Sitzheizung, elektronisches Stabilitätsprogramm, Xenonlicht sowie Zentralverriegelung inklusive Funkfernbedienung. Keinesfalls fehlen sollte die 2.270 Euro teure Bildschirm-Navigation. Technikfans kommen wohl kaum um die LED-Frontscheinwerfer herum – Kostenpunkt 3.590 Euro. Dagegen erscheint der Aufpreis von 135 Euro für den Fernlicht-Assistenten wahrlich moderat. Eine Vielzahl an edlen Individualisierungsmöglichkeiten im Bereich Optik und Materialien erfreut die Käufer darüber hinaus – Dekors bis zu 2.500 Euro Aufpreis, exklusive Vollleder-Ausstattungen bis zu 5.900 Euro sowie passende Koffersets bis 5.600 Euro bescheren ein Gefühl von Luxus. Da wirken Features wie Parksensoren (ab 780 Euro), elektrisch verstellbare Sitze (1.030 Euro) oder Tempomat (270 Euro) geradezu profan.

 

Fazit: Der Audi R8 ist Supersportler und Publikumsmagnet zugleich. Also nicht wundern, wenn man unterwegs von Passanten samt gezückten Mobiltelefonen überrascht wird. Der Oberbayer glänzt mit außergewöhnlicher Querperformance, ist im Gegenzug allerdings auch kein billiges Vergnügen. Aber definitiv eines, das sich lohnt.



 
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