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Young & Old
 
Aston Martin DB 7
Aston Martin DB 7

1. Der DB7-Innenraum haut nicht unbedingt vom Hocker

2. Zurückhaltender GT mit fülligem V12

3. Alu-Pedale bekunden Sportlichkeit...

4. Automatik-Kulisse inmitten schnöder Ford-Schalter

 

Der Aston Martin DB7 im Profil
Trick 7
Wer so richtig exklusiv unterwegs sein will, kommt mit Porsche oder Mercedes nicht mehr aus. Dann müssen andere Labels her, zum Beispiel Aston Martin. Und wenn die Wunschwahl des relevanten Kalibers nicht mehr sechsstellig kosten darf oder soll, ist der Second-Hand-Dealer gefragt. Wie wärs mit einem DB 7 Volante? Das lässt sich herausfinden.
E

s gibt Menschen auf dieser Welt, die mit Automarken wenig anfangen können. Die beneiden andere Leute lediglich um populäre und augenscheinlich luxuriöse Massenmarken wie Mercedes oder Porsche. Aber Aston Martin? Keine Idee. Dabei zählt diese kleine Sportwagen-Schmiede aus England zu den ganz besonders feinen Automobilproduzenten. Genau wie Ferrari bedeutet Aston Martin Rennsport pur, aber der Ton macht noch immer die Musik. Aston Martin tritt "very british" auf – pflegt die Zurückhaltung fast schon penibel und versieht selbst die sportlichsten Modelle immer mit einer Spur Eleganz. Mit Proletenhaftigkeit oder Machogehabe hat dieser noble Engländer so viel zu tun wie Boris Becker mit Literatur-Kritik. Aber mal konkret: Um welches Baby aus der Aston-Dynastie geht es hier? Ein DB 7 beispielsweise bietet sich an für Marken-Anfänger. Hier gibt es viel Aston Martin für verhältnismäßig wenig Geld. Ab deutlich unter 40.000 Euro bietet der Markt solide Exemplare; wahlweise gibt es die Schmuckstücke mit kompressor-aufgeladenen Reihensechsyzylinder-Motoren aus Jaguar-Abstammung oder gar V12-Triebwerken (ab 1999). Letztere Ausführung wartet bei Autohändler Bernd Gruner aus Oberhausen auf einen neuen Käufer. Als Volante – so heißt die Cabrio-Version – steht der 2003 erstmals zugelassene Sechsliter auf dem Hof, flankiert von anderen Cruisern à la Bentley Continental, SUV vom Schlage eines Audi Q7 sowie bürgerlichen Fahruntersätzen wie Mercedes C 220 CDI.

 

Bürgerlich ist das dunkle Cabriolet wahrlich nicht, das als 2+2 ausgewiesen ist. Eine Bezeichnung, die den realen Zustand allenfalls verhöhnt – in diesen Fond passen nicht einmal Kinder; vielleicht ein paar Bücher als Reisegepäck. Dann aber bitte etwas Zurückhaltung in Sachen Fahrdynamik, sonst mutiert die Belletristik kurzerhand zum Wurfgeschoss. Ohnehin ist der DB 7, dessen Wurzeln ja noch beim 1975 erschienenen Jaguar XJS zu suchen sind, mit Vorsicht zu genießen. Diese Baureihe ist definitiv mehr Gran Turismo als Sportler, wobei das eigentlich auch egal ist. Schließlich zählen Aussehen und Name. Aber halt, da war doch noch etwas. Richtig, der mächtige Zwölfzylinder. Sechs Jahre nach Einführung der Produktlinie entschied man sich, das Dutzend voll zu machen. Mit einem Druck auf die rote Taste erwacht der Benziner mit typischem V12-Anlassergeräusch, als habe er keine Kompression mehr. Kehliges Mahlen begleitet die emporschnellende Drehzahlmesser-Nadel und bestätigt die Gattungsart des Aggregats denn auch akustisch. Über mangelnde Laufruhe kann man sich also keineswegs beschweren – da passt der fünfstufige Wandlerautomat perfekt zum Charakter.

 

Fünf Stufen? Alle Achtung, gar nicht so unmodern. Mehr Übersetzungen sind dann auch kaum notwendig, so mächtig kommt der Achtundvierzigventiler aus dem Drehzahlkeller und versetzt das rund 1,9 Tonnen schwere Gefährt in Bewegung. Auf Gaspedalbefehl geht es druckvoll gen Horizont – man kann, wenn man will. Aber will man? Nicht unbedingt zu jeder Zeit. Beim gemütlichen Cruisen streift der Blick über die Instrumente und entdeckt das eine oder andere britische Element, was in diesem Fall amerikanischer Natur ist. Nämlich Schalter aus dem Ford-Regal und Tachoinstrumente, die schwer an Jaguar erinnern – damals auch noch zu Ford gehörend. Perfektionismus ist halt langweilig, außerdem hätte man sich dann ja gleich einen Audi kaufen können. Ein eiskalter Luftstrom reißt den Probefahrt-Kandidaten prompt aus seinen Gedanken über Markenprestige und makellosen Automobilbau – die offensichtlich wirkungsvolle Klimaanlage zumindest hilft, den Aufenthalt im eng geschnittenen DB 7-Cockpit auch sommers angenehm zu gestalten, wenn offenes Fahren schon nicht möglich ist. Ganze 69.900 Euro möchte Bernd Gruner für seinen Volante, das Auto hat keine 20.000 Kilometer gelaufen. Dafür bekommt man auch einen gut ausgestatteten S5 mit null Kilometern. Und wieder stellt sich die Frage: Will man das? Will man rationale Unvernunft? Nein, natürlich nicht. Es lebe die Exklusivität.

 

Fazit: Aston Martin. Das klingt für den Kenner schon beim Lesen wie Musik – leider baut die britische Sportwagen-Schmiede keine allzu günstigen Fahrzeuge. Der DB 7 jedoch ermöglicht Liebhabern, schon zu halbwegs erträglichen Kursen in den Genuss eines Markenvertreters zu kommen. Abstriche bei Fahrwerk und Innenraum macht insbesondere der sahnige V12 des Vantage mehr als wett. Und das Gesamtpackage kann sich sowieso sehen lassen.



 
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