Seit dem 30. November weiß die Öffentlichkeit, wie der neue Audi A8 aussieht: Auf den ersten Blick recht unspektakulär, was ja kein Beinbruch ist. Wie steht es um die Innovationen? Zumindest gibt es Features, die in der Baureihe neu sind. Aber auch altbewährte Highlights können noch immer ganz gut glänzen. Im Folgenden seien acht Köstlichkeiten aufgezählt.
ine neue Oberklasse erregt immer viel Aufsehen, weil in keinem anderen Segment mehr Know-How steckt. Der Kunde erwartet das natürlich auch und wird daher besonders streng begutachten, was der bald startende A8 so zu bieten hat. Serienmäßig rollen jedenfalls sämtliche Ausführungen des zunächst ausschließlich als 4,2-Liter-V8 (Benzin und Diesel) lieferbaren Luxusliners auf Luftpolstern zum Kunden. Und das bei Audi erstmals zum Einsatz kommende "pre sense"-System gehört ebenfalls zum Standard-Programm – es rückt die Stühle in die richtige Position und schließt das Schiebedach (Option), falls eine Kollision nicht mehr vermieden werden kann. Weitere Technik-Gimmicks erfordern einen Griff in die Sonderausstattungsliste – beispielsweise das adaptive Licht (800 Euro), dessen Umfang auch eine Kamera beinhaltet. So werden die Lichtquellen des Gegenverkehrs analysiert und die Leuchtintensität entsprechend angepasst. Gegen weitere 1.800 Euro verfügt der große Audi gar über LED-Scheinwerfer. Mit 2.000 Euro etwas teurer ist ein Radartempomat, der bis zum Stillstand herunterbremst. In diesem Fall ist die pre sense-Vorrichtung auch in der Lage, bei akutem Bedarf selbsttätig zu bremsen.
Weitere Assistenten warnen entweder davor, die Spur im Falle schnell heranrasender Verkehrsteilnehmer zu wechseln (800 Euro) oder davor, die eigene Fahrspur ungewollt zu verlassen (500 Euro). Völlig neu im Hause Audi übrigens ist die für 1.300 Euro lieferbare Dynamiklenkung. Diese ändert nicht nur die Servounterstützung in Abhängigkeit von der gefahrenen Geschwindigkeit, sondern ebenfalls die Lenkübersetzung je nach Bedarf. Damit lässt sich das Flaggschiff besonders zielsicher über windungsreiche Landstraßen zirkeln und glänzt bei schnellen Autobahnpassagen mit stoischem Geradeauslauf. In der City hilft das intelligente Lenksystem freilich beim Rangieren in enge Parklücken. Übrigens beginnt der Audi A8 bei 89.300 Euro und bietet dafür satte 372 Pferdestärken. In Genf wird er zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Wer mit 350 Diesel-PS und 800 Nm über die Bahn gleiten möchte, muss 1.500 Euro Aufpreis verkraften. Beide Versionen dürften ordentliche Beschleunigungswerte auf den Asphalt legen und sich dank obligatorischem Quattro-Antrieb auch bei Nässe kaum aus der Ruhe bringen lassen. Aber davon wird man sich bald selbst überzeugen können.
Fazit: Der neue Audi A8 ist eine eher schlichte Erscheinung mit attraktiven Antrieben und viel Technik. Im Frühjahr kommenden Jahres werden die ersten Exemplare ausgeliefert. Wer das Spitzenmodell sehen möchte, muss sich noch bis zum Autosalon in Genf gedulden.